Alaattin Abi, Christian Bräuer und Dirk Vietmeier übernehmen Lengericher B-Junioren
Trainer-Triumvirat bei Preußen Lengerich

Lengerich -

Der SC Preußen Lengerich bündelt die Kräfte. So werden die B-Junioren ab der kommenden Saison von einem Trainer-Triumvirat betreut, das eine schlagkräftige Mannschaft formen soll. Damit will der Club den Grundstein für eine Zukunft legen, die perspektivisch auf die erste Mannschaft ausgerichtet ist.

Mittwoch, 29.04.2020, 18:12 Uhr
Alaattin Abi
Alaattin Abi Foto: SC Preußen

Der SC Preußen Lengerich bastelt an seiner Zukunft. Schon im Winter, nachdem Uwe Meyer die Verlängerung der Zusammenarbeit mit Pascal Heemann als Trainer der „Ersten“ bekanntgegeben hatte, betonte Preußens Sportvorstand, dass die Förderung der Jugend mehr Gewicht erhalten solle.

Künftig will der Club stärker als bisher aus eigener Quelle schöpfen. Dazu passt, dass mit Christian Bräuer und Alaattin Abi zwei Trainer gefunden wurden, die ab der kommenden Saison die B-Junioren des SC Preußen coachen werden. Unterstützt werden sie dabei von Dirk Vietmeier, der dem Duo beratend zur Seite stehen wird. Mit der Bündelung dieser erfahrenen Kräfte will der Club den Grundstein für eine Zukunft legen, die perspektivisch auf die erste Mannschaft ausgerichtet ist. Denn das Ziel ist klar: Die Kreisliga A, der die „Erste“ des SCP derzeit angehört, kann und darf nicht dauerhaft sportliche Heimat des Traditionsvereins sein.

Die Idee, ein „Dreigestirn“ als sportliche Leitung der Lengericher B-Junioren zu installieren, hatte Vietmeier, nachdem er von Alaattin Abi, in Preußen-Kreisen und darüber hin­aus eher unter seinem Spitznamen „Paul“ bekannt, gefragt wurde, ob er sich vorstellen könne, die B-Junioren zu trainieren. Mit dem gleichen Anliegen hatte sich auch Michael Stadie vom Jugendvorstand des SCP an den ehemaligen Oberligaspieler, Seniorentrainer und aktuellen Nachwuchscoach am DFB-Stützpunkt Ibbenbüren-Dörenthe gewandt.

Nach gemeinsamen Gesprächen fassten die Beteiligten den Entschluss, aus Abi, Bräuer und Vietmeier ein „Triumvirat“ zu formen, „in dem jeder seinen Teil dazu beitragen soll, damit wir gemeinsam erfolgreich sind“, sagt Vietmeier. „Diese Zusammensetzung hat von daher seinen Reiz, da sie bereits in der Saison 2006/07 bei den ersten Herren ganz ordentlich funktioniert hat“, wird Bräuer in einem Interview auf der Homepage des SCP zitiert.

Das Trainer-Trio tritt im Sommer an die Stelle des bisherigen B-Junioren-Coaches Sascha Höwing, der mit Saisonbeginn 2020/21 in den Seniorenbereich aufrückt und mit Heemann das Trainergespann der „Ersten“ bilden wird.

Bräuer und Abi werden das Trainingspensum bestimmen, während Vietmeier als eine Art „Teammanager“ eher im Hintergrund die Fäden zieht, der aber dennoch „Gewehr bei Fuß steht“, wie er selbst sagt, sollte es erforderlich sein, punktuell als Übungsleiter einzuspringen.

Auf ein starkes Fundament kann das künftige Trainergespann der B-Junioren allemal bauen. So werden nur drei Akteure nach Ablauf der Saison 2019/20 in die A-Junioren aufrücken. Zum bestehenden Kader stoßen mehrere Nachwuchskicker der Jahrgänge 2005/06 hinzu, die derzeit mit den C-Junioren in der Bezirksliga spielen. „Sollte die B-Jugend ein ähnliches Gesicht haben wie in der Saison 2018/19 als C-Jugend, wird es schwer, die Jungs zu schlagen“, verkündet Bräuer im Brustton der Überzeugung.

Zum Zeitpunkt der Aussetzung des Spielbetriebs belegen die Lengericher B-Junioren hinter dem TuS Recke Platz zwei in der Kreisliga A. Die Spielordnung sieht vor, dass nur der Meister berechtigt ist, an der Relegationsrunde, in der die Aufsteiger zur Bezirksliga ermittelt werden, teilzunehmen.

Da aber kaum davon auszugehen ist, dass der Spielbetrieb in den Juniorenligen in dieser Saison wieder aufgenommen wird (lesen Sie dazu auch den Text auf dieser Seite), bleiben viele Fragen offen. Wird die Saison 2019/20 überhaupt gewertet? Wenn ja, nach dem aktuellen Punktestand oder dem Stand der Hinrunde? Das sind Punkte, die diskutiert werden müssen, wenn eine Entscheidung darüber getroffen worden ist, ob die Saison fortgesetzt oder abgebrochen wird.

Angesichts der ungewissen Lage in Zeiten der Corona-Pandemie bleibt ebenso abzuwarten, wann die derzeit gesperrten Sportanlagen wieder geöffnet werden. Denn danach richtet sich, wann die Teams das Training auf den Plätzen wieder aufnehmen können.

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