Kreisliga A: TuS Graf Kobbo Tecklenburg verlängert mit seinem Trainerteam
Tecklenburg weiter mit Bienemann und Lüttmann

Tecklenburg -

Für Tecklenburger Verhältnisse vollzog sich die Entscheidung, die Zusammenarbeit mit den Trainern Klaus Bienemann und Julian Lüttmann über die Saison hinaus fortzusetzen, relativ schnell. Dennoch mussten beide Übungsleiter einige Fragen für sich persönlich klären, ehe sie schließlich ihr Ja-Wort gaben.

Montag, 24.02.2020, 17:18 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 14:30 Uhr
Bestimmen auch in der kommenden Saison die Geschicke des TuS Graf Kobbo Tecklenburg (von li.): Peter Rolfes (Torwarttrainer), Klaus Bienemann und Julian Lüttmann (gleichberechtigte Trainer), Raimund Berggold (Teambetreuer) und Dr. Hanno Knippenberg (Spartenleiter Fußball TGK Tecklenburg).
Bestimmen auch in der kommenden Saison die Geschicke des TuS Graf Kobbo Tecklenburg (von li.): Peter Rolfes (Torwarttrainer), Klaus Bienemann und Julian Lüttmann (gleichberechtigte Trainer), Raimund Berggold (Teambetreuer) und Dr. Hanno Knippenberg (Spartenleiter Fußball TGK Tecklenburg). Foto: TGK Tecklenburg

Wenn sich – im positiven Sinn – Fußballverrückte zusammenfinden, dann ist es meistens eine Verbindung, die für lange Zeit aufrechterhalten wird. Auch beim TuS Graf Kobbo Tecklenburg. Für dessen Vorsitzenden Dr. Hanno Knippenberg ist es ein „Traum“, wie er sagt, dass er gestern bekanntgeben durfte, dass sowohl die beiden Trainer Klaus Bienemann und Julian Lüttmann als auch Betreuer Raimund Berggold sowie Torwarttrainer Peter Rolfes im kommenden Jahr in gleicher Funktion tätig bleiben. Etwas, was über Jahre gewachsen ist, gibt man nicht so schnell auf. „Tecklenburg und der Verein TuS Graf Kobbo“, sagt Bienemann, „sind für mich ein Stück Heimat geworden.“

Freilich heißt das nicht, dass sich der Coach, dessen Lebensmittelpunkt zuvor Emsdetten war, keine Gedanken gemacht hat, wie es weitergehen soll. „Wie gehe ich mit meiner Zeit um? Will ich noch einen großen Teil meiner Freizeit auf dem Sportplatz verbringen?“ In den vergangenen Tagen beschäftigte sich Bienemann damit, Antworten auf diese Fragen zu finden. Und wenn es – wie bei ihm – um eine Herzensangelegenheit geht, dann schwelgt der 65-Jährige auch schon mal in einer für einen Fußballer eher untypischen philosophisch-lyrischen Sprache: „Es sind Bande, die nicht zu trennen sind.“ Giovanni Trapattoni, die frühere Trainer-Ikone des FC Bayern München, hätte an seiner Stelle gesagt: „Ich habe noch nicht fertig mit dem TuS Graf Kobbo.“ Es sind unterschiedliche Ausdrucksweisen, die inhaltlich jedoch identisch sind. Die Tecklenburger werden in der kommenden Saison vom bewährten Trainerteam gecoacht – unabhängig davon, ob es 2020/21 die Kreisliga A oder die Bezirksliga sein wird.

Julian Lüttmanns Worten ist leicht zu entnehmen, dass er es nicht bereut hat, nach Tecklenburg zu kommen. Er und Bienemann waren schon zu Oberliga-Zeiten Weggefährten bei den Sportfreunden Lotte. Lüttmann begab sich anschließend auf Wanderschaft. Rot-Weiß Oberhausen, SV Sandhausen, RW Erfurt, VfB Oldenburg und schließlich Kultclub SSV Jeddeloh II waren seine Stationen. Den Kontakt zu Bienemann erhielt er während seiner fußballerischen Odyssee stets aufrecht. Und als ihn sein früherer Trainer dann gefragt hatte, ob er sich vorstellen könne, nach Tecklenburg zu wechseln, brauchte Lüttmann nicht lange zu überlegen.

Trotz seiner 37 Jahre will er es noch einmal wissen. Sogar in der Bezirksliga, wenn es denn mit dem Aufstieg klappt. „Wir haben einen Plan, der funktioniert. Es macht richtig Spaß, hier zu sein“, sagt der Reckenfelder, womit er auch auf die perfekte Arbeitsteilung zwischen ihm als Spielertrainer und Klaus Bienemann, der am Rande steht, verweist. „Klaus spricht vor dem Spiel, ich in der Halbzeitpause“, erklärt Lüttmann. Der Ex-Profi wird somit 2020/21 in sein zweites Jahr beim TuS gehen. Für Bienemann wird es gar das siebte sein.

Wenn es darum geht, seine Beweggründe für den Verbleib darzulegen, führt er die gewachsenen Strukturen an – auf und außerhalb des Platzes. „Hier ist in den vergangenen Jahren etwas entstanden. Das wirft man nicht so einfach weg.“

Dass sich das Quartett mit Spartenleiter Knippenberg auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit einigten, hat auch etwas mit deckungsgleichen Zielen zu tun. Damit müssen sich die Verantwortlichen in der Tat beschäftigen. Denn sollte es in den verbleibenden Meisterschaftsspielen so erfolgreich wie bisher weitergehen, „droht“ die Bezirksliga. Damit würden die Tecklenburger Neuland betreten. In der A-Liga hatten sie schon vor Jahrzehnten – Anfang der 1970-er Jahre – gespielt. In der ersten überkreislichen Liga indes noch nie.

„Wir fühlen uns in der Kreisliga A ausgesprochen wohl“, erläutert Knippenberg. „Aber wenn es was werden sollte mit dem Aufstieg in die Bezirksliga, dann würden wir diesen Weg sicherlich begleiten.“

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