Fußball: Kreisliga A Tecklenburg
TGK Tecklenburg behauptet Spitzenposition

Tecklenburger Land -

In der Kreisliga A fanden am ersten Rückrundenspieltag am Sonntag nur sechs Spiele statt. In Büren (gegen ISV 2) und in Schierloh (Arminia - Ladbergen) wurden die Spiele abgesagt wegen Unbespielbarkeit des Platzes bzw. wegen Nebel. Dadurch konnte Spitzenreiter TGK Tecklenburg seine Führung für Arminia auf drei Zähler ausbauen.

Sonntag, 01.12.2019, 21:23 Uhr
Mark Widdermann (links) im Duell mit Dörenthes Matthias Berg. Die Tecklenburger setzten sich mit 4:2 durch.
Mark Widdermann (links) im Duell mit Dörenthes Matthias Berg. Die Tecklenburger setzten sich mit 4:2 durch. Foto: Jörg Wahlbrink

TGK Tecklenburg - SC Dörenthe 4:2

Der TGK Tecklenburg befindet sich weiter auf Kurs Fußball-Bezirksliga. Am Sonntagnachmittag feierte der Spitzenreiter beim 4:2 (2:1) gegen den Verfolger SC Dörenthe bereits den neunten Sieg in Serie und wird somit auf Rang 1 überwintern. Sowohl Tecklenburgs Trainer Klaus Bienemann als auch sein Dörenther Kollege Ralf Scholz sahen einen hochverdienten Erfolg der Gastgeber, die sich vor allem nach dem Seitenwechsel extrem spielfreudig präsentierten.

Einen Aspekt wollte Scholz aber nicht unerwähnt lassen: „Der Schiedsrichter hat sich heute in den wichtigen Situationen instrumentalisieren lassen und die falschen Entscheidungen getroffen.“ So sei den Gästen in der 2. Minute ein „glasklarer Handelfmeter“ verweigert worden, zudem sei das Foul, aus dem das Tecklenburger 3:1 resultierte, ganz klar außerhalb des Strafraums gewesen. „Machen wir hier das 1:0, kann es ganz anders laufen“, ärgerte sich Scholz.

Was er aber neidlos anerkennen musste, war die spielerische Klasse der Kobbos. „Es macht unglaublich viel Spaß, der Truppe zuzuschauen“, hatte Klaus Bienemann sichtlich Freude am Auftritt der Seinen. Vor allem Till Guttek attestierte er ein „absolut überragendes Spiel.“ Guttek sei einfach überall gewesen und war an allen vier Treffern direkt beteiligt. Mit seinem 21. Saisontor hatte Tugay Gündogan die Heim-Elf nach drei Minuten in Führung gebracht, Guttek legte in der 14. Minute das 2:0 nach. Ab der 25. Minute wurde Dörenthe stärker und belohnte sich mit dem 1:2-Anschlusstreffer durch Flamur Zeciri (42.).

Für Durchgang zwei hatte sich der DSC viel vorgenommen, kassierte dann aber nach 53 Minuten den Nackenschlag in Form des 1:3, aus Sicht aller Dörenther in der Entstehung irregulär. „Danach war Tecklenburg gerade vorne extrem spielfreudig“, musste Ralf Scholz die Überlegenheit des Tabellenführers neidlos anerkennen. Tecklenburg ließ einige gute Möglichkeiten aus, erst neun Minuten vor dem Ende erhöhte Till Guttek auf 4:1. Das 2:4 durch Dörenthes Benedikt Bußmann war nicht mehr als Ergebniskosmetik. „Danach gab es keine Aufreger und keine Hektik mehr“, überstanden die Hausherren die Schlussphase nach Ansicht ihres Trainers ohne jegliche Gefahr. Drei Zähler trennen die Kobbos nun vom Zweiten Arminia , allerdings hat die DJK ein Spiel weniger absovliert.

Tore: 1:0 Gündogan (3., Strafstoß), 2:0 Guttek (14.), 2:1 Zeciri (42.), 3:1 Gündogan (53., Strafstoß), 4:1 Guttek (81.), 4:2 Bußmann (83.)

Preußen Lengerich - Eintracht Mettingen 2:2

Es gibt Duelle im Fußball, da sind die Trainer beider Mannschaften in der Nachbetrachtung der 90 Minuten höchst unterschiedlicher Meinung. So auch beim A-Liga-Spiel zwischen dem SC Preußen Lengerich und Eintracht Mettingen am Sonntagnachmittag, das am Ende 2:2 (2:1)-Unentschieden endete.

„Wir haben über 90 Minuten eine absolute Top-Leistung geboten, waren aktiver, hatten die besseren Möglichkeiten und wären der verdiente Sieger gewesen“, fasste Eintracht-Trainer Tobias Stenzel zusammen. Ganz anders sah das sein Amtskollege Pascal Heemann: „Diese Meinung unterstreiche ich definitiv nicht. Einen Sieger hatte dieses Spiel nicht verdient. Und wenn dann definitiv uns, aber mit ein bisschen Glück.“

Der Lengericher Lansana Kaba liegt im Mettinger Strafraum, der Schiedsrichter zeigt Strafstoß an. Mettingens Hehemann (Nr. 4) ist derweil fassungslos.

Der Lengericher Lansana Kaba liegt im Mettinger Strafraum, der Schiedsrichter zeigt Strafstoß an. Mettingens Hehemann (Nr. 4) ist derweil fassungslos. Foto: Uwe Wolter

Schon in der Betrachtung der ersten Halbzeit waren beide Übungsleiter unterschiedlicher Ansicht. Laut Stenzel fiel das 1:0 durch Martin Fleige nach 25 Minuten mit dem ersten Torschuss der Preußen. Für Heemann war der Führungstreffer seiner Elf zu diesem Zeitpunkt völlig verdient. Kurz vor der Pause wurde es dann hektisch. Zunächst glich Mettingens Tim Gilhaus per Fouelfmeter zum 1:1 aus (44.), im direkten Gegenzug traf Lengerichs Ole Schürbrock ebenfalls per Strafstoß zum 2:1. „Eine klare Fehlentscheidung“, haderte der Gäste-Coach, der es nicht fassen konnte, dass seine Mannen nach einer überlegen geführten ersten Hälfte in Rückstand lagen.

Direkt nach Wiederanpfiff gab es dann den nächsten Aufreger zu bestaunen. Dieses Mal bekamen die Gäste einen höchst umstrittenen Foulelfmeter zugesprochen, den erneut Gilhaus zum 2:2 verwandelte. Danach sah Tobias Stenzel noch zwei absolute Hochkaräter seiner Elf, Lengericher Chancen erwähnte er nicht mehr. Ganz anders Pascal Heemann. Aus seiner Sicht hätten die Lengericher einen weiteren Elfmeter bekommen müsse, das hätte auch der Unparteiische nach Spielende bestätigt. Am Ende blieb es aber beim 2:2-Unentschieden, mit dem beide Teams leben könnten.

Tore: 1:0 Fleige (25.), 1:1 Gilhaus (44./Foulelfmeter), 2:1 Schürbrock (45./Foulelfmeter), 2:2 Gilhaus (46./Foulelfmeter).

Westfalia Hopsten - SW Esch 2:3

Drei Siege hat Schwarz-Weiß Esch im bisherigen Saisonverlauf der Kreisliga A eingefahren, zwei davon gegen Westfalia Hopsten. Nach dem 1:0-Erfolg im Hinspiel behielt die Kitroschat-Elf auch am gestrigen Nachmittag in Hopsten die Oberhand. Dank des 3:2 (2:1)-Sieges verließen die Püsselbürener vorerst die Abstiegsränge und kletterten in der Tabelle auf Rang 13.

Die Taktik der Püsselbürener wurde schnell ersichtlich. Aus einer stabilen Defensive heraus lauerten die Gäste auf Konter, Hopsten hatte sehr viel Ballbesitz. Den ersten Aufreger durften die Besucher schon nach fünf Minuten erleben, als Wladi Kratz Esch nach einem höchst zweifelhaften Strafstoß in Führung brachte. „Den darfst du niemals geben“, haderte Westfalia-Trainer Frank Greiwe. Seine Elf antwortet aber schnell, Leon Schrey glich nach 23 Minuten zum 1:1 aus. Auch das 1:2 war aus Sicht vieler Hopstener irregulär. Nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum lenkte Westfalia-Verteidiger Nico Bruns das Leder über die eigene Linie. „Wir haben das Spiel eigentlich im Griff gehabt, waren im letzten Drittel aber nicht zwingend genug“, fasste Greiwe Durchgang eins zusammen.

Die zweiten 45 Minuten waren dann ein Spiegelbild der ersten. Hopsten hatte das Leder, erspielte sich aber kaum zwingende Möglichkeiten und der Gast lauerte auf schnelle Gegenangriffe. Einen dieser Konter vollendete Simon Richter in der 79. Minute zum 3:1, die Vorentscheidung. Das 2:3 in der Schlussminute sei dann ebenfalls ein „Elfmeter-Geschenk“ gewesen, so Greiwe, „nur leider zu spät“. Die Gastgeber bleiben im Tableau Zwölfter, verpassten es den Kontakt zum Mittelfeld herzustellen.

Tore: 0:1 Kratz (6./Foulelfmeter), 1:1 Schrey (23.), 1:2 Bruns (32./Eigentor), 1:3 Richter (79.), 2:3 M. Mause (90./Foulelfmeter).

SV Dickenberg - Falke Saerbeck 2:4

Groß war der Frust bei SVD-Trainer Dirk Sterthaus nach Spielende: „Heute war alles für uns drin, es hat definitiv nicht die bessere Mannschaft gewonnen.“ Schon die ersten 45 Minuten verliefen äußerst unglücklich für den Aufsteiger. Nico Jürgens vergab die Riesenchance zur Führung, praktisch im Gegenzug gingen die Falken durch Moritz Gilhaus mit 1:0 in Front. In der Folge traf Nico Ernschneider per Freistoß nur den Querbalken, Dennis Teupen legte mit dem Pausenpfiff das 2:0 für Saerbeck nach. Von dem doppelten Rückschlag ließen sich die Dickenberger jedoch nicht beirren und waren zu Beginn der zweiten 45 Minuten direkt hellwach. „Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr“, lobte Sterthaus. Jannik Wesselmann (48.) und der aufgerückte Malte Möllers (56.) glichen zum 2:2 aus, die Wende schien möglich. Erneut Nico Jürgens vergab kurz darauf völlig freistehend den Hochkaräter zum 3:2, der SVD schnupperte am dritten Treffer. Der gelang dann allerdings den Gästen aus Saerbeck, Felix Steuter erzielte acht Minuten vor dem Ende das 3:2 aus ganz spitzem Winkel. „Haltbar“, ärgerte sich Sterthaus. In der Nachspielzeit musste die Heim-Elf dann noch das 2:4 hinnehmen – ein gebrauchter Tag für die Dickenberger.

Tore: 0:1 Gilhaus (38.), 0:2 Teupen (45.), 1:2 Möllers (48.), 2:2 J. Wesselmann (56.), 2:3 Steuter (82.), 2:4 Teupen (90.+2).

SC Halen - Teuto Riesenbeck 1:2

Einen Rückfall in alte Zeiten sah Halens Spielertrainer Björn Jansson bei der 1:2-Pleite gegen Riesenbeck. Dabei sah es zur Pause noch gut aus für die Hausherren. Die Halener kontrollierten nach Ansicht von Jansson das Geschehen, ohne allerdings zu glänzen. Das 1:0 der Heim-Elf durch Jakob Schulz nach 18 Minuten resultierte aus einer Jansson-Ecke, die Kevin Wolff mustergültig verlängerte. Insgesamt aber sah Björn Jansson eine Auseinandersetzung praktisch ohne nennenswerte Gelegenheiten auf beiden Seiten. Die wenigen sich bietenden Möglichkeiten nutzte Riesenbeck in Durchgang zwei zur Wende. Nach einem Halener Ballverlust im Zentrum schaltete der Gast schnell um, Mario Heeke schob das Leder im Nachsetzen ins verwaiste Gehäuse. Auch der 2:2-Siegtreffer Riesenbecks resultierte aus einem Ballverlust des SCH. Benedikt Helmig war für Teuto erfolgreich. „Wir waren heute einfach nicht zwingend genug, uns fehlt die Konstanz“, zeigte sich Halens Spielertrainer nach Abpfiff enttäuscht.

Tore: 1:0 Schulz (18.), 1:1 Heeke (55.), 1:2 Helmig (71.).

Brukteria Dreierwalde - SW Lienen 4:2

Sichtlich erleichtert und stolz zugleich war Dreierwaldes Trainer Jan Wissing nach einer nervenaufreibenden Schlussphase. Nach 87 Minuten hatten die Hausherren noch mit 1:2 in Rückstand gelegen, um dann dank einer tollen Moral noch die Wende einzuleiten. Dass der Erfolg glücklich war, das sah auch Wissing so: „Aufgrund der Chancen wäre ein Unentschieden sicherlich das gerechte Ergebnis gewesen“, resümierte der Mann an der Seitenlinie. Dabei verpasste es der Aufsteiger aus Lienen vor allem in Durchgang zwei bei vielen guten Kontergelegenheiten, den Sack zuzumachen. Die Brukterer blieben im Spiel und glaubten jederzeit an die Wende. Binnen drei Minuten sorgte Michael Schütte-Bruns mit seinen beiden Treffern für mächtig Jubel im Brukteria-Lager, Marc Vehr legte in der Nachspielzeit gar das 4:2 nach. Insgesamt sahen die Besucher ein attraktives Duell, das von beiden Seiten von Minute eins an mit offenem Visier geführt wurde. Dreierwalde ließ in den ersten zehn Minuten gleich drei Hochkaräter aus, Julian Lunow brachte den Gast früh in Führung (3.). Nach dem 2:0 durch Marc-Andre Hoff (18.) durften die Lienener sogar am dreifachen Punktgewinn schnuppern, schienen auf der Siegerstraße. Mit dem 1:2 durch Frank Zumwalde kurz vor dem Wechsel wurde Dreierwalde aber immer stärker und belohnte sich am Ende.

Tore: 0:1 J. Lunow (3.), 0:2 Hoff (18.), 1:2 Zumwalde (41.), 2:2, 3:2 M. Schütte-Bruns (87., 89.). 4:2 Vehr (90.+4, Foulelfmeter).

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