Fußball: 2. Bundesliga
Aues Männel ist nicht zu bezwingen – VfL Osnabrück verliert 0:1

Aue/Osnabrück -

Der VfL Osnabrück hat am 6. Spieltag seine dritte Niederlage in der 2. Fußball-Bundesliga kassiert. Der Aufsteiger verlor 0:1 beim FC Erzgebirge Aue. Nach einer schwachen ersten Halbzeit war der VfL mit dem Pausenrückstand noch gut bedient. Nach dem Seitenwechsel bekamen die Osnabrücker mehr Spielanteile, konnten aber auch in einer knapp 15-minütigen Überzahl nicht mehr einen Punkt erzwingen.

Sonntag, 15.09.2019, 20:37 Uhr aktualisiert: 15.09.2019, 20:41 Uhr
Aues Clemens Fandrich (links) im Duell mit Osnabrücks Ulrich Taffertshofer. Der VfL kassierte im Erzgebirge am Ende mit 0:1 seine dritte Saisonniederlage.
Aues Clemens Fandrich (links) im Duell mit Osnabrücks Ulrich Taffertshofer. Der VfL kassierte im Erzgebirge am Ende mit 0:1 seine dritte Saisonniederlage. Foto: dpa

Trainer Daniel Thioune vertraute bei seiner Startelf dem Personal, das vor der Länderspielpause den Karlsruher SC mit 3:0 bezwungen hatte. Der genesene Rechtsverteidiger Bashkim Ajdini saß zunächst nur auf der Bank. Felix Agu begann nach seiner Länderspielreise ebenso wie Anas Ouahim im Mittelfeld. Im Tor stand Philipp Kühn für den verletzten Nils Körber.

Die Anfangsminuten gehörten den Gastgebern, wobei keine Großchance heraussprang. Für den VfL nahm Ulrich Taffertshofer erstmals Maß, verfehlte den linken Pfosten aus der Distanz aber um ein gutes Stück (6.). Jan Hochscheidts Versuch ebenfalls aus ordentlicher Entfernung landete ohne Gefahr in Philipp Kühns Armen (7.). Da war Dimitrij Nazarovs Vorstoß schon gefährlicher. Sein Schuss ging jedoch ebenfalls links vorbei (9.).

Einen langen Ball von David Blacha erlief sich Marc Heider, aber Aue-Keeper Martin Männel verkürzte geschickt und griff sich im Nachfassen den Ball (13.). Es war die beste Aktion der Osnabrücker, die jedoch weiter ihre Schwierigkeiten hatten: Erst musste Kühn einen Hochscheidt-Freistoß parieren, dann verlängerte Joost van Aken einen Freistoß von Philipp Riese mit dem Kopf zur Ecke (19.) – der VfL stand unter Druck. Anas Ouahim fand nach seinem Solo vom eigenen Strafraum nicht die Lücke für ein Anspiel und bleib mit seinem Pass am Gegenspieler hängen (20.). Kurz darauf brachte ein Freistoß die nächste Auer Doppelchance: Hochscheidt tauchte allein vor Kühn auf, der parierte, den Nachschuss von Nazarov klärte Agu auf der Torlinie (21.). Bei Osnabrück lief nach vorne nichts zusammen, hinten zumindest stand immer jemand bei Auer Abschlüssen im Weg so wie Van Aken beim Schuss von Calogero Rizzuto (28.), den er zum Einwurf blockte.

Nach einer knappen halben Stunde verzeichnete der VfL seine erste Ecke, kurz ausgeführt auf den ersten Pfosten, aber Heiders Abschluss traf nur das Außennetz (30.). Dort landete auch Rizzutos Schuss, nachdem der Deutsch-Italiener einen zu kurzen Pass von Agu erlaufen und zum Solo angesetzt hatte (36.). Oft hatte der VfL in der ersten Halbzeit Glück, in der 40. Minute war das allerdings aufgebraucht. Lange dauerte die Überprüfung mit dem Videobeweis. Dann zeigte Schiedsrichter Thorben Siewer zum Mittelpunkt: Pascal Testroet hatte bei seiner Kopfballablage auf Tom Baumgart nicht im Abseits gestanden. Dessen Gewaltschuss brachte Aue verdient mit 1:0 in Führung (40.).

Nach der Pause kam Bashkim Ajdini für Kevin Wolze ins Spiel, Agu übernahm Wolzes Position hinten links. Ajdini war auf der rechten Seite gleich an der ersten Aktion beteiligt, aber Bryan Hennings Schuss wurde geblockt (48.). Aue schockte das nicht. Testroet hatte die Chance zum 2:0. Sein Kopfballaufsetzer ging über die Latte (49.). Ein Auer Fehlpass brachte Marcos Álvarez in Ballbesitz, dessen Distanzschuss geblockt wurde (53.). In der Folge setzte Van Aken einen Kopfball nach einer Ecke einen Meter am Pfosten vorbei (54.). Anas Ouahims Schuss am langen Pfosten vorbei war das nächste Lebenszeichen des VfL (56.), der jetzt beherzter bei der Sache war. Die größte Chance zum Ausgleich war trotzdem zum Teil auch ein Zufallsprodukt: Marc Heider fälschte mit der Hacke einen Taffertshofer-Schuss ab. Der Ball landete am Pfosten (66.).

Hochscheidts überhasteter Abschluss hätte schon der K.-o. sein können (72.). Stattdessen leistete sich der verwarnte Rizzuto gegen den konternden Ouahim ein weiteres Foul – Gelb-Rot (75.). In Überzahl übernahm der VfL weiter die Regie im Spiel, Thioune brachte mit Benjamin Girth einen weiteren Stürmer. Die nächste Chance ließ allerdings auf sich warten: Bei Ouahims Schlenzer aus 16 Metern in die Arme von Männel waren die Schlussminuten bereits angebrochen (86.). Aue hielt den Angriffen des VfL stand, immer wieder war bei Keeper Männel Endstation, der den nicht unverdienten Sieg der Sachsen festhielt.

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