Basketball: 1. Regionalliga West
TV Ibbenbüren spielt nach dem Sieg gegen Leverkusen im Pokal in Herten

Ibbenbüren -

Erleichterung war beim TV Ibbenbüren am Samstagabend deutlich spürbar und auch sichtbar nach dem 82:73-Erfolg gegen Fast-Break Leverkusen. Vor allem die Spieler versprühten gelöste Stimmung. Am Dienstag ist der TVI bereits wieder im Pokaleinsatz.

Montag, 17.12.2018, 20:15 Uhr aktualisiert: 17.12.2018, 20:30 Uhr
Romello Steffen bekam für seinen gezeigten Einsatz gegen Leverkusen ein Sonderlob von Coach Christian Beuing.
Romello Steffen bekam für seinen gezeigten Einsatz gegen Leverkusen ein Sonderlob von Coach Christian Beuing. Foto: Jan Kappelhoff

Dieser Sieg war wichtig fürs Gemüt. Darüber gab es nach dem Spiel keine Zweifel. Erleichterung war in der Halle spürbar und auch sichtbar nach dem 82:73-Erfolg des TV Ibbenbüren gegen Fast-Break Leverkusen. Vor allem die Spieler versprühten gelöste Stimmung. Für die im Anschluss folgende Weihnachtsfeier sorgte der erste Sieg nach vier Niederlagen am Stück in der Basketball-Regionalliga für die richtige Grundlage der Feierlaune.

Nichtsdestotrotz ist die sportliche Krise mit einem einzigen Erfolg nicht vollends weggewischt. Das wurde am Samstagabend ebenso klar. Zunächst steht am Dienstagabend in Herten (20 Uhr) noch das Achtelfinale im WBV-Pokal auf dem Programm. Zudem war der Erfolg gegen Leverkusen kein 40-minütiges spielerisches Glanzlicht, was allerdings auch nicht zu erwarten war nach so einer schwierigen Phase. Und drittens sagte Manager Tobias Hülsmeier : „Nach dem Pokalspiel geht es in die dringend notwendige Pause.“ Häufiger in den vergangenen Wochen kündigte Hülsmeier an, um Weihnachten herum mögliche Veränderungen in der Mannschaft vorzunehmen.

TVI-Coach Christian Beuing stellte nach dem Spiel die positiven Aspekte in den Vordergrund. Konstanz war seit Saisonbeginn das Stichwort. Oft gaben einzelne Viertel den Ausschlag über Siege und vor allem Niederlagen. Gegen Leverkusen zeigte sich der TVI da leicht verbessert. „Es war noch nicht konstant, aber es war konstanter als in den letzten Wochen. Wir müssen dran arbeiten, dass es noch besser wird“, sagt Beuing. Lobend erwähnte er das 4. Viertel, in dem es der TVI schaffte, den Vorsprung, den er sich immer mal wieder über die Partie hinweg herausspielte, aber immer wieder abgab, auszubauen. „Da hatten wir einen sehr guten Lauf, verteidigen gut und treffen vorne gute Entscheidungen“, so Beuing.

Für ihn war es wichtig, den Bock umzustoßen. „So doof es sich auch anhört“, weiß Beuing, dass er hier eine Floskel bemüht. Das Positive aus diesem Sieg möchte er mitnehmen ins Training zwischen den Jahren bis zum ersten Heimspiel 2019, am 5. Januar gegen die Hertener Löwen. „Wir wollen dann zeigen, dass wir eine richtig, richtig gute Mannschaft sind und sie schlagen können“, so Beuing.

Er wird dann auch auf die Qualitäten von Romello Steffen setzen. Steffen spielte am Samstag die zweite Halbzeit durch, war defensiv ein Paradebeispiel. Er war immer bissig, giftig, nervig. Niemand will einen solchen einen Gegenspieler haben. „Was er an Speed aufs Feld bringt, begeistert jeden Zuschauer. Sieben Ballgewinne sind eine sensationelle Quote. Solche Spieler brauch man in Spielen, wo es spielerisch nicht 100-prozentig läuft“, lobte Coach Beuing seinen Rastelli. Auch Thies Fischer und Tobias Hülsmeier als Aushilfe bekamen Lob. „Thies entlastet die Großen, spielt 16 Minuten mit fünf Fouls. ‚Diesel‘ hat fünf wichtige Minuten gespielt gegen ein körperlich so starkes Team“, so Beuing. Grundsätzlich sei es wichtig, dass jeder Spieler die Aufgaben erfülle, die er von den Coaches bekomme, sagt Beuing. „Dann sind wir auch gut.“

Genaue Aufgaben wird er sich auch für Dienstagabend überlegen. Vor allem personaltechnisch wird es kompliziert. Jan Treichel, Florian Avermann, Thies Fischer und Lennart Sommerhage fehlen definitiv. Weitere Spieler sind fraglich, wer aus der Zweiten aushelfen kann, entscheidet sich kurzfristig. „Kurz zusammengefasst: Es sieht bescheiden aus“, sagt Beuing, kündigt aber auch an: „Wir wollen weiterkommen, das ist ein 100-Prozent-Spiel für uns.“

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