Basketball: 1. Regionalliga
TV Ibbenbüren behält den Fokus und siegt

Tecklenburger Land -

Die TVI-Basketballer haben am Donnerstag, am Tag der Deutschen Einheit, den Takt angegeben in der Halle Ost. Vor 700 Zuschauern haben sie gegen Rhöndorf über weite Strecke ihr Spiel durchgezogen, was für Coach Marc Pohlmann der Hauptgrund für den 88:69-Heimsieg war.

Freitag, 04.10.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 04.10.2019, 18:48 Uhr
Bryce Leavitt überzeugte gegen Rhöndorf mit einem Triple-Double.
Bryce Leavitt überzeugte gegen Rhöndorf mit einem Triple-Double. Foto: Jan Kappelhoff

Das perfekte Spiel, das wird aus Trainersicht wohl nahezu niemals geben. Marc Pohlmann , Coach der Regionalliga-Basketballer des TVI, war deshalb auch weit davon entfernt, nach dem Sieg seiner Mannschaft gegen die Dragons Rhöndorf in völlig Euphorie zu verfallen. Aber er machte seinen Spielern ein Kompliment, das für den Zeitpunkt große Zufriedenheit in ihm auslöste: „Wir haben heute 30 oder 35 Minuten unseren Basketball gespielt. Den, den wir wollen.“ Für Pohlmann ist das der zentrale Grund für den 88:69-Heimsieg, den am Tag der Deutschen Einheit 700 Zuschauer in der Halle Ost sahen.

Das erste Pohlmannsche Bewertungskriterium ist und bleibt die Defense. „Wir haben den Rhöndorfern das weggenommen, was sie gerne haben“, befand der TVI-Coach, „das haben die Spieler wirklich sehr, sehr gut gemacht.“ Das hat dem Gast, ProB-Absteiger Rhöndorf, den Spaß genommen. Die Gäste waren mit vielen Baustellen beschäftigt, die nicht so ganz direkt mit ihrem Spiel zu tun hatten. Ibbenbüren durfte sich nicht hingeben, nicht fügen und musste nicht nur dagegenhalten, sondern auch mal selbst ansagen, welche Gangart angebracht ist.

Das taten sie mit gutem Fokus, in vielen entscheidenden Momenten und in der Crunchtime waren sie diesmal fokussiert. Auch, wenn der mittlerweile viel zitierte Slapstick noch nicht ganz ausgeräumt ist. „In manchen Szenen in denen es eng wurde, hatten wir das eine oder andere Mal auch Glück mit manchen Entscheidungen“, kam aus Pohlmanns Sicht noch dazu. Damit meint er nicht (nur) die Schiedsrichter. TVI-Manager Tobias Hülsmeier sah dank großartiger Kulisse und Unterstützung einen verdienten Heimsieg: „Heute können wir von einer geschlossenen Teamleistung sprechen. Alle Spieler hatten ihren Einsatz und Impact auf das Spiel.“

Impact, also Einfluss auf das Spiel, hatten in den Zahlen ablesbar ganz besonders Benjamin Fumey mit einem Double-Double (21 Punkte, 12 Rebounds) sowie Bryce Leavitt sogar mit einem Triple-Double (12 Punkte, 10 Rebounds, 13 Assists). Statistisch lässt dich zusätzlich noch Ibbenbürens gute Defense untermauern: Während der TVI sich selbst 69 Versuche erarbeitete, einen Korb zu erzielten, lies er bei Rhöndorf nur 56 Versuche zu.

Das Spiel war nach den ersten 20 Minuten ergebnistechnisch noch einigermaßen ausgeglichen. 39:38 lag der TVI vorne. Das war bisher auch in den vier vorherigen Spielen der Ibbenbürener so, dass zur Halbzeitpause keine der beiden Mannschaften einen deutlicheren Vorsprung hatte. Dann allerdings schlug diesmal die Stunde des TVI. In der Phase nach dem Seitenwechsel, als der Gast nickeliger wurde, als das Spiel emotionaler wurde, als es auch mal härter wurde, blieb der TVI bei sich, bei seinem Spiel und ließ nicht kaum beeinflussen. Immer wieder waren die Dragons entnervt von der Defense, die TVI-Spielidee hat gefruchtet.

So erarbeitete sich die Pohlmann-Fünf im dritten Viertel die 63:57-Führung, die sie im vierten Viertel noch deutlich ausbaute. Die letzten zehn Minuten entschied Ibbenbüren mit 25:12 für sich. „Das Ergebnis gefällt mir natürlich, ist meiner Meinung nach aber vielleicht sogar ein bisschen zu hoch“, fasste Marc Pohlmann die Partie zusammen.

TV Ibbenbüren: Fumey (21 Punkte/1 Dreier, 12 Rebounds), Schröder (17) , Porcher (14/2), Leavitt (12/1, 10 Rebounds, 13 Assists), Barga (8/1), Boahene (6), Foulds (3/1), Avermann (3/1), Kosel (2), Fischer (2), Patte.

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