Fußball: 3. Liga
VfL Osnabrück siegt 3:0 und holt sich Platz eins zurück

Osnabrück -

Das waren lila-weiße Fußballgrüße nach Karlsruhe: 19 Stunden, nach der VfL Osnabrück die Tabellenführung in der 3. Liga an den KSC (3:1 in Uerdingen) verloren hatte, eroberte sich die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune die Spitzenposition durch einen überzeugenden und vollauf verdienten 3:0-Sieg gegen den FSV Zwickau zurück.

Samstag, 09.03.2019, 18:11 Uhr
Marc Heider (rechts) musste schon nach 20 Minuten verletzt runter. Dennoch gewann der VfL Osnabrück am Ende mit 3:0 gegen den FSV Zwickau.
Marc Heider (rechts) musste schon nach 20 Minuten verletzt runter. Dennoch gewann der VfL Osnabrück am Ende mit 3:0 gegen den FSV Zwickau. Foto: Tobias Mönninghoff

9359 Zuschauer feierten bei Regen- und Hagelschauern ihr Team für einen konzentrierten, spielfreudigen Auftritt. Kämpferisch und spielerisch, vor allem aber als Mannschaft überzeugend, beherrschte der VfL die Partie und hätte höher gewonnen, wenn der Zwickauer Torwart Brinkies nicht in überragender Form gewesen wäre.

In der Tabelle hat der Spitzenreiter wieder drei Punkte Vorsprung vor dem KSC und die um einen Treffer bessere Tordifferenz. Der Abstand auf Platz drei beträgt neun Zähler; allerdings kann der Hallesche FC am Sonntag im Spiel beim VfR Aalen noch verkürzen.

Beide Trainer änderten ihre Startformation auf drei Positionen; dabei musste sowohl Thioune als auch Enochs auf einen Abwehrspieler wegen einer Gelbsperre ersetzen. Beim VfL fehlte Engel, beim FSV Wachsmuth. Im Vergleich zum 1:2 in Karlsruhe standen beim VfL Marcos Alvarez (erstmals nach drei Einsätzen als Reservist), Manuel Farrona Pulido (als Linksverteidiger) und Luca Pfeiffer (als Zentrumsstürmer) neu in der Startelf; raus mussten die Winter-Transfers Benjamin Girth (erstmals) und Thomas Konrad. Zwickau verzichtete auf Miatke und Lauberbach; neu im Team waren Barylla, Frick und Kartalis.

Erstmals seit seiner Entlassung am 4. Oktober 2017 und nach zuvor 22 Jahren in Diensten des VfL kam Joe Enochs als Gegner zur Bremer Brücke. „Ich weiß nicht, wie ich empfangen werde“, hatte die VfL-Legende ein paar Tage vor dem Spiel gesagt. Es kam, wie es kommen musste: Der populäre VfL-Rekordspieler wurde von freundlichen Worten des Stadionsprechers Carsten Thye und herzlichem, anhaltenden Applaus der Zuschauer empfangen.

Nach zähem Beginn erhöhte der VfL den ersten Druck und kam zu ersten Möglichkeiten, musste dann aber das Ausscheiden von Marc Heider verkraften. Der Kapitän hatte mit höchstem Einsatz versucht, eine Linksflanke über die Linie zu drücken und war dabei mit Torwart Brinkies zusammengeprallt. Heider versuchte, weiterzuspielen, musste dann aber mit einer Verletzung am linken Spunggelenk nach 19 Minuten aufgeben. Für ihn kam Steffen Tigges, der Farrona Pulido als Linksverteidiger ablöste; MFP rückte in die offensive Rolle auf der Seite.

Tigges und Farrona Pulido mischten die rechte Abwehrseite der Zwickauer auf; in der 21. Minute bescherte eine schönes Zusammenspiel der beiden dem VfL eine Doppelchance: Erst scheiterte Pfeiffer mit einem Linksschuss an Brinkies, der dann auch noch den platzierten Nachschuss von Alvarez aus dem kurzen Eck kratzte. Kurz danach zeichnete sich der Zwickauer Schlussmann bei einem 22-Meter-Hammer von Taffertshofer aus (25.).

Zwei große Auftritte von Alvarez – zwei Tore für den VfL

Dann kamen zwei große Auftritte von Marcos Alvarez, der nach drei Spielen als Einwechselspieler vor Ehrgeiz und Spielfreude sprühte und dafür sorgte, dass der VfL mit einer verdienten Führung in die Pause ging. Seinen 35-Meter-Schuss nach einem indirekten Freistoß – ein Aufsetzer mit Effet und Härte – konnte Brinkies noch abwehren, doch im Nachschuss traf Maurice Trapp (31.). Der VfL blieb am Drücker, das 2:0 war die logische Folge. Nach einer Balleroberung von Taffertshofer im eigenen Strafraum kam Alvarez in der VfL-Hälfte an den Ball und schaltete blitzschnell: Sein Pass über 50 Meter in den Lauf von Amenyido war ein fußballerisches Glanzstück. Das krönte der 21-Jährige Stürmer mit einem platzierten Schuss zum 2:0 (41.).

Der VfL hielt das Tempo auch nach der Pause hoch und kam rasch zum 3:0. Einen Freistoß am rechten Strafraumeck führte – nein, nicht Alvarez – sondern Trapp aus, der über vergleichbare Qualitäten als Kunstschütze verfügt. Er drehte den Ball perfekt in den Winkel des kurzen Ecks – bereits der vierte Saisontreffer für den herausragenden Innenverteidiger (53.).

Damit war die Partie entschieden, doch der VfL hatte weitere Treffer auf den Füßen. Doch die Konzentration ließ ein bisschen nach, doch das trübte die Begeisterung der Zuschauer nicht. Am Dienstag geht die englische Woche mit der Partie bei Fortuna Köln (2:1-Sieg bei den Sportfreunden Lotte) weiter, am nächsten Samstag gastiert der FC Carl Zeiss Jena an der Bremer Brücke.

VfL Osnabrück : Körber – Ajdini, Susac, Trapp, Farona Pullido – Blacha (74. Danneberg), Taffertshofer – Amenydio – Alvarez (67. Klaas), Pfeiffer, Heider (20. Tigges).

FSV Zwickau: Brinkies – Antonitsch, Reinhardt (64. Hoffmann), Gaul – Barylla, Frick, Könnecke (46. Lange), Kartalis – Bonga – Schröter (84. Gaines), König.

Wechsel: 46. Lange für Könnecke, 64. Hoffmann für Reinhardt, 84. Gaines für Schröter

Tore: 1:0 Trapp (31.), 2:0 Amenyido (41.), 3:0 Trapp (53.) - Gelbe Karten: Amenyido / Reinhardt, Antonitsch, Barylla

Schiedsrichter: Mitja Stegemann – Zuschauer: 9359.

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