Fußball: Kreispokal-Finale der Männer
ISV jubelt: Endlich Pokalsieger nach 3:2-Sieg über TuS Recke

Lengerich/Tecklenburger Land -

Nach einer souveränen 3:0-Halbzeitführung für die Ibbenbürener SV hätten wohl nicht mehr viele auf so einen spannenden Spielverlauf im Kreispokalfinale gegen den TuS Recke gesetzt. Der holte dennoch zum 2:3 auf und machte es richtig spannend.

Freitag, 31.05.2019, 14:24 Uhr aktualisiert: 31.05.2019, 17:06 Uhr
Die Ibbenbürener SV sicherte sich durch einen 3:2-Erfolg über TuS Recke den Kreispokal 2019.
Die Ibbenbürener SV sicherte sich durch einen 3:2-Erfolg über TuS Recke den Kreispokal 2019. Foto: Alfred Stegemann

Der Sieg ist unter dem Strich verdient, dennoch musste die Ibbenbürener SV bis zur 96. Minute zittern, ehe der Triumph im Kreispokal endgültig feststand. Mit 3:2 (3:0) setzte sich die ISV am Donnerstag im Finalgegner Liga-Konkurrent TuS Recke durch. Dabei sahen die über 800 Zuschauer zwei völlig verschiedene Halbzeiten. Zur Pause lagen die Ibbenbürener mit 3:0 vorn und kamen auch gut in Durchgang zwei. Mit dem 1:3 kippte die Partie. Nun spielte nur noch der TuS und war in der Schlussphase drauf und dran, den Ausgleich zu markieren.

Es entwickelte sich ein Krimi, der seinen Namen wahrlich verdient hatte. Für den TuS fand das Szenario kein gutes Ende, obwohl gut 500 Fans mitgereist waren und mit Pauken und Konfettiregen für ordentlich Stimmung im Stadion an der Münsterstraße sorgten.

Kreispokalfinale der Männer 2019

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  • Im Kreispokalfinale der Männer triumphierte am Donnerstag in Lengerich die Ibbenbürener SV mit 3:2 gegen Liga-Konkurrent TuS Recke. Foto: Alfred Stegemann
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  • Im Kreispokalfinale der Männer triumphierte am Donnerstag in Lengerich die Ibbenbürener SV mit 3:2 gegen Liga-Konkurrent TuS Recke. Foto: Alfred Stegemann

„Das war von uns eine katastrophale erste Halbzeit“, fasste Reckes Coach Marc Wiethölter passen zusammen. „In der Pause haben wir umgestellt, nach dem Seitenwechsel haben wir erheblich besser gespielt. Und wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, hätte sie noch ein bisschen länger gedauert.“

Überhaupt nicht einverstanden war er mit der Schiedsrichterleistung. „Zweieinhalb klare Strafstöße“ hätten seiner Mannschaft zugesprochen werden müssen, meinte er. Dem wollte auch ISV-Co-Trainer-Philipp Hölscher nicht widersprechen. „Da haben wir Glück gehabt“, äußert er. „Auch in der Schlussphase mussten wir einige Male durchpusten. Das waren sehr lange 20 Minuten. Insgesamt aber geht das Ergebnis in Ordnung. Nun können wir feiern.“

Das waren am Ende lange 20 Minuten, aber zum Finale gehört ja auch ein bisschen Drama

ISV-Co-Trainer Philip Hölscher

Die ISV war sofort drin im Spiel und ging schon in der vierten Minute durch Stefan Brink nach mustergültiger Vorarbeit von Gerrit Oberhaus und Steffen Büchter in Führung. Nach einer guten halben Stunde tankte sich Büchter erneut auf der linken Seite durch, bediente David Lindemann, der mit dem 2:0 abschloss. Als kurz vor der Pause Maurice Bischoff per Direktabnahme auf 3:0 erhöhte, die Ibbenbürener auch gut aus der Halbzeit kamen und gleich die erste Chance durch Steffen Büchter verzeichneten, gab keiner mehr einen Pfifferling auf den TuS.

Doch weit gefehlt. Als Dennis Sriskandarajah nach einer knappen Stunde aus kurzer Distanz auf 1:3 verkürzte, entwickelte sich ein ganz anderes Spiel. Hatte die ISV bis dahin wegen ihrer körperlichen Unterlegenheit in der Defensive gegen die wuchtigen Recker Angriffs-Cracks sehr hoch gestanden, drückten die die Ibbenbürener nun mit voller Wucht weiter zurück. Und schon hatte Recke ein klares Übergewicht. Per Fallrückzieher traf Sriskandarajah in der 64. Minute zum 2:3. Fortan ging es nur noch in eine Richtung. Es folgten zwei sehr strittige Szenen (Foul und Handspiel) im ISV-Strafraum. Hier hätte Schiedsrichter Markus Echelmeyer durchaus auf den Strafstoßpunkt zeigen können. Dann traf Dominik Pieper per Freistoß nur die Latte (80.). Wenig später parierte Keeper Bjarne Hallmann sensationell gegen einen Kopfball von Heeke. Dann klärte Kevin Hagemann einen erneuten Kopfball von Heeke auf der Linie. Der Ausgleich lag in der Luft, aber er fiel nicht. So konnte sie beginnen, die die Jubelarie der ISV.

TuS Recke: J. Sriskanda­rajah - Bruns (56. Brönstrup), Hatke, Stermann, T. Klostermann - Pieper, Büchter (76. Feldmann) - Eßlage (61. Strotmann) , Klostermann, D. Sriskandarajah - Heeke.

Ibbenbürener SV: Hallmann - C. Büchter, G. Oberhaus, L. Oberhaus, Bosse - Ma. Bischoff, Lindemann (69. Hagemann), Krüer (63. Pollok) , Börgel, St. Büchter - Brink (90. Mi. Bischoff).

Tore: 0:1 Brink (4.), 0:2 Lindemann (34.), 0:3 Ma. Bischoff (42.), 1:3, 2:3 D. Sriskandarajah (57., 64.).

Schiedsrichter : Markus Echelmeyer (Riesenbeck); Assistenten: Christian Mergenschröer, Ulrich Wessel.

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