Fußball: 3. Liga
VfL Osnabrück als klarer Favorit nach Braunschweig

Osnabrück -

Allein von der Tabellenkonstellation her ist der VfL Osnabrück am Freitagabend im Traditionsduell bei Eintracht Braunschweig Favorit. Allerdings haben die Lila-Weißen seit 58 Jahren bei den Löwen nicht mehr gewonnen. Diese Sieglosserie will Trainer Daniel Thioune beenden.

Donnerstag, 25.10.2018, 17:44 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 25.10.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 25.10.2018, 17:44 Uhr
Seit 718 Minuten hat VfL-Keeper Nils Körber (rechts) keinen Gegentreffer mehr kassiert. Auch heute will er seinen Kasten sauber halten.
Seit 718 Minuten hat VfL-Keeper Nils Körber (rechts) keinen Gegentreffer mehr kassiert. Auch heute will er seinen Kasten sauber halten.

Nimmt man es mit der Historie ganz genau, dann kann sich der VfL Osnabrück den Weg nach Braunschweig eigentlich sparen. Seit 58 Jahren haben die Lila-Weißen bei der Eintracht nicht mehr gewonnen. Am Freitagabend ist die Elf von Trainer Daniel Thioune ab 19 Uhr wieder einmal bei den Löwen zu Gast. Der ist zuversichtlich, dass die lange Sieglosserie endlich reißen wird. Möglich ist es allemal, denn wohl noch nie zuvor befand sich der VfL so sehr in der Favoritenrolle wie heute Abend.

Der nach zwölf Spieltagen schon abgeschlagene Tabellenletzte trifft auf den Spitzenreiter, der noch kein Auswärtsspiel verloren hat. Die Vorzeichen sind also klar, und doch warnt Thioune eindringlich vor den Löwen: „Das schlimmste, was uns passieren kann, ist das wir den Gegner unterschätzen. Ich bin davon überzeugt, dass Braunschweig da unten wieder herauskommen wird.“ Erst am letzten Spieltag der vergangenen Saison stand nach der 2:6-Niederlage in Kiel der Abstieg aus der zweiten Bundesliga fest.

Es folgten schwere Wochen, ehe der Kader komplett war. Der Absturz setzte sich dann auch in der 3. Liga fort. Nach nur acht Punkten aus elf Spielen zog das Eintracht-Präsidium die Reißleine und setzte den Bundesliga erfahrenen Andre Schubert als neuen Trainer ein. Der verlor zwar sein erstes Spiel am vergangenen Wochenende mit 0:2 bei 1860 München, innerhalb der Mannschaft zeichnete sich aber bereits eine größere Stabilität ab. Individuell ist der Kader ohne Frage drittligatauglich. Wichtigste Aufgabe für Schubert ist nun, eine Einheit zu formen. In sämtlichen Interviews betonte der Ex-Coach von Borussia Mönchengladbach, dass er sehr zuversichtlich sei, genau das kurzfristig schaffen zu können.

Beim VfL Osnabrück ist dagegen aktuell alles im Lot. Auch Routinier Alexander Dercho ist wieder da, hat in dieser Woche nach überstandener Sprunggelenksverletzung das komplette Mannschaftstraining unter voller Belastung mitgemacht. Der 31-Jährige könnte in Braunschweig sogar wieder im Kader stehen.

Das trifft nicht auf Sebastian Klaas zu. Er ist nach seiner Oberschenkelzerrung erst am Mittwoch wieder ins Training eingestiegen und keine Option für Freitag, ebenso wie Alexander Riemann (Gehirnerschütterung). Passen müssen wohl auch Konstantin Engel und Kamer Krasniqi mit einem grippalen Infekt.

Gestern hat sich der VfL-Tross auf die Reise gemacht und traf in Braunschweig ein, nachdem die Mannschaft auf halber strecke noch eine Trainingseinheit eingelegt hatte. Einer freut sich ganz besonders auf die Partie, wenn er auch wohl nicht zur ersten Elf gehören wird, Tim Danneberg. Der Drittliga-Rekordspieler hat für die Eintracht zwischen 2007 und 2010 98 Pflichtspiele absolviert. „Ich habe durchweg positive Erinnerungen an Braunschweig. Das war mit die schönste Zeit meiner Karriere.“

Eintracht Braunschweig : L. Kruse - Kijewski, Tingager, Valsvik, Amundsen - Fürstner, Nkansah - O. Bulut, Fejzullahu, Sauerland - P. Hofmann.

VfL Osnabrück : N.-J. Körber - Renneke, Schiller, Susac, Trapp - U. Taffertshofer, Blacha - Heider, Danneberg, St. Tigges - Alvarez.

Schiedsrichter: Pascal Müller (28, Löchgau)

Anstoß: Freitag, 19 Uhr, Eintracht-Stadion

Nächstes VfL-Spiel : Montag, 5. November, 19 Uhr Bremer Brücke gegen KFC Uerdingen.

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