Fußball: 2. Bundesliga
VfL Osnabrück: Endlich einen Großen geschlagen

Osnabrück -

Er stand erst zum sechsten Mal in dieser Saison in der Startelf des VfL Osnabrück – und hat nun schon ebenso viele Saisontore auf dem Konto: Marcos Álvarez hatte mit seinem frühen Tor großen Anteil am 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart, konnte aber gut damit leben, dass später nicht er, sondern ein anderer Osnabrücker im Mittelpunkt stand.

Sonntag, 10.11.2019, 21:10 Uhr aktualisiert: 10.11.2019, 21:20 Uhr
Osnabrücks Marcos Alvarez (rechts) jubelt über sein frühes Tor. Auch Vorbereiter Niklas Schmidt freut sich mit dem Torschützen. Am Ende reichte es für den Sieg gegen den VfB Stuttgart.
Osnabrücks Marcos Alvarez (rechts) jubelt über sein frühes Tor. Auch Vorbereiter Niklas Schmidt freut sich mit dem Torschützen. Am Ende reichte es für den Sieg gegen den VfB Stuttgart. Foto: Mareike Stratmann

Der VfL wollte die Partie gegen den VfB Stuttgart angehen wie ein Pokalspiel – und was hilft da besser als eine frühe Führung? Bashkim Ajdini flankte von rechts, Niklas Schmidt legte mit seinem frisch blondierten Kopf perfekt für Álvarez auf. Den Schuss fälschte Marc-Oliver Kempf ab, 1:0. Keine vier Minuten waren gespielt.

Álvarez feierte seinen sechsten Saisontreffer mit zwei Liegestützen – genauso so, wie er es im Training mit seinen Mitspielern besprochen hatte, oder zumindest: fast genau so. „Eigentlich sollten sie einarmig werden, aber als alle angerannt kamen, hatte ich Angst, dass mein Arm durchbricht, wenn einer hinten draufspringt. Deswegen habe ich lieber beide Arme genommen“, sagte der Torschütze.

Dass nach 90 Minuten nicht Álvarez, sondern Torwart Philipp Kühn im Mittelpunkt stand, konnte der Torschütze verschmerzen. „Damit habe ich gar kein Problem. Seit Wochen hält Pipo uns im Spiel und die Null. Wir atmen vorne auch mal durch, wenn wir wissen, dass wir nicht noch so oft hinterherrennen müssen, weil er den Ball in der Hand hält. Aber genau aus diesem Grund hat er auch die Handschuhe an, damit er mal einen hält“, grinste der Stürmer.

Im Training unter der Woche war die Laune nicht so gut gewesen. „Wir haben ein bisschen gemotzt, weil die Woche ganz schön hart für uns war, aber es scheint ja zu helfen“, sagte Álvarez. „Wenn noch mal vier Minuten Nachspielzeit mehr draufgekommen wären, hätten wir das auch über die Bühne geschaukelt.“

Dass er erst in den vergangenen drei Spielen wieder in die Startelf zurückgekehrt ist, akzeptiert der 28-Jährige. „Letztes Jahr war es eine Stärke von uns, dass das Team im Vordergrund gestanden hat. Wenn Einzelne auch mal zurückstecken müssen, zahlt sich das immer irgendwann für die Mannschaft aus“, misst Álvarez dem Teamgeist einen hohen Wert bei, will sich aber selbst gerne für weitere Einsätze empfehlen: „Wenn ich meine Zeit bekomme, versuche ich, sie bestmöglich zu nutzen.“

Mit dem vierten Saisonsieg setzten sich die Lila-Weißen ein bisschen von den Abstiegsrängen ab und kletterten auf Rang neun. „In der Tabelle gibt es auch nur drei Punkte“, sagte Álvarez, „wir müssen demütig bleiben, weil wir wissen, woher wir kommen und wo die Stuttgarter hingehen, wenn sie ihren Plan weiterverfolgen. Wir können froh sein, auch mal einen Großen geschlagen zu haben.“

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