Handball-Landesliga
TVK-Coach Schulte: „Haben kollektiv versagt“

Lienen-Kattenvenne -

Wären sie doch bloß nicht gekommen, dürfte Florian Schulte, Trainer des TV Kattenvenne sich am Sonntagabend gedacht haben, nachdem sein TVK das Kellerduell in der Handball-Landesliga gegen den TV Vreden mit 22:33 verloren hatte.

Montag, 10.02.2020, 19:12 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 17:16 Uhr
TVK-Trainer Florian Schulte sah am Sonntagabend ein „kollektives Versagen“ seines Teams gegen den TV Vreden.
TVK-Trainer Florian Schulte sah am Sonntagabend ein „kollektives Versagen“ seines Teams gegen den TV Vreden. Foto: Jörg Wahlbrink

„Wir hatten erst überlegt, ob wir bei dem Sturm überhaupt rüberfahren“, verriet Gästetrainer Frank Steinkamp nach dem Spiel den Ruhr-Nachrichten. Die Fahrt laber hatte sich allemal für die Vredener gelohnt, die durch unerwartet deutlichen Erfolg dem TVK bis auf zwei Punkt auf die Pelle gerückt sind.

„Ich hatte ja vorher gesagt, wer mehr will, der holt die zwei Punkte. Und Vreden hat am Sonntag ganz klar mehr gewollt“, musste sich TVK-Coach Florian Schulte am Tag nach dem Spiel eingestehen. „Wir hatten einfach nicht den richtigen Mumm und haben kollektiv versagt.“ Als einen Knackpunkt machte Schulte die Momente beim 4:6-Zwischenstand aus. „Da haben wir zwei, drei Bälle abgegeben. Sofort gingen die Köpfe bei den Spielern runter“, musste er mit ansehen. „Ab da nahm das Schicksal seinen Lauf.“ Vreden war vom TVK nicht mehr zu bremsen und sendete schließen ein deutliches Zeichen im Abstiegskampf.

„Das ist hart. Da müssen wir durch. Wir dürfen jetzt aber nicht den Kopf in den Sand stecken, dann läuft es so weiter. Jetzt müssen wir nach vorne gucken und uns das nächste Spiel in Siedinghausen vornehmen“, so Schulte. „Wir haben ja schon bewiesen, dass wir es können“, hat der Kattenvenner Trainer, der zum Saisonende bekanntlich beim TVK aufhört, die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Dazu besteht sicherlich auch noch kein Anlass. Noch ist der TVK Drittletzter mit zwei Punkten Vorsprung vor Vreden und Schlusslicht SuS Neuenkirchen. Der SuS trennte sich übrigens am Wochenende von Hesselteich-Siedinghausen, dem kommenden TVK-Gegner, 27:27. Das Kellertrio ist damit sehr eng zusammengerückt. Das verspricht noch eine spannende Restsaison zu werden.

Wie es am Saisonende mit Trainer Florian Schulte weitergeht, ist indes noch völlig offen. „Noch hat sich nichts Neues für mich ergeben“, sagte Schulte auf Nachfrage unserer Zeitung. Schulte, der von sich aus vor geraumer Zeit erklärt hatte, dass am Ende der laufenden Saison beim TVK Schluss sei und er nach neuen Ufern strebe, hat noch nicht das passen Angebot erhalten oder gefunden. „Das ist auch nicht so einfach. Ich bin ja auch beruflich stark eingebunden“, sagt der Coach, der den TVK zurück in die Landesliga geführt hat. Und als Abschiedsgeschenk möchte er seinem Nachfolger in der Ölberghalle auch einen Landesligisten übergeben. „Es muss alles passen. Es muss auch Spaß machen mit einer Mannschaft“, sagt Schulte.

Bis zum Saisonende am 9. Mai sind es noch genau zehn Spiele. Darunter sind aber auch einige Hammerspiele. Nach Siedinghausen (15.2.), kommt der Fünfte TG Hörste (1.3.), dann geht es zum Tabellenzweiten nach Werther (8.3.). Am Freitag, 13. März (20.15 Uhr), steht dann das Derby gegen den TSV Ladbergen an.

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