Fußballturnier um den „W+H-Cup“
Entscheidung fällt Ende September

Lengerich -

Nachdem der Fußballkreis Tecklenburg bereits alle Hallenfußballturniere für 2020/21 abgesagt hatte, richtete sich jetzt auch der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen mit der gleichen Empfehlung an die Vereine. Bei Preußen Lengerich steht die Entscheidung, ob das Turnier um den „W+H-Cup“ im Januar gespielt werden kann, noch aus. Gleichwohl zeichnet sich eine klare Tendenz ab.

Donnerstag, 10.09.2020, 18:09 Uhr
Ein Szenario, das es im Januar 2021 wohl kaum geben wird. Zwar fällt die Entscheidung erst Ende September, doch die Tendenz geht klar in die Richtung, das Hallenfußballturnier des SC Preußen um den „W+H-Cup“ abzusagen.
Ein Szenario, das es im Januar 2021 wohl kaum geben wird. Zwar fällt die Entscheidung erst Ende September, doch die Tendenz geht klar in die Richtung, das Hallenfußballturnier des SC Preußen um den „W+H-Cup“ abzusagen. Foto: Jörg Wahlbrink

Schon vor einigen Wochen hatte Helmut Hettwer als Vorsitzender des Fußballkreises Tecklenburg und des Kreisjugendausschusses verkündet, dass aufgrund der Corona-Pandemie sämtliche Hallenkreismeisterschaften im Winter ausfallen werden. Das gilt sowohl für den Senioren- als auch für den Juniorenbereich.

Jetzt gab der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) bekannt, dass auch auf Verbandsebene keine Hallenfußballturniere in 2020/21 stattfinden. Diese Vorgabe könnte richtungsweisend sein. Im Tecklenburger Land und über diese Grenze hinweg zählt der vom SC Preußen Lengerich veranstaltete Indoor-Kick um den „W&H-Cup“ zu den Flaggschiffen des winterlichen Turnierkalenders. Eine definitive Entscheidung sei zwar noch nicht gefallen, doch eine Tendenz zeichne sich ab, sagt Ulli Börger . Demnach geht der Cheforganisator des Lengericher Budenzaubers davon aus, „dass der W+H-Cup im Januar 2021 nach Stand der Dinge wohl nicht stattfinden kann.“ Börger kündigt für Ende September eine Entscheidung an.

In seiner Begründung für die Turnierabsage auf Verbandsebene erklärte Harald Ollech, Vorsitzender des Verbands-Jugend-Ausschusses (VJA): „Wir müssen das Infektionsgeschehen und die Vorgaben der Landesregierung abwarten. Im Zweifel raten wir den Kreisen und Vereinen aber: Lieber darauf verzichten, auch wenn es wehtut. Die Gesundheit geht aber eindeutig vor“. Der Fußballkreis Tecklenburg reagierte mit seiner generellen Absage bereits vor dieser Empfehlung des Verbandes.

Hinsichtlich einer Neuauflage des „W+H-Cups“ betont Börger, „dass wir uns in direktem Austausch mit allen großen Vereinen befinden, die ihre Teilnahme bereits zugesagt haben.“ Das Nachwuchs-Turnier in Lengerich steht inzwischen bei den Top-Clubs in Nord- und Westdeutschland ganz oben auf der Liste. Auch in den Niederlanden hat sich herumgesprochen, dass Lengerich den Top-Talenten eine große Bühne bietet, auf der sie sich präsentieren können. Wie aus Kreisen des SC Preußen zu vernehmen war, hatte der Club für 2021 sogar Ajax Amsterdam an der Angel.

Nicht nur die kaum praktizierbare Umsetzung vorgegebener Hygiene- und Infektionsstandards nach der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW steht einer Austragung im Wege. Auch die Betreuung der Nachwuchskicker, von denen viele in den vergangenen Jahren bei Gastfamilien untergebracht waren, könnte nach dem bislang praktizierten Verfahren nicht mehr erfolgen. Der SC Preußen müsste schon für Unterbringung seiner Gäste in Hotelbetrieben sorgen – Rahmenbedingungen, die ein kleiner Verein kaum stemmen kann.

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