Fußball: 2. Bundesliga
VfL Osnabrück erwartet den SV Sandhausen

Osnabrück -

Die 2. Bundesliga legt wieder los. Für den VfL Osnabrück beginnt der Ernst des Lebens am Mittwochabend. Dann ist der SV Sandhausen an der Bremer Brücke zu Gast. Das Hinspiel gewann der VfL mit 1:0.

Dienstag, 28.01.2020, 18:10 Uhr aktualisiert: 28.01.2020, 18:30 Uhr
Marcos Alvarez (rechts) schoss im Hinspiel das Tor des Tages. Der VfL gewann in Sandhausen mit 1:0.
Marcos Alvarez (rechts) schoss im Hinspiel das Tor des Tages. Der VfL gewann in Sandhausen mit 1:0. Foto: dpa

Dass er im Kader stehen wird, hat ihm der Trainer schon in Aussicht gestellt. Ob Maurice Trapp am Mittwochabend (20.30 Uhr) im Heimspiel des VfL Osnabrück gegen den SV Sandhausen auch in der Startelf steht? Coach Daniel Thioune lächelt solche Fragen wie immer gerne weg. Trapp verweist auf den Trainer, „der muss entscheiden“. Und lächelt ebenfalls.

So oder so – der 29. Januar 2020 ist für den Osnabrücker Innenverteidiger ein markantes Datum. Endlich wieder Fußball, endlich wieder ein Pflichtspiel für den VfL – dazu in dem Stadion, in dem er am 20. April 2019 nach dem 2:0 gegen den VfR Aalen den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern durfte. Der 20. April 2019 ist gleichzeitig auch der Tag, an dem Trapp sein vorerst letztes Pflichtspiel für den VfL absolviert hatte. Danach begann eine lange Leidenszeit mit Rücken-Operation, Reha und Rückschlägen. Diese Geschichte wurde schon mehrfach detailliert erzählt. „Das Thema ist abgehakt, ich bin gesund und wieder hier“, sagt Trapp.

Also, was denn nun? Startelf oder zunächst Reservebank? „Ich habe eine ganz gute Vorbereitung gespielt, ich bin bereit.“ In dieser Vorbereitung seien in der Defensive viele Konstellationen geprobt worden. Trapp spricht von einem erhöhten Konkurrenzkampf, „das wird uns vom Level her nach oben schubsen“. Ja, und im Team herrsche nach wie vor ein ganz besonderer Geist: „Wir haben keine Diva dabei, die Mannschaft steht über allem.“

Wie erwähnt, Thioune lässt sich vorab nicht in die Personalkarten schauen, aber sendet positive Signale in Richtung Trapp: „Maurice bekommt nichts geschenkt.“ Aber er habe nach seiner Rückkehr von Woche zu Woche gezeigt, „dass er die Mannschaft besser machen kann“.

Zum Gegner: Im Vorfeld des Spiels zollen beide Trainer dem anderen Team größten Respekt. „Der SV Sandhausen wird bei vielen zu Unrecht als Underdog oder graue Maus in dieser Liga angesehen“, sagt Thioune. Dass der VfL das Hinspiel mit 1:0 gewonnen habe, sei „sehr, sehr glücklich gewesen, der SVS war spielbestimmend“. Das Team von Trainer Uwe Koschinat habe im Verlauf der Hinrunde gezeigt, „dass es in der Breite so viel Qualität hat und jedem Gegner Probleme bereiten kann“.

Koschinat bezeichnet den Auswärtssieg des VfL in Sandhausen als „schmeichelhaft“ – und schickt dann reichlich Lob nach Osnabrück: „Es ist falsch, die spielerische Leistung des VfL aus dem Hinspiel als Maßstab heranzuziehen. Der VfL war noch in einer Anpassungsphase. Danach haben sie spektakuläre Spiele gemacht.“ Damit noch nicht genug: „Man muss sagen, dass der VfL im Kalenderjahr 2019 die Vorzeige-Profi-Mannschaft war.“ Die Osnabrücker seien so früh wie keine andere Mannschaft Meister der 3. Liga geworden. „Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, dass der VfL in der Saison 2018/19 ein Aufstiegsaspirant ist. Man muss den Hut davor ziehen.“

Und wie geht’s nun aus? Beide Teams zeigen, warum sie bislang in der vorderen Hälfte der Tabelle anzutreffen sind – und trennen sich 1:1.

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