Basketball: 1. Regionalliga West
TV Ibbenbüren findet über den Kampf ins Spiel

Ibbenbüren -

Die Verlängerung hätte es gar nicht unbedingt gebraucht, am Ende stand aber der Sieg da für die Regionalliga-Basketballer des TV Ibbenbüren. Die Beuing-Fünf schlug den SVD Dortmund 95:89.

Sonntag, 17.03.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 17.03.2019, 20:33 Uhr
Spielte 30 Minuten und traf wichtige Dreier: TVI-Eigengewächs Kai Patte.
Spielte 30 Minuten und markierte wichtige Dreier: TVI-Eigengewächs Kai Patte. Foto: Jan Kappelhoff

Es brauchte die Verlängerung, um eine Entscheidung herbeizuführen. Das bessere Ende hatte der TVI für sich. Die Regionalliga-Basketballer aus Ibbenbüren besiegten am Samstagabend vor rund 600 Zuschauern in der Halle Ost den SVD Dortmund mit 95:89. Sie beendeten damit ihre kleine Durststrecke von drei Pflichtspielniederlagen am Stück.

„Über den Kampf kommen, sich auf jeden Ball schmeißen, jeder fightet fürs Team.“ Das, so sagte es TVI-Coach Christian Beuing , habe sich die Heimmannschaft vor der Partie vorgenommen. Das Problem dabei war: Sein Team rief das erst ab der zweiten Halbzeit ab. In den ersten 20 Minuten mussten die Spieler sich offenbar erst finden, aufgrund der vielen Ausfälle (Fumey, Boahene, Avermann, Tahraoui) wurde viel durcheinander gewürfelt. Man könnte allerdings auch sagen, dass der TVI nicht die richtige Einstellung an den Tag gelegt hat.

Daher sind die ersten beiden Viertel auch recht schnell erzählt. Ibbenbüren war offensiv viel zu harmlos und defensiv zu lieb. Dortmund durfte schalten und walten, erzielte allein im ersten Viertel 28 Punkte und bis zur Halbzeit 51. Sie traten dabei in der Halle Ost eher wie Heimmannschaft auf. Nach dem ganz schwachen ersten Viertel (16 Punkte) fing sich der TVI danach bis zum 40:51-Halbzeitstand nur offensiv ein wenig. In der Pause, die der TVI verhältnismäßig lange in der Kabine verbrachte, musste Beuing noch einmal nachjustieren.

Der war am Samstag nicht nur Manager, sondern aufgrund der Ausfälle auf den großen Positionen auch mal wieder Spieler. Zusammen mit den anderen beiden Ur-Ibbenbürenern Thies Fischer und Kai Patte drückte Hülsmeier in Durchgang zwei dem Spiel seinen Stempel auf. Verwunderlich war es nicht, dass allen voran diese drei die richtige kämpferische Mentalität in die Partei brachten. Nach dem dritten Viertel war das Heimteam beim 57:63 bis auf sechs Zähler dran. Der erste Ausgleich war das 66:66 5:45 Minuten vor dem Ende. Als noch 3:20 Minuten zu spielen waren ging Ibbenbüren erstmal in Führung (72:70).

Spätestens da hat auch das Publikum gemerkt, dass der TVI Unterstützung brauchte. Das Momentum war aufseiten der Gastgeber, Dortmund zeigte Nerven. Vier Sekunden waren noch zu spielen, als der TVI mit zwei Punkten Vorsprung (78:76) in Ballbesitz kam. Doch es durfte noch ein bisschen Drama sein. Romello Steffen leistete sich einen unnötigen Ballverlust, Dortmunds Aaron Bowser zog zwei Freiwürfe und traf beide.

„In der Verlängerung haben wir das Spiel mit Willen gewonnen“, fand Tobias Hülsmeier. Aber es war auch die Qualität des TVI, die sich dann durchsetzte. Kai Patte und zwei Mal Denzel Johnson trafen von jenseits der Dreierlinie und erspielten ihrem Team so den Vorsprung, den es bis zum 95:89 ins Ziel brachte. „Wir haben es uns endlich mal clever nicht nehmen lassen“, resümierte Christian Beuing. Zum Schluss forderte der Manager trotz des Sieges noch: „Wir müssen ab nächster Woche wieder disziplinierter trainieren und spielen.“

TV Ibbenbüren: Johnson (31 Punkte / 11 Rebounds), Zemhoute (16 / 11), Steffen (14), Patte (11), Hülsmeier (9), Fischer (6), Dolkemeyer (4), Treichel (4), Wilken, Höltken.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6476953?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35348%2F
WWU Baskets flambieren auch die Bayern-Talente
Wild entschlossen: Münsters Kai Hänig
Nachrichten-Ticker