0:1 gegen Eintracht Braunschweig
Sportfreunde rutschen immer weiter ab

Lotte -

Plötzlich sind es nur noch zwei. Ganz zwei Punkte trennen die Sportfreunde Lotte nur noch vom ersten Abstiegsplatz der 3. Liga. „Ich habe immer gesagt, dass es ein Kampf bis zum letzten Spieltag wird“, betonte SFL-Trainer Nils Drube in der Pressekonferenz nach dem Spiel am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig. Damit hat der Coach unweigerlich Recht. Fraglich ist allerdings, ob die Blau-Weißen diesen Kampf werden bestehen können. Mit einer Leistung wie am Sonntag gewiss nicht. Kämpferisch konnte man den Hausherren keinen Vorwurf machen, bei der 0:1-Niederlage gegen die Löwen erspielten sich die Hausherren binnen 90 Minuten aber nicht eine zwingende Torchance.

Sonntag, 24.03.2019, 20:38 Uhr

Auch eine zehnminütige numerische Überlegenheit nutzte Lotte nicht. Nach einem Fehler von Steffen Nkansch tauchte Jaroslaw Lindner frei am Strafraum auf, wurde aber vom Braunschweiger Innenverteidiger gelegt. Klare Sache, Rote Karte. Wenig später sah jedoch auch Patterson Chato nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte. Damit fehlt er am 1. April im Derby beim VfL Osnabrück .

Den Sportfreunden fehlte es auf allerdings holprigem Untergrund an der Passgenauigkeit. So kamen sie kaum einmal gefährlich in die Box. Für halbwegs Gefahr sorgten sie allenthalben durch Standardsituationen. Doch auch die waren mitunter schlecht getimt. „Das ist sehr, sehr bitter“, fasste Kapitän Adam Straith zusammen. „Wir haben uns zu Beginn schwer getan, waren dann ganz gut drin im Spiel. Aber wie in den letzten Wochen mussten wir wieder eine entscheidende Szene gegen uns hinnehmen.“

Die entscheidende Szene war ein berechtigter Foulelfmeter für Braunschweig in der 48. Minute. An der Strafraumgrenze ließ sich Alexander Langlitz zu einem überflüssigen Foul an Niko Kijewski hinreißen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Marc Pfitzner sicher zum entscheidenden 1:0.

Kijewski dürfte am Ende der einzige glückliche Lotter gewesen. Der Linksverteidiger der Braunschweiger ist in Büren aufgewachsen, hat beim damaligen VfL das Fußball-ABC gelernt und kam über den VfL Osnabrück zu den Braunschweigern. „Der Sieg ist verdient“, meinte Kijewski, der am Donnerstag 23 Jahre wird. „Es war für mich schon ein besonderes Spiel, da ich ja nur wenige Kilometer vom Stadion aufgewachsen bin, meine Eltern noch hier wohnen und viele Freunde im Stadion waren. Gerne hätte ich natürlich ein Tor erzielt, aber so ist es auch in Ordnung. In einem wirklich kampfbetonten Spiel haben wir bestanden.“

Mit drei Umstellungen legten die Sportfreunde los. Der wieder genesene Lars Dietz spielte für den gesperrten Matthias Rahn in der Innenverteidigung, Sascha Härtel für Jeron Al-Hazaimeh links in der Viererkette und Jaroslaw Lindner, der laut Nils Drube eine überragende Trainingswoche hinter sich hat, auf dem Flügel für Mx Oesterhelweg. Die Sportfreunde fanden nur schwer in die Partie. Nach Chancen von Robin Becker und Niko Kijewski, die jeweils SFL-Keeper Steve Kroll zunichte machte (6.), und einem Schuss von Manuel Janzer (18.), der das Lotter Gehäuse um Zentimeter verfehlte, hätten die Sportfreunde gut und gerne zurückliegen können. Mit zunehmender Dauer bissen sie sich zwar in die Partie hinein und übernahmen die Spielkontrolle, zu Chancen kamen sie aber nicht. Das änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht. Nach dem 0:1-Rückstand machten die Hausherren zwar mehr Druck und kamen insbesondere nach den beiden Platzverweisen häufiger in die Box, Braunschweig verteidigte aber gut und ließ nicht mehr wirklich etwas zu.

„Dabei stimmte unsere Einstellung, wir haben auch viele Dinge umgesetzt, die die Trainer vorgegeben haben“, erklärte Steve Kroll. „Aber wir hatten einfach das Glück nicht auf unserer Seite.“ Sich selbst und der Mannschaft Mut mach Lars Dietz: „Wir befinden uns in einer schwierigen Situation, das ist richtig. Aber wir haben das Zeug, den Klassenerhalt zu schaffen. Und da bin ich ganz zuversichtlich.“

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