Volleyball: 3. Liga
Punktabzug für die Tebu-Volleys

Tecklenburger Land -

Eigentlich müssten die Tecklenburger Land Volleys Spitzenreiter der 3. Volleyball-Liga sein. Sie haben drei der bisherigen vier Spiele gewonnen, sollten also zehn Punkte auf dem Konto haben. Es sind aber nur sieben Punkte, weil ihnen vom Staffelleiter drei Punkte abgezogen worden sind.

Freitag, 12.10.2018, 20:38 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 12.10.2018, 20:38 Uhr
Fabian Stroot und den Tebu-Volleys wurden drei Punkte abgezogen, weil sie ihr Pflichtschiedsrichter-Soll nicht erfüllen.
Fabian Stroot und den Tebu-Volleys wurden drei Punkte abgezogen, weil sie ihr Pflichtschiedsrichter-Soll nicht erfüllen. Foto: Stefan Daviter

Eigentlich müssten die Tecklenburger Land Volleys momentan Spitzenreiter der 3. Volleyball-Liga sein. Sie haben drei der bisherigen vier Spiele klar gewonnen, eins mit 2:3 verloren, müssten also zehn Punkte auf dem Konto haben. Es sind aber nur sieben Punkte, weil ihnen vom Staffelleiter drei Punkte abgezogen worden sind. „Weil wir keinen Pflichtschiedsrichter gestellt haben“, lautet die Begründung laut Tebu-Manager Karlo Keller.

Laut „Durchführungsbestimmungen für den Spielverkehr in den 3. Ligen“ ist jede Drittliga-Mannschaft „zur Meldung von zwei Schiedsrichtern mit mindestens B-Lizenz verpflichtet“. Diese Schiedsrichter müssen während der Saison jeweils wenigstens zehn Einsätze verbindlich wahrnehmen, so heißt es im Regelwerk.

„Wir haben vier B-Schiris“, sagt Karlo Keller. Das Problem allerdings ist, dass diese Schiedsrichter – mit einer Ausnahme – Verbandsliga- und Oberliga-Spiele im Nordwestdeutschen Verband (NWVV) pfeifen. Und diese Spiele werden an den jeweiligen Spieltagen als Dreier-Begegnungen ausgetragen, bei denen die jeweils nicht spielende Mannschaft das Schiedsgericht stellt. Die Schiedsrichter werden also nicht offiziell angesetzt, ihre Einsätze in Verbands- und Oberliga werden nicht gezählt.

Anders ist es im Westdeutschen Volleyball-Verband (WVV), aus dessen Bereich ebenfalls Teams in der 3. Liga spielen. Hier treffen an Spieltagen der Verbands- und Oberligen nur jeweils zwei Teams an einem Ort aufeinander, die Schiedsrichter werden offiziell angesetzt, ihre Einsätze zählen zu den geforderten mindestens zehn Einsätzen pro Saison. „Das ist eine Ungleichbehandlung“, sieht Karlo Keller die Teams aus dem Bereich des WVV eindeutig im Vorteil.

Das habe er auch in der vergangenen Saison schon versucht, den entscheidenden Stellen zu erklären, sagt Keller. Ohne Erfolg. Bereits in der vergangenen Spielzeit mussten die Tebus wegen eines fehlenden Pflicht-Schiedsrichters 1000 Euro Strafe zahlen. Die Durchführungsbestimmungen für die 3. Liga sehen für Wiederholungstäter immer drastischere Strafen vor. „Im 1. Wiederholungsfall werden drei Punkte, im 2. Wiederholungsfall sechs Punkte je fehlendem Schiedsrichter (...) abgezogen“, ist dort zu lesen. Karlo Keller hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass es tatsächlich zu einem Punktabzug kommt. Und er hofft auch darauf, dass er dem Verband zusammen mit den Sportfreunden Aligse, denen aus dem gleichen Grund ebenfalls drei Punkte aberkannt wurden, noch deutlich machen kann, dass es sich um eine Ungleichbehandlung handelt, und dass der Punktabzug wieder rückgängig gemacht wird. „Wir sind im Gespräch“, sagt Keller.

Sollte die Staffelleitung allerdings hart bleiben, müssten die Tebus – wie bisher auch schon – alles daran setzen, weitere B-Lizenz-Schiedsrichter zu gewinnen, die auch Spiele der 3. Liga oder der Regionalliga pfeifen, notfalls zusätzlich zu den Verbands- und Oberliga-Spielen. Aber: „Ich kann mir keine Schiris aus den Rippen schneiden, die doppelte Arbeit machen“, macht Karlo Keller deutlich, dass das nicht einfach ist.

Tebu-Trainer Mathias Rusche ist alles andere als erfreut über die Entwicklung. „Es ist sehr ärgerlich, wenn sich organisatorische oder administrative Dinge auf die sportliche Situation auswirken.“ Zumal die möglichen sechs Punkte Abzug in der kommenden Saison noch nicht die letzte Eskalationsstufe wären. „Beim 3. Wiederholungsfall wird die Zulassung entzogen“, heißt es in den Durchführungsbestimmungen unerbittlich.

► Sportlich sind die Tebus am Sonntag bei den Solingen Volleys ab 16 Uhr gefordert.

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