Handball: Die meisten heimischen Clubs ziehen die Wildcard und steigen auf
Bezirksliga wird zur TE-Domäne

Tecklenburger Land -

Der TV Kattenvenne und der TSV Ladbergen werden in der nächsten Saison als Landesligisten die höchstklassigen Handballteams sein. Lediglich drei Männer-Mannschaften aus dem Tecklenburger Land gehen dann in der Kreisliga an den Start.

Donnerstag, 21.05.2020, 07:11 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 17:44 Uhr
Der TSV Ladbergen (Szene aus dem Spiel gegen den ASV Hamm vor der Corona-Pandemie) und der TV Kattenvenne sind neben dem HC Ibbenbüren die Teams, die in der Landesliga antreten. Es sind die höchstklassig spielenden Teams aus dem Tecklenburger Land.
Der TSV Ladbergen (Szene aus dem Spiel gegen den ASV Hamm vor der Corona-Pandemie) und der TV Kattenvenne sind neben dem HC Ibbenbüren die Teams, die in der Landesliga antreten. Es sind die höchstklassig spielenden Teams aus dem Tecklenburger Land. Foto: Jörg Wahlbrink

Die Männerteams des SC Hörstel, von Eintracht Mettingen und der Ibbenbürener SV sind die drei einzigen ersten Mannschaften in der Saison 2020/21, die noch in der Kreisliga um Punkte kämpfen werden. Alle anderen Aushängeschilder der handballspielenden Clubs des Tecklenburger Landes werden sowohl im Damen- als auch im Männerbereich überkreislich vertreten sein. Ursache ist der vermehrte Aufstieg nach dem Saisonabbruch aufgrund der Corona-Pandemie.

Der westfälische Handballverband hatte sich entschieden, die Saison nicht zu annullieren, sondern den Tabellenstand zum Zeitpunkt des Abbruchs zu werten. Demnach sollte es keine Absteiger geben, sehr wohl aber Aufsteiger. Gewertet wurde dabei nach dem norwegischen Modell. Bei dieser Quotientenregelung werden die erreichten Punkte durch die Anzahl der Spiele geteilt. Dieser Wert wird mit 100 multipliziert. So wurden Meister und direkte Aufsteiger ermittelt. Doch auch alle anderen dahinter platzierten Teams, die bei einem normalen Saisonverlauf einen Aufstiegsrang noch hätten erreichen können, erhielten in Form einer Wildcard das Aufstiegsrecht.

Bis zum heutigen Tag hatten die Vereine Gelegenheit, sich zu erklären und dem Verband ihre Entscheidung mitzuteilen. Die meisten Clubs haben die Wildcard gezogen und werden damit das Aufstiegsrecht wahrnehmen.

Als Drittplatzierte haben die Damen der Ibbenbürener SV die Oberliga-Saison beendet und hatten eine Wildcard erhalten. Nach reiflicher Überlegung, wie es ISV-Handball-Abteilungsleiterin Carola Reupert äußert, werde man die 3. Liga aber nicht in Angriff nehmen. In der kommenden Saison wird es in der Oberliga weitergehen.

Die Handball-Damen des TSV Ladbergen hätten nach dem dritten Rang in der Bezirksliga in die Landesliga hochgehen können. Das Team von Trainerin Daniela Oana verzichtet jedoch und bleibt in der Bezirksliga. Auch die Herren-Teams der Ibbenbürener SV (4.) und des SC Hörstel (7.) nutzen ihr Aufstiegsrecht nicht und bleiben in der Kreisliga. Hier wird weiterhin auch Eintracht Mettingen der Gegner sein.

Der HC Ibbenbüren II (3.), TV Kattenvenne II (5.) und TSV Ladbergen II (6.) freuen sich dagegen über die geschenkte Wildcard, werden sie nutzen und künftig in der Bezirksliga spielen. Hier treffen sie auf die HSG Hohne/Lengerich und den TuS Recke, der, obwohl Vorletzter beim Abbruch, den Klassenerhalt sichergestellt hat. Wie die Bezirksliga genau aussehen wird, steht noch nicht fest. Daniel Hooge, Vorsitzender des Handballkreises Münster, erklärte vor einigen Wochen bereits, dass man die genauen Meldezahlen abwarten müsse. Dabei schloss er nicht aus, dass es zwei Bezirksliga-Staffeln geben könnte.

Voll wird es auch in der Frauen-Bezirksliga. Die heimischen (Noch-) Kreisligisten SC Hörstel (1.), Ibbenbürener SV II (3.) und Eintracht Mettingen (4.) wollen ihre Aufstiegschance nutzen und den Weg in die höhere Spielklasse antreten. „Wir wissen zwar noch nicht, wie es weitergeht und wann wir wieder halbwegs normal trainieren können“, sagt Mettingens Trainer Markus Nagelmann, „die Bezirksliga trauen wir uns aber zu und wollen es dort versuchen.“ In der Bezirksliga treffen die drei TE-Aufsteiger auf TSV Ladbergen und vermutlich HSG Hohne/Lengerich, die aber einen freiwilligen Rückzug in Erwägung zieht.

Ligenzugehörigkeit

Frauen-Oberliga

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Die Damen des TuS Recke und des HC Ibbenbüren bleiben in der Landesliga. Gleiches gilt für die Herren des TSV Ladbergen und des TV Kattenvenne. Da die Handballer des HCI den Aufstieg realisiert haben, kommt es in der Landesliga zu einigen interessanten Derbys. Für den THC Westerkappeln, der im niedersächsischen Handballverband beheimatet ist, geht es in der Weser-Ems-Liga weiter.

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