Fußball: 3. Liga
0:1 gegen Braunschweig: Für SF Lotte wird es eng

Lotte -

Für die Sportfreunde Lotte wird es im Abstiegskampf der 3. Liga immer enger. Am Sonntag mussten sie sich mit 0:1 gegen Eintracht Braunschweig geschlagen geben. Die Niederlage geht nach einer schwachen Leistung der Hausherren in Ordnung.

Sonntag, 24.03.2019, 15:55 Uhr
Sie können es nicht fassen: Toni Jovic, Felix Drinkuth und Tim Wendel (von links) verloren mit den Sportfreunden 0:1 gegen Eintracht Braunschweig.
Sie können es nicht fassen: Toni Jovic, Felix Drinkuth und Tim Wendel (von links) verloren mit den Sportfreunden 0:1 gegen Eintracht Braunschweig. Foto: Frank Diederich

Während die Eintracht in der erwarteten Aufstellung begann, hatte SFL-Trainer Nils Drube einige Überraschungen im Köcher. Der gelb-rot-gesperrte Matthias Rahn musste ersetzt werden. Sein logischer Vertreter Thomas Blomeyer saß jedoch auf der Bank. Dafür rückte Lars Dietz in die Innenverteidigung und absolvierte damit seinen ersten Startelfeinsatz nach überstandener Verletzung. Überraschend saßen auch Jeron Al-Hazaimeh und Maximilian Oesterhelweg auf der Bank. Dafür übernahm Sascha Härtel den Part als Linksverteidiger, Jaroslaw Lindner besetzte die Flügelposition.

Vielleicht lag es an den Umstellungen, in jedem Fall fand Lotte nur äußerst schwer ins Spiel, während die Gäste vom Anpfiff weg Druck machten. Die Blau-Gelben trumpften mit dem Selbstbewusstsein von zuletzt erreichten zwölf Punkten aus sechs Spielen auf und verzeichneten gleich einige hochkarätige Chancen. Gegen einen Kopfball von Robin Becker und einen Schuss des aus Büren stammenden Niko Kijewski ins kurze Eck war SFL-Keeper Steve Kroll jeweils glänzend auf dem Posten. In der 18. Minute verfehlte Manuel Janzer das Lotter Gehäuse nur um Zentimeter.

Den Sportfreunden fehlte es an Passgenauigkeit. So kamen sie kaum einmal gefährlich in die Box. Für halbwegs Gefahr sorgten sie allenthalben durch Standardsituationen. Doch auch die waren mitunter schlecht getimt. Zwar kämpften sich die Sportfreunde langsam aber sicher in die Partie, die erste Halbzeit ging dennoch an Eintracht Braunschweig . Da allerdings auch die Gäste in der Schlussphase des ersten Durchgangs den nötigen Zug zum Tor vermissen ließen, entwickelte sich eine äußerst zähe Partie.

Die Quittung für die enttäuschenden ersten 45 Minuten bekamen die Hausherren direkt nach Wiederbeginn. An der Strafraumgrenze ließ sich Alexander Langlitz zu einem überflüssigen Foul an Niko Kijewski hinreißen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Marc Pfitzner sicher.

Nun wachten die Sportfreunde und taten mehr für die Offensive. Fast wären sie nach einer guten Stunde belohnt worden. Nach einem Fehler von Steffen Nkansch tauchte Jaroslaw Lindner frei am Strafraum auf, wurde aber vom Braunschweiger Innenverteidiger gelegt. Klare Sache, Rote Karte. Die numerische Überlegenheit hielt aber nicht lange. Nur zehn Minuten später sah Patersson Chato nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte.

Auch in der Schlussphase gab es zu wenig Aufbäumen der Sportfreunde. So waren die Gäste dem 2:0 fast näher als die Sportfreunde dem Ausgleich.

SF Lotte : Kroll - Langlitz, Dietz (68. Wendel), Straith, Härtel - Karweina, Schulze, Chato, Lindner (78.Oesterhelweg) - Jovic (68. Drinkuth), Wegkamp.

Eintracht Braunschweig : Fejzic - Kessel, Nkansch, Becker, Kijewski - Nehring, Fürstner, Pfitzner (69. Memnz) - Bär (Otto), Hofmann, Janzer . (81. Feigenspann).

Tore: 0:1 (49., Pfitzner, FE). - Schiedsrichter : Steffen Brütting (Effeltrich) - Gelbe Karten : Pfitzner, Kessel. Rot : Nkansah (61., Notbremse). - Gelb-Rot : Chato (70., wiederholtes Foulspiel) - Zuschauer: 3776 (1738 Aus Braunschweig).

Trainerstimmen:

Andre Schubert (Eintracht Braunschweig): „Es war ein hart erkämpfter Sieg. Wir sind gut reingekommen, obwohl es auf dem Platz nicht ganz einfach war, weil einige Bälle versprungen sind. Wir hatten in den ersten 20 Minuten gleich einige gute Möglichkeiten. Dann kam Lotte besser auf. In der Halbzeit haben wir besprochen, dass wir nicht zu passiv werden wollen. Der Elfmeter kam uns entgegen. Mit dem 1:0 haben wir uns dann leichter getan. Vor der Roten Karte müssen wir den Ball natürlich besser klären. Danach haben wir alles versucht, den Vorsprung zu verteidigen. Aber es war ein schwer erkämpfter Sieg. Lotte hat nie aufgegeben.“

Nils Drube (SF Lotte): „Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Man hat der Mannschaft angemerkt, dass sie letzten zehn Tage nicht spurlos an der Mannschaft vorbei gegangen sind. Aber die Jungs haben sich ins Spiel reingekämpft und hatten dann Vorteile. Das 0:0 zur Pause war in Ordnung. Dann bekommen wir nach Wiederanpfiff mit dem Elfmeter einen Nackenschlag wie schon so häufig in der Vergangenheit. Es war danach dennoch einiges drin für uns, müssen die Niederlage aber jetzt akzeptieren und nach vorne schauen.“

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