Fußball: Bezirksliga
DJK-Nomaden empfangen fitten SCP

Ibbenbüren/Lengerich -

Es bleibt nichts anderes übrig, als davon auszugehen, dass die Partie ausgetragen wird. Am Sonntag soll das TE-Derby der Fußball-Bezirksliga zwischen Arminia Ibbenbüren und dem SC Preußen Lengerich um 15 Uhr im Sportzentrum Schierloh angepfiffen werden. Dort, wo die heimische DJK in der Wintervorbereitung nicht einmal auf einem Rasenplatz trainiert hat.

Freitag, 08.02.2019, 18:00 Uhr
Lansana Kaba (links) war in den letzten Spielen meist ein Aktivposten beim Tabellenschlusslicht. Bei Arminia Ibbenbüren wollen die Lengericher Preußen endlich wieder die Kurve kriegen.
Lansana Kaba (links) war in den letzten Spielen meist ein Aktivposten beim Tabellenschlusslicht. Bei Arminia Ibbenbüren wollen die Lengericher Preußen endlich wieder die Kurve kriegen. Foto: Uwe Wolter

„Wir sind Fußballnomaden“, sagt Arminias Trainer Hubertus Ahmann mit ein wenig Galgenhumor, aber auch nicht allzu viel Verzweiflung. Man kennt es eben in Schierloh. Die DJK hat an der Werthmühle auf Asche trainiert, auch mal in Laggenbeck auf dem kleinen Kunstrasenstück, oder bei der ISV auf gleichem Untergrund. „Dafür wollen wir uns auch bedanken, dass das möglich ist, deswegen wollen wir uns nicht beschweren, auch wenn es im heimischen schöner ist, zu trainieren“, sagt Ahmann. Deshalb vermutet er seine Mannschaft auch „fußballerisch rund eine Woche hinterher“.

Was die Wintervorbereitung angeht, so ist Lengerichs Trainer Pascal Heemann allerdings auch nicht deutlich positiver eingestellt. Auch wenn die Lengericher in der vergangenen Woche schon ihr erstes Pflichtspiel des Jahres bestritten haben (1:4 bei Vorwärts Wettringen), setzt Heemann auf die Fitness seiner Truppe und auf „das fußballerische ABC, das sie eh draufhaben“. Spieltaktisch sei nun einmal im Winter nichts einzustudieren gewesen.

In den Testspielen und auch in Wettringen in der vergangenen Woche habe seine Mannschaft gute Ansätze gezeigt, sagt Heemann. Allerdings sei zu erkennen gewesen, dass der SCP sich nach dem 1:2 ängstlich präsentierte. „Es geht zwar ums Überleben in der Liga, aber wenn das nicht klappt, geht ja die Welt nicht unter“, will Heemann die Situation nicht zu hoch hängen. „Wir müssen diese Angst aus den Köpfen rauskriegen.“ Und weil sie eher auf sich selbst schauen müssen, beschäftigen sich die Lengericher auch nicht zu sehr mit dem Gegner.

Personell hat der SCP keine Sorgen, abgesehen davon, was eventuell grippetechnisch noch bis Sonntag passieren könnte. Bei den Arminen sieht das anders aus: Mergim Selimi und Stefan Drieschner fallen länger aus, Frederic Ruwe ist noch angeschlagen, Marcel Walsch ist zwar wieder im Training, aber noch ohne Spielpraxis. „Wir wollen direkt in die Spur kommen und Lengerich auf Distanz halten“, sagt DJK-Coach Hubertus Ahmann.  

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