Fußball: 3. Liga
VfL reist mit über 3000 Fans zum Auswärtsspiel

Osnabrück -

Wenn es um das Geheimnis der Stärke des VfL Osnabrück geht, wird immer wieder der breite, ausgeglichene Kader genannt, insbesondere die mannschaftliche Geschlossenheit. Solch ein Zusammengehörigkeitsgefühl muss wachsen. Das ist klar. Wenn es aber so etwas wie die Geburtsstunde dafür geben sollte, dann könnte das am 5. November vergangenen Jahres gewesen sein.

Freitag, 12.04.2019, 16:06 Uhr aktualisiert: 13.04.2019, 16:32 Uhr
Ausgelassen war die Freude nach dem 2:1-Hinspielsieg beim 1:1-Torschützen Tim Danneberg (links) und Steffen Tigges. Morgen wollen die Osnabrücker wieder jubeln.
Ausgelassen war die Freude nach dem 2:1-Hinspielsieg beim 1:1-Torschützen Tim Danneberg (links) und Steffen Tigges. Morgen wollen die Osnabrücker wieder jubeln. Foto: Mareike Stratmann

An jenem Montagabend lag der VfL an der Bremer Brücke gegen den KFC Uerdingen lange Zeit zurück, ehe Tim Danneberg zum Ausgleich traf. Und dann war es Marcos Alvarez , der in der dritten Minute der Nachspielzeit per Handelfmeter den Siegtreffer setzte. Fortan kannten die Jubelarien keine Grenzen mehr. Spätestens da hatte der lila-weiße Anhang die letztjährige Katastrophensaison vergessen. Samstag, 14 Uhr, steht in der Duisburger Schau-ins-Land-Arena das Rückspiel an. Und wieder kann Großes passieren. Bei einem erneuten Sieg kann Osnabrück den Aufstieg so gut wie eintüten.

Mannschaft und Trainer befassen sich mit dieser Möglichkeit noch gar nicht. „Wir sind immer gut damit gefahren, uns nur auf das bevorstehende Spiel zu fokussieren. Alles andere können wir nicht beeinflussen“, sagt Daniel Thioune . Das Thema Aufstieg könne man zwar nicht ganz ausblenden, in den Mund nehmen mag das Wort aber auch niemand so wirklich. Noch nicht. Der Coach kann auf seinen besten Kader zurückgreifen und dürfte, wie er das in den vergangenen Wochen immer gemacht hat, wieder die eine oder andere Änderung vornehmen. Thioune weiß genau, dass er sich auf jeden einzelnen in seinem Kader verlassen kann.

Er weiß aber auch, dass da am Sonntag ein richtig dickes Brett zu bohren ist. Der KFC Uerdingen nimmt zwar in der Rückrunden-Tabelle noch immer den letzten Rang ein, feierte vergangene Woche mit dem 3:1 bei SF Lotte aber den ersten Sieg in diesem Jahr – und will nun nachlegen. Trainer Frank Heinemann, der den Posten am 16. März vom glücklosen Norbert Meier übernommen hat, ist überzeugt, dass bei seiner Elf nun der Bann gebrochen ist: „Es ist doch klar, dass eine Mannschaft nach so einer langen Negativserie nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt. Aber dieser Sieg in Lotte ist Gold wert und tut der Seele gut. Das war es, was wir brauchten.“ Nach ganz oben geht für die Krefelder nichts mehr, so weit wie möglich in der Tabelle klettern will die mit ehemaligen Bundesliga-Spielern gespickte Elf aber schon.

Allerdings fallen morgen zwei Stützen der Mannschaft aus. Mittelfeldspieler Adam Matuschyk und Stürmer Adriano Grimaldi zogen sich in Lotte einen Syndesmosebandriss zu und fallen bis Saisonende aus.

Über 3000 Osnabrücker Anhänger werden ihre Mannschaft nach Duisburg begleiten. Sie wollen im Auswärtsstadion für Heimspielatmosphäre sorgen. Mannschaft und Trainer zeigen sich ob dieser gewaltigen Unterstützung beeindruckt. „Ist doch klar“, verspricht Daniel Thioune, „dass wir da etwas zurückgeben wollen.“

KFC Uerdingen: Benz - Großkreutz, Maroh, Lukimya, Dorda - Konrad, Pflücke - Beister, Krempicki, Rodriguez - S. Aigner.

VfL Osnabrück: Körber - Ajdini, Susac, Trapp, Engel - U. Taffertshofer, Blacha - Amenyido, Alvarez, Heider - Pfeiffer.

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