Fußball: 2. Bundesliga
2:1 für den VfL Osnabrück: Schmidt und Blacha treffen den HSV ins Mark

Osnabrück -

Der VfL Osnabrück sorgte am Freitagabend für eine faustdicke Überraschung. Vor ausverkauftem Haus bezwang der Aufsteiger Spitzenreiter Hamburger SV. Nach einer 2:0-Pausenführung musste der VfL aber bis zur 94. Minute zittern.

Freitag, 29.11.2019, 20:42 Uhr
Niklas Schmidt bejubelt die 1:0-Führung für den VfL. Am Ende gewann der VfL 2:1 gegen den HSV.
Niklas Schmidt bejubelt die 1:0-Führung für den VfL. Am Ende gewann der VfL 2:1 gegen den HSV. Foto: Tobias Mönninghoff

Das sei wie die zweite Runde im DFB-Pokal. „Nach dem Sieg gegen den VfB Stuttgart wollen wir den zweiten Großen schlagen“ hatte Daniel Thioune , Trainer des VfL Osnabrück , vor dem Gastspiel des Ex-Bundesliga-Dinos Hamburger SV an der Bremer Brücke gesagt. Und seine Jungs nahmen die Worte ihres Trainers ernst. Vor ausverkaufter Kulisse besiegte den VfL den HSV mit 2:1 (2:0).

Thioune nahm nach dem 1:1 in Bochum gegen den Spitzenreiter von dere Elbe zwei Wechsel in der Startelf vor: van Aken und Blacha begannen für Köhler und Granatowski. Gästetrainer Dieter Hecking änderte nach dem 2:1 gegen Dynamo Dresden lediglich einmal seine Elf: Jung ersetzte Letschert in der Abwehrreihe.

Die Niedersachsen gingen forsch in die Partie. Alvarez (2.) versuchte es gleich mal mit einem Distanzschuss, der aber sein Ziel weit verfehlte. Nach zehn Minuten kam der HSV besser in die Partie und erspielte sich ein paar gute Chancen. In der 23. Minute bewahrte der Pfosten den VfL vor dem Rückstand, als Harnik nach Leibold-Vorlage nur das Aluminium trifft. Kurz vorher hatte Alvarez auf der anderen Seite aus guter Position klar übers Tor geköpft. Mehrfach liefen die Gastgeber in die Konter der Hanseaten, die daraus aber erst einmal noch kein Kapital schlagen konnten.

Besser machten es gegen Ende der ersten 45 Minuten die Hausherren. In der 37. Minute ließ Niklas Schmidt nach schönem Solo die Bremer Brücke beben, als er zum 1:0 abschloss. Und in der Nachspielzeit legte der VfL noch einen drauf. nach Kopfballverlängerung von Agu war Mannschaftskapitän Blacha ebenfalls mit dem Kopf zur Stelle und der Ex-Osnabrücker im HSV-Kasten Daniel Heuer Fernandes war zum zweiten Mal geschlagen. Mit dem 2:0 ging es gleich danach in die Kabinen.. Auf den Rängen tobten derweil Jubelstürme.

HSV-Coach Hecking reagierte und brachte zum Wiederbeginn mit Jairo und Kinsombi zwei neue Leute für Moritz und Wood. Und Jairo legte gleich ordentlich los, bediente Narey, der aber von der Strafraumgrenze das Gehäuse verfehlte. In der 56. Minute musste bei den Osnabrücker Amenyido verletzt runter. Für ihn kam Heider in die Partie.

Der HSV war bemüht den Anschlusstreffer zu erzielen, musste aber stets vor VfL-Kontern auf der Hut sein. Doch zunächst hatten die Hamburger ihre Chance, doch VfL-Schlussmann Kühn war bei einem Jairo-Schuss (59.9 auf der Hut und fischte das Leder noch aus dem Eck, In Minute 63 verfehlte Harnik per Kopf nur knapp das 1:2. Das besorgte dann zwei Minten später Kittel, bei dessen Schuss Kühn machtlos war. Die Vorarbeit leistete Fein. Die Partie war wieder offen, der HSV machte weiter Druck. Eine Viertelstunde vor Schluss bot sich allerdings Alvarez die Chance zur Entscheidung, als er im Fünfer an den Ball kam, diesen aber nicht am Hamburger Torsteher vorbeispitzeln konnte. In der 80 Minute versuchte es Osnabrücks Schlitzohr mit einem Heber aus 40 Metern, als Heuer Fernandes weit vorm Tor stand. Doch der Ball flog hoch über das Ziel hinaus. In Minute 82 scheiterte auf der anderen Seite Kinsombi per Kopf aus kurzer Distanz nur knapp.

Bis zum Abpfiff entwickelte sich ein verbissener Kampf. Der HSV wollte den Ausgleich, die Lila-Weißen wollten den Vorsprung über die Zeitbringen, hatten dabei aber auch noch ihre Chancen, wie in der 89. Minute, als Heider es nach Ajdini-Flanke mit der Hacke probierte, aber Heuer Fernandes stark reagierte. Dann der Schlusspfiff – Osnabrück versank im Jubeltaumel.

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