Fußball: Regionalliga West
Bittere Pille für SF Lotte: Wendel mit Sehnenriss

Lotte -

Am Tag nach dem misslungenen Auftakt in der Regionalliga West rückt die 0:1-Niederlage gegen den TUS Haltern schon wieder in den Hintergrund. Für die Hiobsbotschaft sorgte am Montag Tim Wendel, der gegen Haltern nach einer Stunde verletzt vom Feld humpelte.

Montag, 29.07.2019, 15:43 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 18:37 Uhr
Tim Wendel (rechts) verletzte sich am Sonntag nach rund einer Stunde und zog sich einen Sehnenriss zu. Vier Monate Pause drohen.
Tim Wendel (rechts) verletzte sich am Sonntag nach rund einer Stunde und zog sich einen Sehnenriss zu. Vier Monate Pause drohen. Foto: Frank Diederich

„Das sieht nach einem Sehnenriss aus und heißt wohl vier Monate Pause“, bestätigte SFl-Coach Ismail Atalan auf Nachfrage unserer Zeitung. Das verschärft die angespannte Personallage beim Drittligaabsteiger noch mehr. Personell muss schleunigst gehandelt werden. „Das versuchen wir“, so Atalan. Schon gegen Haltern saßen nur drei Feldspieler auf der Bank. Lotte konnte somit nicht einmal das volle Wechselkontingent ausschöpfen. Denn seit dieser Saison sind in NRW vier Wechsel erlaubt.

Der Unterschied zwischen den Sportfreunden Lotte und Aufsteiger TuS Haltern ist auf dem ersten Blick einfach erklärt. Der TuS hat einen Torjäger, der auch trifft. Mann des Tages am Sonntag war TuS-Goalgetter Stefan Oerterer . Halterns Trumpf stach in Minute 75 und erzielte nach einem Konter das Tor des Tages. Dabei hätten sich wahrscheinlich selbst die Gäste am Ende nicht beklagt, hätten sie eine 5:1-Packung kassiert.

„Wie hatten in der ersten Halbzeit vier bis sechs klare Torchancen. Da müssen wir in Führung gehen“, lautete die Analyse von SFL-Schlussmann Alexander Eiban. „In der zweiten Halbzeit hatten wir auch eine gute Anfangsphase. Aber so ist das eben oft beim Fußball, wenn du vorne die Dinger nicht machst, kassierst du hinten so ein Tor. Trotzdem gehen wir auch wieder mit breiter Brust in die nächste Woche.“

Außenverteidiger Fabian Gmeiner hatte dominante Sportfreunde in der ersten Halbzeit gesehen. „Da müssen wir die Tore machen, machen wir aber leider nicht. Einmal unaufmerksam, da kriegen wir dann hinten einen rein“, stimmte seine Wahrnehmung mit der seines Torwarts überein. „Das ist sehr bitter. Aber wir müssen nach vorne schauen und nicht aufgeben. Wir haben gute Ansätze und müssen nur die Dinger vorne machen. Dann sieht es anders aus.“

SFL-Coach Ismail Atalan wollte seiner Mannschaft nach dem Spiel am Sonntag keine Vorwürfe machen. „Wir haben heute vieles richtig gemacht, müssen uns aber mit Toren belohnen“, sagte Atalan. „Wir sind in der ersten Halbzeit sehr viel angelaufen und hatten sehr viele Möglichkeiten.“ Für Lotte sei es extrem schwer gewesen, da die komplette Vorbereitung fast nur mit zwölf Spieler absolviert werden konnte. „Wir konnten maximal sechs gegen sechs, mal fünf gegen fünf trainieren“, legte Atalan die Finger in die Wunde.

Am kommenden Sonntag (4. August) sind die Sportfreunde zu Gast bei Borussia Dortmund II (16.30 Uhr). Dann ist immerhin Matthias Rahn nach abgesessener Sperre wieder an Bord – ein nur kleiner Trost angesichts Wendels Verletzungspech.

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