Fußball: Interview mit Lengerichs Kapitän Sascha Höwing
„Bis zum Schluss daran glauben“

Lengerich -

Der SC Preußen Lengerich hat sich in der Fußball-Bezirksliga seinem Schicksal noch längst nicht ergeben. Der 3:2-Sieg, in letzter Minute zustande gekommen, am Sonntag in Emsdetten lässt den Preußen noch alle Chancen auf den Klassenerhalt. Noch sind elf Spiele bis zum Saisonschluss am 26. Mai zu absolvieren. Mit der Situation beim SCP sprach unser Mitarbeiter Uwe Wolter mit Lengerichs Mannschaftskapitän Sascha Höwing.

Mittwoch, 20.03.2019, 19:00 Uhr
An Routinier und Mannschaftskapitän Sascha Höwing können sich die jungen Spieler des SC Preußen aufrichten. Wenn es sein muss, hat er immer nützliche Tipps parat.
An Routinier und Mannschaftskapitän Sascha Höwing können sich die jungen Spieler des SC Preußen aufrichten. Wenn es sein muss, hat er immer nützliche Tipps parat. Foto: Alfred Stegemann

So langsam entwickeln sich die Preußen zum „Last-Minute-Spezialisten“. Am vergangenen Sonntag beim 3:2 in Emsdetten, davor schon gegen BW Aasee . Ist das einfach der absolute Siegeswille?

Sascha Höwing : Ja, so würde ich es sagen, denn jeder weiß, was die Stunde geschlagen hat. Ein Spiel dauert nun mal 90 Minuten plus x. Wie und wie hoch wir gewinnen, das ist uns eigentlich relativ egal. Hauptsache wir haben den Sieg auf der Habenseite, denn es zählt halt jeder Punkt. Wir müssen nur bis zum Schluss daran glauben.

Hättet ihr in Emsdetten verloren, wäre der Abstand auf zehn oder elf Punkte angewachsen, der Klassenerhalt wäre wohl endgültig in weite Ferne gerückt. Hast ihr daran einen Gedanken verschwendet?

Höwing: Nein, die Tabelle interessiert mich eigentlich gar nicht. In der vergangenen Saison waren nie auf einem Abstiegsplatz, außer am letzten Spieltag. Danach kann man halt keine Punkte mehr holen.

Lengerich hat in 2019 vier Spiele bestritten. In denen gab es sieben Punkte. Das ist doch eine sehr gute Ausbeute?

Höwing: Ja, zumal wir eine katastrophale Vorbereitung hatten. Wir haben keinen Kunstrasen, der kommt ja jetzt zum Glück. Wir wussten, dass die ersten Spiele sehr wichtig für uns sind, weil es teilweise gegen direkte Konkurrenten ging. Vergangenen Donnerstag hatten wir uns noch einmal zusammengesetzt und haben uns eingeschworen. Wir haben uns gesagt, wir können die Saison so zu Ende laufen lassen und steigen sang- und klanglos ab, oder reißen uns noch einmal so den Arsch auf, so dass wir, wenn es nicht reichen sollte, nichts vorzuwerfen haben.

Der Trainer sagt oft, Mannschaften aus dem oberen Bereich liegen Euch besser, weil sie Fußball spielen wollen. Sehen Sie das ähnlich?

Höwing: Ja, definitiv. Aber so viele sind das je nicht, denn etwa elf Mannschaften gehören ja zur Abstiegszone. Aber es ist in der Tat so. Das war auch in der Hinserie so, wie zum Beispiel beim 2:2 gegen Wilmsberg.

Am kommenden Sonntag kommt der TuS Recke. Das Hinspiel habt ihr knapp 1:2 verloren, im Pokal gab es in Lengerich eine ordentliche Schlappe. Da ist doch noch eine Rechnung offen?

Höwing: Auf jedem Fall, wobei man das Pokalspiel ausklammern kann. Da haben wir auch nicht mit voller Kapelle gespielt. Von mir aus darf Recke gerne den Pokalsieg am 30. Mai hier feiern, wenn wir dann am Sonntag die drei Punkte holen. Dann ist alles gut.

Sie sind nicht nur Kapitän, sondern als spielender Co-Trainer auch der verlängerte Arm des Trainers auf dem Platz. Was können Sie der Mannschaft mitgeben?

Höwing: Wir haben ja auch noch Jörg Sprehe dabei. Die Mannschaft ist halt sehr jung. Ich stelle mich da jetzt nicht hin und sage den Jungs, ihr müsst das so und so machen. Ich fühle mich immer noch als Spieler, aber ich weiß auch, dass ich der älteste in der Mannschaft bin. Jugend ist nicht gleich Senioren, von daher sind nützliche Tipps sicher angebracht. Ob diese von mir kommen oder von Martin Fleige, der auch viel Erfahrung hat, ist völlig egal. Die Jungen machen es jetzt auf jedem Fall deutlich besser als noch in der Hinrunde.

Zur Lage in der Bezirksliga. Da ist unten noch alles eng beisammen. Das wird ein Kampf bis zum letzten Spieltag, oder?

Höwing: Ja, wenn wir am Ende des letzten Spieltages über den Strich sind, ist alles gut, zumal wir auch zwei Heimspiele am Schluss haben, wäre es schön, wenn wir dieses Jahr am letzten Spieltag den Klassenerhalt feiern können. Es ist alles so eng, da kann ein Punkt schon entscheidend sein.

Damit erübrigt sich eigentlich schon die letzte Frage. Wo stehen die Preußen am 26. Mai – über oder unter dem Strich?

Höwing: Ganz klar über dem Strich.

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