Fußball: 3. Liga
VfL Osnabrück zu Gast bei 1860 München

Osnabrück -

Das 15. Spiel in Folge ohne Niederlage überstehen und auswärts weiter ungeschlagen bleiben, das ist das Ziel des VfL Osnabrück. Die Lila-Weißen sind am Samstag zu Gast bei 1860 München und wollen die Tabellenspitze in der 3. Liga verteidigen.

Freitag, 01.02.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 02.02.2019, 16:40 Uhr
Mit dem gleichen Elan wie im Spiel gegen SV Meppen wollen Anas Ouahim und der VfL auch bei 1860 München zu werke gehen und mindestens einen Punkt einsacken.
Mit dem gleichen Elan wie im Spiel gegen SV Meppen wollen Anas Ouahim und der VfL auch bei 1860 München zu werke gehen und mindestens einen Punkt einsacken. Foto: Tobias Mönninghoff

Wenn der VfL an diesem Samstag (14 Uhr) im legendären Stadion an der Grünwalder Straße gegen den TSV 1860 München antritt, dann werden die Osnabrücker sicher nicht von so vielen Anhängern begleitet wie einst im Mai 2008. In Bayerns Landeshauptstadt wird dennoch reichlich lila-weiße Atmosphäre herrschen.

Zugegeben, der Vergleich mit 2008 hinkt ein wenig. Vor elf Jahren spielten die „Löwen“ und der VfL in der 2. Bundesliga. Damals im Mai nutzten mehr als 7000 Osnabrücker Anhänger das Pfingstwochenende, um einen Kurzurlaub in München mit dem Besuch des VfL-Spiels zu verbinden. Am 11. Mai 2008 empfing 1860 den VfL noch in der großen Allianz Arena. Vor 32 000 Zuschauern erkämpfte sich der VfL ein wichtiges 1:1 im Abstiegskampf.

Die mehr als 7000 Anhänger präsentierten sich seinerzeit erstligareif. Alles in lila-weißen Händen – am Odeonsplatz, am Stachus, im Hofbräuhaus oder im Englischen Garten. Und gesanglich ließen die Flachlandtiroler den Bayern auch keine Chance: In einem Biergarten kapitulierte sogar eine Blaskapelle und brach ihren Auftritt ab.

Biergarten-Wetter ist an diesem Wochenende nicht zu erwarten – und weil die „Löwen“ mittlerweile ja wieder im Stadion an der Grünwalder Straße spielen, müssen sich die Gastgeber mit einer Zuschauerkapazität von 15 000 begnügen, was sich natürlich auch auf das Ticket-Kontingent für die Gastmannschaft auswirkt. Dennoch dürften diesmal trotzdem rund 2000 Osnabrücker Anhänger den Spitzenreiter der 3. Liga nach München begleiten.

Die Mannschaft hat bereits am Donnerstag die „Mission München“ gestartet – und reiste damit wie im Dezember vor dem Spiel in Unterhaching einen Tag früher als üblich an. Am Freitagmittag stand eine Trainingseinheit auf einem Kunstrasenplatz in Oberhaching auf dem Programm. VfL-Coach Daniel Thioune nahm übrigens 19 Profis mit, von denen vor dem Spiel noch einer in den sauren Apfel beißen muss, weil er aus dem Kader gestrichen wird. Wer? „Das erfahren erst meine Spieler am Samstag“, so Thioune. Alexander Riemann, Kamer Krasniqi und Tim Möller blieben in Osnabrück.

Wie üblich nimmt Thioune die Statistik zum Spiel mit einem Lächeln zur Kenntnis. „Wir haben Bock darauf, unsere Serie auszubauen“, sagt der Coach zu der Tatsache, dass der VfL bislang nicht bei 1860 München gewinnen konnte (vier Spiele – drei Unentschieden, eine Niederlage). Wenn der VfL die von Thioune erwähnte Serie ausbaut, wäre er bei einem Remis oder Sieg nicht nur auswärts weiter ungeschlagen, sondern auch 15 Spiele in Folge ohne Niederlage. Zu erwarten ist im Großen und Ganzen die gleiche Startelf wie gegen SV Meppen. Für eine Überraschung ist Daniel Thioune allerdings immer gut.

So könnten sie spielen:

TSV 1860 München : Hiller - F. Weber, Berzel, Si. Lorenz - H. Paul, Wein, Moll, Steinhart - Owusu, Mölders, Karger.

VfL Osnabrück : Körber - Renneke, Susac, Trapp, Engel - Blacha, U. Taffertshofer - Heider, Ouahim, Farrona Pulido - Girth.

Anstoß: Samstag, 14 Uhr, Stadion an der Grünwalder Straße

Schiedsrichter: Patrick Alt (33, Heusweiler)

VfL-Gelbsperren drohen: Engel (4), Blacha (4), Farrona Pulido (4), Heider (4).

Nächstes VfL-Spiel : Freitag, 9. Februar (19 Uhr Bremer Brücke), gegen SG Sonnenhof Großaspach.

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