Fußball: Regionalliga West
SF Lottes Leon Demaj erleidet Innenbandriss

Lotte -

Genug getestet, die Saison kann so langsam losgehen. Nach dem 1:0-Sieg der Sportfreunde Lotte am Sonntag anlässlich der offiziellen Saisoneröffnung geht es jetzt schnurstracks auf das erste Punktspiel zu. Am kommenden Sonntag empfangen die Männer von Trainer Ismail Atalan den Regionalliga-Aufsteiger TuS Haltern (14 Uhr) im heimischen Stadion.

Montag, 22.07.2019, 16:45 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 17:34 Uhr
Spieler, hier Torwart Alexander Eiban, der sich in Lotte schon richtig wohl fühlt, standen am Sonntag vor dem letzten Test den Fans Rede und Antwort.
Spieler, hier Torwart Alexander Eiban, der sich in Lotte schon richtig wohl fühlt, standen am Sonntag vor dem letzten Test den Fans Rede und Antwort. Foto: Frank Diederich

Die Vorbereitungsspiele haben die Sportfreunde überwiegend positiv gestaltet. In Acht Spielen gab es nur eine Niederlage und ein Remis. Gegen starke Gegner war Lotte dabei stets auf Augenhöhe. Die Leistung zuletzt am Sonntag macht Geschmack auf mehr. Dennoch gibt es noch ein paar Baustellen. Der Kader ist noch viel zu klein. Mit Leon Demaj fällt ein Neuzugang nun auch noch lange aus. „Er hat sich einen Innenbandriss im Knie zugezogen“, bestätigte SFL-Coach Atalan die schon am Sonntag befürchtete Diagnose. „Bei Langlitz muss man abwarten. Das scheint nicht so schlimm zu sein.“ Der Außenverteidiger musste am Sonntag nach einem Foul kurz nach der Pause verletzt ausgewechselt werden.

Leon Demaj

Leon Demaj Foto: Mrugalla

Dringend gesucht werden weitere Neuzugänge, denn mit Gastspielern kann ja kein Meisterschaftsspiel bestritten werden. Angesichts der verletzten Spieler (Jaroslaw Lindner und Erhan Yilmaz stehen gegen Haltern wohl auch noch nicht zu Verfügung) muss die Sportliche Leitung da wohl etwas mehr Gas geben, als ursprünglich geplant. Auch bei dem einen oder anderen Akteur, der offiziell zwar noch zum Kader gehört, gibt es noch Hängepartien. So fehlten am Sonntag Noah Awassi und Danny Breitfelder im Aufgebot, ebenso Michael Schulze, den Lotte gerne behalten möchte.

„Wir brauchen noch ein paar erfahrene Leute“, sagte Atalan am Sonntag nach dem Bremen-Spiel. Ein möglicher Kandidat wirkte am Sonntag in der zweiten Halbzeit mit. Timo Brauer von RW Essen brachte die Ruhe und Übersicht ins Mittelfeld. Der Ex-Hamburger soll aber zu teuer sein. Gut gebrauchen könnte Lotte ihn. Ob Gastspieler Jegor Jagupov eine Option ist, auch da nur Fragezeichen. Am Sonntag lieferte er ein ordentliches Spiel im Angriff ab, nur ein Tor blieb ihm bei einigen guten Chancen verwehrt.

„Energieland2050“ prangt künftig auf den SFL-Trikots. „Energieland2050“ ist der Verein des Kreises Steinfurt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Als Zusammenschluss von 93 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft und den 24 kreisangehörigen Städten und Gemeinden unterstützt er den Kreis Steinfurt bei seinem großen Vorhaben: bis 2050 energieautark zu sein, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Sportfreunde. „Durch das Mitwirken eines stillen Förderers ist es uns möglich, das Thema Umweltschutz an dieser prominenten Stelle zu bewerben. Der Klimawandel ist das große Thema der Zukunft. Unser Umgang damit ist entscheidend für die kommenden Generationen“, so die Pressemitteilung.

Die offizielle Saisoneröffnung fand am Sonntag großen Zuspruch. Trainer Ismail Atalan und Spieler wie Alexander Langlitz oder Tim Wendel standen den Fans rede und Antwort. Der Abstieg habe zwar weh getan, doch die Fans wollen die Mannschaft noch stärker unterstützen. Das dem so ist, zeigt schon, dass die Plätze im Bus für das erste Auswärtsspiel am 4. August in Dortmund schnell ausverkauft waren. Zudem soll gemeinsame Aktionen der Fans mit der Mannschaft stattfinden.

Alter Name für Lottes Stadion

Drei Jahre lang war das Stadion der Sportfreunde Lotte unter dem Namen „Frimo Stadion“ bekannt. seit Anfang Juli heißt das Stadion der SFL nun wieder „Stadion am Lotter Kreuz“. Aufgrund einer Umstrukturierung im Unternehmen entschied sich die FRIMO Group den Vertrag über die Namensrechte am Stadion nicht zu verlängern und das Engagement bei den Sportfreunden zu reduzieren.Nun haben andere Unternehmen aus der Region die Chance, sich die Namensrechte für das gesamte Stadion oder Stadion-Bereiche zu sichern. So ist der Kult-Stehplatzbereich auf der Haupttribüne beispielsweise seit der letzten Saison als „Wels Lounge“ bekannt. „Hinter dem jeweiligen Tribünennamen steht ein attraktives Werbepaket. Nicht nur das Logo wird in die Bildsprache des neuen, alten Stadionnamens eingebunden, sondern auch ein umfassendes Branding, Aktionen im und um das Stadion sind im Werbepaket inbegriffen“, sagt Marketingleiter Marco Ostendorf. „Bei der Gestaltung des Logos, war es uns wichtig, dass sich der Standort der Sportfreunde Lotte wiederfindet. Daher haben wir uns dazu entschlossen, einen Teil des Gemeinde-Logos darin zu integrieren. Hierdurch entstehen viele Synergien: Das Kleeblatt steht für die vier Ortsteile der Gemeinde, die Form des Lotter Autobahnkreuzes sowie die vier Himmelsrichtungen der Tribünen im Stadion. Dass ein vierblättriges Kleeblatt auch für Glück steht, kann für die Zukunft ja nicht schaden“, fügt Marco Ostendorf an.Die Sportfreunde weisen zudem darauf hin, dass die Osttribüne aus wirtschaftlichen Gründen vorerst geschlossen bleibt. „Das war keine leichte Entscheidung. Wir hoffen auf das Verständnis der Fans, die unsere Mannschaft wie in der damaligen Aufstiegssaison lautstark von Block J aus unterstützen können“, so Vorstandsmitglied Florian Heinrichs. Die bisher verkauften Tickets für die Osttribüne gelten automatisch für Block J.

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