Fußball: Saisonbilanz 3. Liga
Jubel beim VfL Osnabrück – Ernüchterung bei den Sportfreunden Lotte

Lotte/Osnabrück -

Unterschiedlicher hätte die Saison 2018/19 kaum verlaufen können für die Sportfreunde Lotte und den VfL Osnabrück in der 3. Liga. Gingen vor einem Jahr bei drei Absteigern Lotte als 16. und der VfL als 17. fast gleichauf durchs Ziel, trennen die beiden diesmal 17 Tabellenplätze und zwei Ligen.

Freitag, 24.05.2019, 18:23 Uhr aktualisiert: 24.05.2019, 18:30 Uhr
Während der VfL Osnabrück um David Blacha zum großen Sprung ansetzte, wurden die Sportfreunde Lotte um Jonas Hofmann (von links) Gerrit Wegkamp und Jeron Al-Hazaimeh (verdeckt) auf den harten Boden der Tatschen heruntergeholt.
Während der VfL Osnabrück um David Blacha zum großen Sprung ansetzte, wurden die Sportfreunde Lotte um Jonas Hofmann (von links) Gerrit Wegkamp und Jeron Al-Hazaimeh (verdeckt) auf den harten Boden der Tatschen heruntergeholt. Foto: Mrugalla

Wer diesen Ausgang in der 3. Liga vor einem Jahr prognostiziert hätte, der hätte viel Geld gewinnen können. Der VfL Osnabrück als 17. und die Sportfreunde Lotte als 16. hatten gerade eine heikle Saison hinter sich, waren mehr oder minder knapp dem Abstieg entronnen. Die Lila-Weißen verlängerten mit dem nicht unumstrittenen Trainer Daniel Thioune , während die Sportfreunde den vermeintlichen Heilsbringer Matthias Mauksch als neuen Trainer präsentierten. Lotte wollte auf dem „Erfolg“, die Saison vor dem großen VfL abgeschlossen zu haben, aufbauen und blickte nach oben. Osnabrück wollte nur nicht noch einmal ein solches Jahr des Grauens erleben.

Was aus den Wünschen geworden ist, lässt sich an der Tabelle ablesen. Daniel Thioune strafte alle Kritiker Lügen, formte trotz vieler Neuzugänge aus dem VfL ein absolutes Spitzenteam, kletterte am neunten Spieltag bereits auf den Spitzenplatz und gab den von einer einwöchigen Ausnahme abgesehen nicht mehr ab. Unter dem Strich steht der frühzeitige Aufstieg in die 2. Bundesliga und der souveräne Gewinn der Meisterschaft.

Und die Sportfreunde Lotte? Für sie steht nach dreijähriger Zugehörigkeit zur 3. Liga der Abstieg in die Regionalliga. Wie in der Saison zuvor standen vier Trainer am Führungsruder. Konstanz sieht anders aus. Nach dem Missverständnis mit Matthias Maucksch versuchten sich Klaus Bienemann als Interimscoach, das Trainerduo Nils Drube und Sven Hozjak sowie Ismail Atalan als Retter – letztlich ohne Erfolg. So vielversprechend es lange unter Drube/Hozjak gelaufen war, so sehr haben sie die Zeichen der Zeit verkannt und die falschen Schlüsse gezogen, so dass Atalan in seiner Amtszeit nicht mehr viel ausrichten konnte.

Besonders bitter: Während in den letzten zwölft Spielen alle Mannschaften aus dem Tabellenkeller zum Teil ordentlich zulegten, bauten die Sportfreunde immens ab und nehmen in diesem speziellen Ranking mit Abstand den letzten Platz ein. Das zeigt, wie sehr die Maschinerie ins Stocken geraten ist. Ein Grund dafür könnte fehlende Identifikation mit dem Verein gewesen sein. Die Fans hatten nicht umsonst den Eindruck, dass zuletzt eben nicht alle Spieler alles auch sich herausholten.

Größter Schwachpunkt war die Abteilung Attacke. Mit 31 Treffern schoss Lotte die wenigsten Tore aller Drittligisten. Diese Harmlosigkeit erklärt auch, warum in der Saisonschlussphase in zwölf Partien nur noch sechs Tore gelangen.

Insgesamt fielen in der abgelaufenen Saison 982 Treffer. Das ergibt ein Schnitt von 2,58 Tore pro Spiel. Der VfL (56 Treffer) weist einen Schnitt von 1,5 Toren, die Sportfreunde (31) von 0,8 auf. Auffällig an den verschiedenen Statistik-Tabellen ist, dass der VfL trotz aller Souveränität neben der Abschlusstabelle nur das Heim-Ranking anführt. Die Sportfreunde finden sich in der Hinrunden- (13.) und der Auswärtstabelle (10.) im Mittelfeld wieder.

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