Lottes Trainerin Imke Wübbenhorst schlägt vor dem Spiel beim FC Wegberg-Beeck schärfere Töne an
Die Zeit des Welpenschutzes ist vorbei

Lotte -

Für die Sportfreunde Lotte steht ein weiteres wichtiges Spiel im Kampf um den Klassenerhalt auf dem Programm. Beim FC Wegberg-Beeck gilt es in erster Linie, die eklatante Auswärtsschwäche endlich abzulegen.

Donnerstag, 03.12.2020, 14:56 Uhr
Um heute beim FC Wegberg-Beeck zu bestehen, müssen die Reihen der Sportfreunde Lotte – in blauen Trikots mit (von re.) Luca Menke, Conrad Azong, Exauce Andzouana und Timo Brauer
Um heute beim FC Wegberg-Beeck zu bestehen, müssen die Reihen der Sportfreunde Lotte – in blauen Trikots mit (von re.) Luca Menke, Conrad Azong, Exauce Andzouana und Timo Brauer Foto: Frank Diederich

Gegen Alemannia Aachen reichte Regionalligist Sportfreunden Lotte fußballerische Hausmannskost, um dank eines 1:0-Sieges drei Punkte einzufahren. Bei der U 23 des 1. FC Köln folgte trotz besserer Leistung prompt der Rückschlag – weil die Lotteraner ihr Glück mit Füßen traten, beste Chancen verdaddelten und am Ende mit 0:2 verloren. Die Blau-Weißen finden einfach keinen festen Boden im Morast des Abstiegskampfes. Erste Vor­aussetzung, um aus dem Schlamassel herauszukommen, wäre ein Sieg in einem Auswärtsspiel. Doch damit tun sich die Sportfreunde bekanntlich schwer. Den nächsten Anlauf, das zu ändern, nehmen sie am Freitagabend in der Partie bei Aufsteiger FC Wegberg-Beeck.

Dabei spielen die jüngsten Ergebnisse der Konkurrenz den Sportfreunden nicht gerade in die Karten. So setzte sich am Mittwochabend der SV Bergisch Gladbach im Nachholspiel beim zuletzt so formstarken VfB Homberg mit 1:0 durch, womit die Bergisch Gladbacher tabellarisch an den Lotteranern vorbeizogen. „Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem jeder Einzelne Druck spüren muss“, sagt Imke Wübbenhorst .

Die Trainerin der Sportfreunde schlägt – deutlich vernehmbar – schärfere Töne an. Ging es bisher darum, im Prozess des Zusammenwachsens den Druck von der jungen, neu formierten Mannschaft zu nehmen, entsendet Wübbenhorst mit ihrer unverblümten Ansprache nunmehr eine klare Botschaft: Die Zeit des Welpenschutzes ist vorbei. Alle sind gefordert, Verantwortung zu übernehmen. Ab sofort zählen keine Alibis mehr. „Ich werde jeden einzelnen Spieler in die Pflicht nehmen“, versichert die 31-Jährige.

Der heutige Gegner hat gezeigt, wie das funktionieren kann. So benötigte der FC Wegberg-Beeck nach dem Aufstieg aus der Mittelrheinliga einige Wochen, um in der Regionalliga West Tritt zu fassen. Dort ist das Team von Trainer Michael Burlet längst angekommen. Nur eines der zuletzt absolvierten neun Pflichtspiele verlor der Club aus dem Kreis Heinsberg. Am vergangenen Samstag überraschten die Beecker mit einem 0:0-Remis beim heimstarken SC Preußen Münster.

Besonders wichtig waren für den Liga-Neuling die Siege gegen den VfB Homberg (1:0), den SV Lippstadt (2:1) und den Wuppertaler SV (2:1). Es waren „Big-Points“ im Kampf um den Klassenerhalt, zumal auch die Spiele gegen die Mitkonkurrenten RW Ahlen (2:2) und SV Straelen (1:1) nicht verloren wurden. Diese Punktgewinnen sind allemal eine gute Basis für den Klassenerhalt, der für den Liga-Neuling oberste Priorität hat.

Für die Sportfreunde geht es darum, auf der einen Seite die Chance besser zu nutzen und auf der anderen die Fehler, die die Mannschaft zuletzt in Köln auf die Verliererstraße gebracht hat, abzustellen. „Wir haben gezeigt, dass wir das können. Wir wollen etwas reißen und fahren nach Wegberg, um dort zu gewinnen“, sagt Wübbenhorst und gibt ihrer Mannschaft einen klaren Auftrag mit auf den Weg.

Fehlen werden Justin Plautz und Leon Demaj (beide gelbgesperrt). Auch Massih Wassey (muskuläre Probleme) ist nicht dabei.

 

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