Handball: Aktionstag der JSG Tecklenburger Land
TSV, HSG und TVK im Gleichschritt

„Wie viele T-Shirts brauchen wir?“ „Was soll es zu Essen und zu Trinken geben?“ „Welche Mannschaften übernehmen welche Aufgaben?“ Das sind nur drei der Fragen, die das Orga-Team des diesjährigen Saisoneröffnungswochendes der JSG Tecklenburger Land bereits seit mehreren Monaten umtreiben und begleiten.

Dienstag, 06.08.2019, 17:00 Uhr
Die männliche A-Jugend der JSG ist in die Verbandsliga aufgestiegen
Die männliche A-Jugend der JSG ist in die Verbandsliga aufgestiegen Foto: JSG Tecklenburger Land

Wenn vom 23. bis 25. August besagtes Großereignis rund um die Sporthalle am Ölberg steigt, soll alles perfekt sein. Nach dem gelungenen Handballschnuppertag und -camp vergangenes Jahr in Ladbergen soll das Ganze in diesem Jahr deutlich größer aufgezogen werden.

Die JSG Tecklenburger Land. Ein mutiges Projekt, dem nach der Sommerpause bereits die vierte Saison bevorsteht. Seit der Gründung hat sich viel getan. Den Jugendbereich von drei so unterschiedlichen und gleichermaßen gestandenen Vereinen, wie es der TSV Ladbergen (TSV), die HSG Hohne /Lengerich (HSG) und der TV Kattenvenne (TVK) allein schon aufgrund ihrer Historie sind, reibungslos zusammenzulegen war und ist ein schwieriger Weg. Durch das immer breiter werdende Freizeitangebot und den nicht aufzuhaltenden demografischen Wandel wurde es für alle drei Vereine von Jahr zu Jahr schwerer, in allen Altersklassen spielfähige Mannschaften zu stellen.

Die weibliche B schaffte die Quali für die Oberliga-Vorrunde

Die weibliche B schaffte die Quali für die Oberliga-Vorrunde Foto: JSG Tecklenburger Land

Erstes Treffen 2015

Deswegen fanden sich Ende 2015 die Verantwortlichen der drei Vereine zu einem gemeinsamen Treffen ein, um die Gründung einer Jugendspielgemeinschaft zu besprechen. Danach ging alles ganz schnell. Mit „JSG Tecklenburger Land“ wurde ein Name gefunden, der für die Region steht und mit dem sich alle drei Orte identifizieren können. Ein Logo wurde entwickelt und ein Vorstand, bestehend aus zwei Mitgliedern jedes Stammvereins, gebildet. Vom Gründungsvorstand sind noch Andreas Meyer (TSV), Gerrit Apelt (HSG) und Christian Scherer (TVK) dabei. Aus dem Vorstand ausgeschieden sind seitdem Cyrill Huwer (HSG), Daniel Hooge (TVK) und Nina Wüller (TSV). Für sie kamen Stefan Brüning (TVK), Johannes Wallmann (TSV) und Jan Blömker (HSG) als neue Gesichter hinzu. Die Aufgaben des Vorstandes haben sich seit der Gründung zum Teil stark verändert. Am Anfang war das primäre Ziel, zum Beginn der Qualifikation im April 2016 die Voraussetzungen für einen reibungslosen Spiel- und Trainingsbetrieb zu schaffen. Durch die sechs zur Verfügung stehenden Hallen in den drei Orten ergaben sich für die Verantwortlichen ganz neue Möglichkeiten. Jede Mannschaft sollte möglichst mindestens zwei Mal pro Woche trainieren und die Heimspiele sollten gleichmäßig auf die drei Orte aufgeteilt werden. Außerdem mussten Gespräche mit den aktiven Trainern geführt und gleichzeitig neue akquiriert werden. Im Hintergrund kamen viele administrative Aufgaben wie das Umschreiben aller Jugendpässe auf den Vorstand zu. Größte Aufgabe war es allerdings, alle von der Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit der JSG zu überzeugen. Viele Alteingesessene auf allen drei Seiten des Mühlenbaches sahen ihren Verein, für den sie ihr Leben lang eingestanden, gespielt und gearbeitet haben, verständlicherweise vor der Zerschlagung. Auch viele Eltern waren nicht gerade begeistert, ihr Kind in Zukunft häufiger zum Training fahren zu müssen anstatt es mit dem Fahrrad loszuschicken. Durch viele Gespräche und gute Arbeit ist es dem gesamten JSG Team aber gelungen, viele Kritiker von den vielen Vorteilen der JSG zu überzeugen und auf ihre Seite zu ziehen. Die Zusammenarbeit des JSG-Vorstandes mit den Vorständen der drei Gesamtvereine läuft mittlerweile genauso reibungslos wie die Kooperation der Trainer aus allen drei Stammvereinen. Durch den selbstkritischen Blick auf den eigenen Stammverein und den damit verbundenen Diskussionen ist es den Mitgliedern des JSG-Vorstandes gelungen, dass alle, trotz ihrer unterschiedlichen Ausgangslagen, mittlerweile in eine Richtung und auf eine gemeinsame Zukunft blicken. Darauf ausruhen können sie sich aber nicht und haben die größte Aufgabe der nächsten Jahre klar vor Augen: Den Kindern, nachdem sie ihr ganzes Leben in der JSG gespielt haben, die Möglichkeit zu geben, auch in den Senioren gemeinsam Handball zu spielen. Wie kann das aussehen, ohne dabei einem der Stammvereine seinen Namen und seine regelmäßigen Heimspiele, die überall Zuschauermagnete sind, zu nehmen? Eine Antwort auf die Frage gibt es aktuell noch nicht aber die Vorstände sind sich ihrer Aufgabe und deren Tragweite bewusst.

Aufstieg in die Landesliga

Direkt im ersten Jahr als JSG schaffte die männliche B-Jugend die Qualifikation zur Landesliga. Seitdem folgten einige Kreismeistertitel und der Titel „Mannschaft des Jahres“ bei der Lengericher Sportschau für die weibliche C-Jugend. Alles tolle Erfolge, die vor einigen Wochen durch die Qualifikation zur Verbandsliga (männliche A-Jugend) und Oberliga-Vorrunde (weibliche B-Jugend) für die neue Saison noch einmal verstärkt wurden. Die ersten Früchte der engagierten Arbeit vieler gut ausgebildeter Trainer. Seit zwei Jahren bietet die JSG ihren Trainern regelmäßige Fortbildungen, bei denen sie durch Dozenten in verschiedenen Themengebieten geschult und entwickelt werden. Zudem haben allein in diesem Jahr über zehn JSG-Trainer ein Jugendtrainerzertifikat erworben. Ein Teil von ihnen wird diese Qualifikation Ende des Jahres mit dem Erwerb der C-Lizenz noch vergolden. Darunter sind auch die beiden FSJler Tim Kipp und Marek Peters, die eine große Bereicherung für den täglichen Trainingsbetrieb sind. Um diesen Einsatz ihrer Trainer zu würdigen, organisiert die JSG Fahrten zu Bundesligaspielen und stattet alle Übungsleiter zur neuen Saison mit einheitlichen Polo-Shirts aus.

Mit 20 Mannschaften, 300 Kindern und über 50 Trainern zählt die JSG zu den größten Vereinen im neu gegründeten Handballkreis Münsterland. Die Fusion der beiden Handballkreise zeigt den Wandel im Sport und bestätigt den Weg der drei Stammvereine. Den Wettbewerbsvorteil, in allen Altersklassen mindestens eine Mannschaft stellen zu können, möchte sich die JSG zum Nutzen machen und langfristig in allen Klassen möglichst zwei Teams stellen können. Nur so ist es möglich, allen Kindern und Jugendlichen entsprechend ihres Leistungsniveaus gerecht zu werden und die unterschiedlichen Interessen von Leistungs- und Breitensport abdecken zu können.

Auf viele spannende Aktionen dürfen sich die Kinder wieder freuen, wie hier beim Aktionstag im vergangenen Herbst.

Auf viele spannende Aktionen dürfen sich die Kinder wieder freuen, wie hier beim Aktionstag im vergangenen Herbst. Foto: Mareike Stratmann

Registrierungsaktion zur Knochenmarkspende

Deswegen möchte die JSG mit dem Saisoneröffungswochenende für mehr Aufmerksamkeit für den Handball als „geilsten Sport der Welt“ sorgen. Den Besuchern wird an dem Wochenende einiges geboten. Alle 1. Damen- und Herrenteams der drei Stammvereine sowie die beiden A-Jugenden der JSG werden in Kattenvenne gegen höherklassige Gegner antreten. Die Fanoffensive Ölberg e.V. bietet am Samstag (24.08.) eine Registrierungsaktion zur Knochenmarkspende mit der DKMS an. Alle JSG Teams werden eine Trainingseinheit mit Olaf Grintz, Lehrwart des Handballverbandes Westfalen, absolvieren. Auch der am Freitag (23.08.) stattfindende Handball Schnuppertag wird von Olaf Grintz geleitet. Hier können handballinteressierte Kinder im Alter von 4-10 Jahren erleben, ob dieser Sport der Richtige für sie ist. Am Samstagabend wird es eine große Party für Spieler, Trainer, Verantwortliche, Sponsoren und Freunde der JSG und deren Stammvereine geben. Am gesamten Wochenende wird für das leibliche Wohl durch die Spieler der Seniorenmannschaften und der A- und B-Jugenden gesorgt.

In den nächsten Wochen läuft die heiße Phase der Vorbereitung auf das lang ersehnte Wochenende. Spätestens am Sonntagabend wird das Orga-Team, welches aus dem JSG-Vorstand, Veit Kämper, Matthias Kütz, Marco Westphal und Tim Kipp besteht, wissen ob sie genügend T-Shirts und Bratwürstchen bestellt haben. Bis dahin gibt es aber noch Einiges zu tun.

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