Fußball: Testspiel
VfL Osnabrück verkauft sich beim 1:2 gegen Werder Bremen teuer

Osnabrück -

Anders als noch beim 0:6 vor wenigen Wochen verkaufte sich der VfL Osnabrück in einem Testspiel am Freitagabend gegen den SV Werder Bremen sehr gut. 1:1 (0:1) hieß es nach 90 unterhaltsamen Minuten, in denen die Hausherren lange Zeit ebenbürtig waren.

Sonntag, 14.10.2018, 21:08 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 14.10.2018, 21:08 Uhr
VfL-Torschütze Bashkim Renneke (links) stoppt in dieser Szene Bremens Max Kruse.
VfL-Torschütze Bashkim Renneke (links) stoppt in dieser Szene Bremens Max Kruse. Foto: Tobias Mönninghoff

Ob es am Stadionnamen lag, sei dahin gestellt, zumindest hat sich der SV Werder gestern Abend im Testspiel beim VfL Osnabrück an der Bremer Brücke richtig wohlgefühlt. Mit 2:1 (1:0) setzte sich der Bundesligist verdient durch und ließ einige Male seine Klasse aufblitzen. Vor allem im ersten Durchgang waren die Gäste klar tonangebend, nach dem Seitenwechsel kam der VfL besser auf und durch Bashkim Renneke zum Ausgleich. Mit Werders 2:1 war das Spiel dann so gut wie gelaufen.

VfL-Trainer Daniel Thioune ließ zunächst eine Mischung aus Stammspielern und Akteuren aus der zweiten Reihe auflaufen. Sebastian Klaas fehlte, nachdem er am Freitagmorgen die Trainingseinheit hatte abbrechen müssen. Nicht nur die Hausherren wurden mit Applaus empfangen, auch der SV Werder, allen voran der Ex-Osnabrücker Christian Groß, ebenso der bereits 40-jährige Claudia Pizarro.

Zunächst entwickelte sich eine offene Partie, zwar mit Vorteilen für die Gäste, aber der VfL setzte immer wieder Nadelstiche. In der sechsten Minute musste Werder-Keeper Jaroslav Drobny bereits Kopf und Kragen gegen Luca Pfeifer riskieren, in der zwölften Minute gegen Kamer Krasniqi. Mehr und mehr übernahmen dann die Gäste das Kommando. Und sie erspielten sich eine Fülle an Torchancen. Vor allem Max Kruse und Pizarro hatten mehrfach die Führung auf dem Schlappen. VfL-Keeper Phillip Kühn klärte jeweils glänzend. So trafn lediglich Kevin Möhwald ins Schwarze (25.). Er ließ an der Strafraumgrenze einen Osnabrücker stehen und zog dann unbedrängt ab. Der Vorsprung zur Pause für die Elf von Trainer Kohfeldt war mehr als verdient.

Ulrich Taffertshofer (rechts) im Zweikampf mit Bremens Fridolin Wagner.

Ulrich Taffertshofer (rechts) im Zweikampf mit Bremens Fridolin Wagner. Foto: Tobias Mönninghoff

Nach der Pause änderte sich das Bild. Zwar litt die Partie unter den vielen Wechseln, der VfL aber wurde nun deutlich stärker. Steffen Tigges und Krasniqi verpassten direkt nach Wiederanpfiff den Ausgleich noch. In der 52. Minute war es dann soweit. Einen Pass von Etienne Amenyido nahm Bashkim Renneke auf, der ins kurze Eck zum 1:1 traf. Das Tor gab den Hausherren Auftrieb. Werder offenbarte einige Defensivmängel. So waren die Hausherren anschließend mehrfach nahe dran am 2:1. Just in dem Moment stach der Bundesligist jedoch aus dem Nichts zu. Nach einer langgezogenen Flanke von Groß stieg der gerade eingewechselte Jonah Osabutey am höchsten und köpfte mit der ersten SVW-Chance zur erneuten Führung per Bogenlampe über Kühn hinweg ein.

Der VfL gab sich zwar noch nicht geschlagen, versuchte es weiter und verzeichnete durch Marcos Alvarez und David Blacha gute Möglichkeiten, letztlich schaukelte der SV Werder das 2:1 aber souverän über die Runden. Der VfL war in einem unterhaltsamen Spiel keinesfalls so chancenlos wie noch beim 0:6 vor wenigen Wochen in Dortmund und dürfte einige Erkenntnisse gewonnen haben.

VfL Osnabrück: Kühn - Renneke (85. Agu), Susac (46. Möller), Schiller (76. Ouahim), Tigges - Krasniqi (60. Blacha), Taffertshofer Danneberg - Amenyido (67. Farrona Pulido), Pfeiffer (60. Alvarez), Heider (43. Trapp).

Werder Bremen: Drobny - Jacobsen (46. Ronstadt), Langkamp, Moisander (46. Rickmann), Friedl - Sahin - Möhwald, Klaassen (65. Groß), Wagner (79. Young) - Kruse (65. Osabutey), Pizarro (46. Büning).

Tore: 0:1 Möhwald (25.), 1:1 Renneke (52.), 1:2 Osabutey (71.) . – Zuschauer: 3984.

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