Fußball:Regionalliga West
Sportfreunde Lotte: Vereinsführung sucht das Gespräch

Lotte -

Ist nun alles wieder im Reinen? Oder doch nicht? Nach dem offenen Brief der Lizenzspieler der Sportfreunde Lotte in der vergangenen Woche, nachdem wiederholt das Gehalt nicht in voller Höhe gezahlt worden war, war die Aufregung groß (wir berichteten).

Mittwoch, 04.12.2019, 19:12 Uhr aktualisiert: 05.12.2019, 16:47 Uhr
In der 3. Liga, war die Ost-Tribüne die Heimstätte der SFL-Fans. Die bleibt aber weiterhin geschlossen. Das erfuhren die SFL-Anhänger bei einer Aussprache am Dienstagabend.
In der 3. Liga, war die Ost-Tribüne die Heimstätte der SFL-Fans. Die bleibt aber weiterhin geschlossen. Das erfuhren die SFL-Anhänger bei einer Aussprache am Dienstagabend. Foto: Frank Diederich

Flugs gab die Vereinsführung ein Statement ab und verkündete Anfang der Woche, die Gehälter seien mittlerweile in voller Höhe überwiesen.

Das aber scheint nicht der Fall. Sowohl Mitarbeiter der Geschäftsstelle, wie auch Spieler und das Trainer-/Funktionsteam warten noch immer auf Teile ihnen zustehender Gelder für den Monat Oktober. Vor allem sollen vereinbarte Prämien nicht gezahlt worden sein. Diese Information wurde der Sportredaktion jetzt zugespielt. Von Vereinsseite will sich niemand dazu äußern. Daran lässt sich feststellen, woran es dem Club am meisten mangelt, nämlich an Kommunikation untereinander.

Liga Konkurrent SG Wattenscheid 09 hat jüngst Insolvenz angemeldet und den Spielbetrieb eingestellt. Droht dem Club vom Autobahnkreuz das gleiche Schicksal? Viele Insider malen eine schwarze Zukunft.

Dass die Mannschaft in der vergangenen Woche den Weg in die Öffentlichkeit gesucht hat, stieß der Vereinsführung bitter auf. Die Spieler wollten sich dazu nicht weiter äußern, doch es dürfte klar sein, dass sie diesen Schritt bewusst gewählt haben. Zu lange herrschte zwischen dem Sportlichen Leiter und allmächtigen Macher Manfred Wilke Funkstille. Wochenlang gab es zwischen Wilke und Trainerteam sowie Mannschaft keinen Kontakt. Und das, obwohl der Sportliche Leiter mehrfach im Stadion weilte und auch jedes Punktspiel verfolgte.

Mittlerweile haben Gespräche stattgefunden. Nachdem am Samstag beim Auswärtsspiel in Aachen (1:3) zahlreiche SFL-Anhänger „Vorstand raus“ gerufen hatten, bat die Vereinsführung am Dienstagabend zu einer Aussprache mit den Fans, nachdem es zuvor ein Treffen der Entscheidungsträger mit der Mannschaft gegeben hatte. Über das Ergebnis der beiden Zusammenkünfte wurde Stillschweigen vereinbart. Zumindest aber gab es endlich mal so etwas wie eine interne Kommunikation. Allerdings erhielten die Anhänger die Info, dass der Club weiterhin jeden Cent zweimal umdrehen und auch bei den Fans der Rotstift angesetzt werden müsse. So bleibt die neue Ost-Tribüne hinter dem Tor, die die SFL-Anhänger als Heimstätte favorisieren, weiterhin gesperrt. Einen Fancontainer wird es zudem vorerst ebenfalls nicht geben. Auch die vereinbarte Kostenübernahme eines Busses zu einem Auswärts-Hinrundenspiel wurde abgelehnt.

Irritationen gibt es um Betreuer und Zeugwart Markus Hermann. Eine Bestätigung, dass er entlassen worden ist, gibt es nicht, auf jeden Fall ist er seit einiger Zeit krank geschrieben. Dessen Aufgaben übernehmen das Trainerteam sowie Physiotherapeutin Melanie Hubert.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7110736?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35348%2F
Ratsanträge: Autos sollen Bussen weichen
An der Weseler Straße gibt es bereits eine Park-and-Ride-Station. Zahlreiche sollen jetzt hinzukommen.
Nachrichten-Ticker