Volleyball: Oberliga Damen und Herren
Tebus-Teams liegen hinter den Erwartungen

Tecklenburger Land -

Nach zwei Spieltagen haben beide Volleyball-Oberliga-Teams der Tecklenburger Land Volleys jeweils lediglich einen Zähler in ihrem Punktekonto stehen. Beide Mannschaften hatten sich da bestimmt etwas mehr ausgerechnet.

Montag, 23.09.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 29.09.2019, 20:18 Uhr
Viel zu selten wurden die Tebu-Angreifer, hier Carlo Weniger, am Heimspieltag so gut eingesetzt wie in Szene.
Viel zu selten wurden die Tebu-Angreifer, hier Carlo Weniger, am Heimspieltag so gut eingesetzt wie in Szene. Foto: Josef Gaida

Nach zwei Spieltagen haben beide Volleyball-Oberliga-Teams der Tecklenburger Land Volleys jeweils lediglich einen Zähler in ihrem Punktekonto stehen. Beide Mannschaften hatten sich da bestimmt etwas mehr ausgerechnet. Die Oberliga-Frauen verloren am Wochenende beim BTS Neustadt mit 2:3, die Oberliga-Herren der Tebus kassierten in ihren beiden Heimspielen gegen den VfL Wildeshausen und die VG Delmenhorst Stenum jeweils eine 1:3-Niederlage.

Oberliga Frauen

BTS Neustadt – Tecklenburger Land Volleys 3:2

Im Auftaktsatz konnte man nicht den Eindruck gewinnen, dass die First Ladies der Tebus Wiedergutmachung für die Niederlage zum Saisonauftakt betreiben wollten. Da gab es keine Kommunikation, die Anspannung auf dem Feld wurde vermisst. Der Start in die Partie wurde regelrecht verschlafen. Der Gastgeber hatte wenig Gegenwehr zu brechen und war ohne Probleme mit 25:17 erfolgreich. Im Tebu-Spiel änderte sich auch dem zweiten Durchgang zunächst kaum etwas. Schnell lagen die Gäste wieder mit 1:9 zurück. Er jetzt besannen die Spielerinnen um Traner Julian Keller darauf, auch Kampfgeist zu entwickeln. Sie fanden in die Partie zurück, konnten den 21:25-Satzverlust aber nicht mehr verhindern. Tebu-Angreiferin Christian Gilhaus sorgte mit dritten Satz mit einer Angabenserie für einen komfortablen Vorsprung. Der Gastgeber versuchte es mit mehreren Spielerinnenwechsel, gab den Durchgang (9:25) aber schon frühzeitig verloren. Das druckvolle Aufschlagsspiel konnten die Tebus im vierten Spielabschnitt nicht konservieren. Der Gastgeber fand jetzt wieder seinen Rhythmus, war auf Augenhöhe. Es entwickelte sich ein enger Satz, den die Tebus mit 25:23 gewannen und sich damit in den Entscheidungssatz retteten. Die Frist Ladies führten im Entscheidungssatz noch beim Seitenwechsel. Die Tebus haderten jetzt mit unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen. „Nichtsdestotrotz waren es die eigenen Fehler, die den Ausschlag für den Bremer Satzgewinn (15:10) gegeben haben.“, bemängelte Coach Julian Keller das fehlerbehaftete Spiel seiner Mannschaft in der zweiten Satzhälfte.

„Ein Sieg hätte uns sicher gut getan, so ist der Saisonstart natürlich richtig bitter. Wegen der ganzen Verletzungen bin ich nun doch froh über die fünfwöchige Pause. Aber auch spiele-risch fehlt uns die Sicherheit, im letzten Jahr sah das noch anders aus. Daran werden wir aber arbeiten und dann die Saison noch einmal neu starten“, so ein schon enttäuschter Tebu-Trainer.

Oberliga Männer

Tecklenburger Land Volleys II – VfL Wildeshausen 1:3

Der VfL Wildeshausen war alles andere als ein übermächtiger Gegner, die Tebus waren in ihren Leistungen aber einfach nicht konstant genug, um zu punkten.

Der Auftaktsatz lief an den Gästen vorbei. Sie hatten Probleme in der Ballannahme und im Spielaufbau, obwohl die Tebus nicht besonders druckvoll agierten. Mit 25:18 behauptete sich der Gastgeber. „Der Gegner war noch nicht ganz da. Wir müssen aufpassen.“, hatte Tebu-Coach Zoltan Szilagyi eine Vorahnung vor dem zweiten Satz. Der Tebu-Coach sollte recht behalten. Die Gäste wurden stärker, seine Mannschaft enttäuschte. Die Quittung gab es mit einem deutlichen 11:25-Satzverlust. Im dritten Durchgang spielte die Tebus zunächst wieder besser mit. Doch nach einem Zwischenstand von 15:16 fehlte dem Gastgeber anschließend oft ein effektiver Angriff. Da wurden einfach zu viele Chancen nicht genutzt. Den Tebus gelangen lediglich noch zwei Punkte, am Ende hieß es 17:25. „Wir können viel besser spielen. Es gab keine Annahme und keine Abwehr. Der Ball kommt nicht automa-tisch zu uns. Wir müssen ein anderes Gesicht auf dem Feld zeigen.“, wurde Zoltan Szilagyi vor dem vierten Satz schon ziemlich deutlich. Zunächst schienen die Worte des Trainers Wirkung zu zeigen, die Tebus führten mit 8:3. Doch die Gäste holten Punkt für Punkt auf, gingen erstmals mit 11:10 in Führung. Sie bekamen anschließend mehr Oberwasser, führten mit 19:13 und 22:16. Das Tebu-Spiel war jetzt ziemlich ideenlos. Am Ende hieß es 25:19 für die Gäste.

In den Reihen der Tebus standen mit Ausnahme von Libero Oliver Gartemann nur junge Spieler. Teilweise waren drei Jugendspieler gleichzeitig auf dem Feld. Da wurde jemand vermisst, der die junge Garde führt, so wie es in der vergangenen Saison Lars Fischer oft getan hat.

Tecklenburger Land Volleys II – VG Delmenhorst Stenum 1:3

In dieser Partie gab es Parallelen zum ersten Spiel. Im Auftaktsatz spielten unnötige Tebu-Fehler, vor allem in der Ballannahme, dem Gast in die Karten. Da wäre für die junge Tebu-Mannschaft mehr als der 23:25-Satzverlust möglich gewesen. Im zweiten Spielabschnitt standen die Tebus um einiges besser in der Annahme, hatten somit auch ein effektiveres Angriffsspiel. Ein 25:21 bedeutete den 1:1-Satzausgleich. In Durchgang Nummer drei hielt der Gastgeber nur in der Anfangsphase mit. Nach einem Zwischenstand von 9:13 setzten sich die Gäste deutlicher ab (10:16, 10:20, 12:22). Durch Annahmefehler gerieten die Tebus ins Hintertreffen. Die Tebu-Spieler agierten zu drucklos, der Gast spielte clever im Angriff und wusste genau um die Schwachstellen im Tebu-Spiel. Am Ende hieß es 13:25. Im Abschlussatz zeigten sich die Tebus kampfstark. Sie verkürzten den Rückstand auf nur zwei Punkte (19:21) mussten aber auch den vierten Satz (20:25) dem Gast überlassen.

Die junge Tebu-Mannschaft möchte in der Oberliga-Saison lernen. Das zeigt auch die Tatsache, dass der erst 13-jährige Ole Sackermann auf der Diagonalposition durchgespielt hat. „Das war schon recht ordentlich.“, lobte Tebu-Trainer Zoltan Szilagyi, der aber vermutlich insgesamt an diesem Heimspieltag doch etwas mehr von seiner Mannschaft erwartet hatte.

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