Fußball: Regionalliga West
Ein frustrierender Nachmittag für die Sportfreunde Lotte in Köln

Köln -

Die Reise ins Kölner Südstadion am Samstag hat sich nicht gelohnt. Die Truppe von Ismail Atalan verlor das Duell der Drittligaabsteiger bei Fortuna Köln mit 0:2.

Sonntag, 20.10.2019, 21:28 Uhr aktualisiert: 20.10.2019, 22:00 Uhr
Kein Durchkommen gibt es für Lottes Tim Wendel gegen die rote Kölner Übermacht
Kein Durchkommen gibt es für Lottes Tim Wendel gegen die rote Kölner Übermacht Foto: Mrugalla

Mit gesenktem Kopf schlichen die Fußballer der Sportfreunde Lotte zu ihrem kleinen Anhang, der die etwa 200 Kilometer lange Fahrt über die A 1 bis nach Köln angetreten hatte. Es gab aufmunternden Applaus für die durchnässten Spieler – mehr aber auch nicht. Fortuna hatte das Duell der Drittliga-Absteiger mit 2:0 (1:0) gewonnen und rückte in der Tabelle bis auf einen Punkt an Lotte heran.

„Es war ein ausgeglichenes Spiel in der ersten Hälfte. In der zweiten Halbzeit haben wir dann komplett die Ordnung und den Zugriff verloren. Es war dann nicht mehr das Spiel, was wir uns vorgenommen hatten“, lautete das Resümee von Lotte-Trainer Ismail Atalan .

Nach dem Abstieg aus der 3. Liga war für Spannung gesorgt vor dem ersten Duell in der alten, neuen Regionalliga-Heimat. Der Fortuna gelang ein Blitzstart. Nach 52 Sekunden traf Hamza Salman vor 1505 Zuschauern zum 1:0. Kapitän Alexander Langlitz hatte seinem Gegenspieler zu viel Platz am Fünfmeterraum gewährt, Torhüter Alexander Eiban konnte den Schuss aus spitzem Winkel nicht parieren. „So ein Tor verändert das ganze Spiel. Führt man, wird jede Aktion positiv gesehen. Liegt man zurück, wird alles negativ gesehen. Das hatte Einfluss auf uns“, so Atalan.

Allerdings versank Lotte keineswegs im Chaos. Die Gäste hatten sogar mehr vom Spiel und die reifere Anlage. Doch sobald es in Richtung Strafraum ging, schlichen sich Ungenauigkeiten ein. Die größte Möglichkeit entstand eher zufällig: Ein mit dem Außenrist getretener Eckball von Erhan Yilmaz traf die Latte (28.). Auf der anderen Seite vergab Mike Owusu Chancen (26./40.).

Nach der Pause kamen die Kölner besser ins Spiel und agierten aggressiver in den Zweikämpfen. Kapitän Franko Uzelac sorgte für das Highlight: Sein herausragender Freistoß schlug aus über 30 Metern rechts neben Lotte-Keeper Eiban ein (58.), kurz vorher hatte der Ball noch den durchnässten Rasen touchiert und war deshalb unhaltbar. Kevin Freiberger, der gerade in der zweiten Hälfte kaum Akzente auf dem Flügel setzte, war frustriert: „Momentan ist es bei uns so: Der Ball kommt aufs Tor bedeutet: Der Ball ist im Tor. Da müssen wir uns vielleicht mal hinterfragen.“ Es sei generell kein schönes Spiel gewesen, so der 30-Jährige: „0:2 habe ich uns aber auch nicht hinten gesehen.“

Sein Trainer sah das aufgrund der Schlussphase anders – Fabian Gmeiner hatte auf der Linie geklärt, Köln diverse Konterchancen vergeben. „Wegen der zweiten Hälfte ist es ein völlig verdienter Fortunen-Sieg“, sagte Atalan, ehe Lottes frustrierender Nachmittag endete.

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