Fußball: 2. Bundesliga
VfL-Coach Daniel Thioune: „Kiel ist der kleine HSV“

Osnabrück -

Nach den Festspielwochen mit Begegnungen gegen den VfB Stuttgart, VfL Bochum und Hamburger SV nun wieder grauer Alltag in der 2. Fußball-Bundesliga?

Freitag, 06.12.2019, 20:46 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 20:50 Uhr
Seit Ole Werner das Kommando in Kiel übernommen hat, läuft es im hohen Norden wieder rund.
Seit Ole Werner das Kommando in Kiel übernommen hat, läuft es im hohen Norden wieder rund. Foto: dpa

Wer dem Osnabrücker Trainer vor dem Spiel am Samstag bei Holstein Kiel (13 Uhr) mit diesem Vergleich kommt, erntet von Daniel Thioune nur einen erstaunten Blick. „Die Kieler hatten einen holprigen Start, ja. Aber aktuell ist Holstein Kiel die Mannschaft der Stunde.“ Gerade auswärts hätten sie es in den vergangenen Wochen „richtig gut gemacht“.

In der Tat, am vergangenen Spieltag siegte Holstein mit 2:1 in Dresden, davor 6:3 beim SV Wehen Wiesbaden. Allerdings: In der aktuellen Heimtabelle rangieren die „Störche“ nur auf Rang 15 – mit zwei Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen. Von solchen Zahlen lässt sich der VfL-Trainer jedoch wie immer nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Thioune vergleicht Holstein Kiel sogar mit dem Hamburger SV: „Kiel ist der kleine HSV . Eine spielstarke Mannschaft, gespickt mit Potenzialspielern, die über große Möglichkeiten verfügen.“ Mit dabei: Emmanuel Iyoha, der in der Saison 2017/18 noch im Kader des VfL stand. Der Angreifer ist in der laufenden Spielzeit mit bislang vier Treffern eine feste Größe im Kieler Team.

Zurück zu den eingangs erwähnten VfL-Festspielwochen und der möglichen Gefahr eines Spannungsabfalls. Thioune schüttelt den Kopf: „Ich hatte nicht den Eindruck, dass meinen Jungs Flügel gewachsen sind. Ansonsten hätten sie auch besser trainiert.“ Womit der Coach insbesondere die Trainingseinheit am Mittwoch meint. Aufgrund der Platzverhältnisse an der Illoshöhe war der VfL auf die Anlage des SC Halen ausgewichen. Und dort ging es sehr lautstark zur Sache, Thioune war angefressen: „Beim Spiel elf gegen elf war ich nicht damit zufrieden, was mir von dem einen oder anderen angeboten wurde.“ Das sei nicht der Hauptgrund, warum es möglich sei, dass er gegenüber dem Spiel gegen den „großen HSV“ in der Startformation Veränderungen vornehme. „Vielleicht brauche ich noch ein bisschen mehr Frische auf dem Platz. In jedem Fall erwarte ich von meiner Mannschaft Vollgas.“

So könnten sie spielen:

Holstein Kiel: Gelios – Neumann, Wahl, Thesker, van den Bergh – Meffert – Mühling, Özcan – Iyoha, Lee – Serra.

VfL Osnabrück: Kühn - Ajdini, Heyer, van Aken, Agu – Taffertshofer, Köhler – Ouahim, Schmidt, Blacha – Álvarez

Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma)

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7115633?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35348%2F
Videointerview: Premiere für Sascha Hildmann in Jena
Fußball 3. Liga : Videointerview: Premiere für Sascha Hildmann in Jena
Nachrichten-Ticker