TE-Clubs haben noch keine Testspiele geplant
Vorsichtiges Herantasten an die Normalität

Tecklenburger Land -

Die Fußballclubs im Tecklenburger Land haben das Training zwar wieder aufgenommen, doch Testspiele, die jetzt wieder möglich sind, wurden noch nicht vereinbart. Dafür gibt es Gründe.

Mittwoch, 24.06.2020, 17:54 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 16:50 Uhr
Max Rosenbusch (rechts) befindet sich mit SW Lienen seit vier Wochen im Training. Noch steht nicht fest, wann die Schwarz-Weißen wieder in den Spielbetrieb einsteigen.
Max Rosenbusch (rechts) befindet sich mit SW Lienen seit vier Wochen im Training. Noch steht nicht fest, wann die Schwarz-Weißen wieder in den Spielbetrieb einsteigen. Foto: Jörg Wahlbrink

Es ist ein vorsichtiges Herantasten an die Normalität. Das ist wohl die Botschaft, die der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) Anfang der Woche überbringen wollte, als er mitteilte, dass ab sofort Fußballfreundschaftsspiele im Senioren- und ab dem 1. Juli im Juniorenbereich wieder ausgetragen werden dürfen. Geht es also gleich in die Vollen, quasi von null auf hundert? Von wegen! Die heimischen Fußballtrainer wissen, dass das Corona-Virus nicht verschwindet, selbst wenn sich die Temperaturen in diesen Tagen der 30-Grad-Marke nähern. „Wir werden jetzt sicherlich nicht Hals über Kopf Testspiele vereinbaren. Lieber warten wir erst einmal ab“, sagt Maik Horstkotte .

Ähnlich wie der Trainer des heimischen A-Ligisten SW Lienen sehen es die Kollegen der benachbarten Vereine. „Das hängt ja auch von der Entscheidung der jeweiligen Gemeinde ab“, erläutert Tim Lutterbei , Fußball-Obmann des A-Ligisten VfL Ladbergen. Dort stieg der neue Coach Stefan Kilfitt Anfang dieses Monats ins Training ein. Allerdings unter Einhaltung strikter Vorgaben. Jeder Spieler muss sich bei jeder Trainingseinheit in eine Anwesenheitsliste eintragen. Die heftet VfL-Vorsitzender Norbert Plogmeier akribisch ab. „So lässt sich nachverfolgen, wer im Fall eines Infektionsnachweises mit wem trainiert hat“, sagt Lutterbei.

Wie den Ladbergern ergeht es den Lienenern. Da auf der Sportanlage am Postdamm die Kabinen noch verschlossen sind, erscheinen die Fußballer umgezogen zum Training. Geduscht wird anschließend zu Hause.

Bei den Schwarz-Weißen wird seit vier Wochen wieder trainiert, in den ersten drei Wochen kontaktlos, seit sieben Tagen wieder wettkampfkonform. Testspiele wurden noch nicht terminiert. Lose Anfragen habe es gegeben, jedoch noch keine verbindlichen Vereinbarungen. „Dafür ist es noch zu früh. Wir müssen schließlich auch die Erlaubnis der Gemeinde haben“, gibt Horstkotte zu bedenken.

Auch beim SC Preußen Lengerich, der sich seit drei Wochen im Training befindet, gibt es noch keine Termine für etwaige Testspiele. „Drei oder vier wollen wir aber schon noch absolvieren, bevor es losgeht“, verkündet Trainer Pascal Heemann. Womit er deutlich werden lässt, wo das eigentliche Problem liegt. Um einen Rahmenterminplan zu erstellen, muss man wissen, wann die Saison 2020/21 beginnt. Im Raum steht das zweite September-Wochenende, das wäre am 12./13. September. Bestätigt ist dieser Termin aber noch nicht.

Auch Klaus Bienemann und Julian Lüttmann werden beim TuS Graf Kobbo Tecklenburg ihre Detailplanungen erst offenlegen, wenn die Eckdaten stehen. Eines jedoch hat Bienemann für den frischgebackenen Bezirksliga-Aufsteiger bereits festgelegt. Es wird eine Sommerpause geben, in der nicht trainiert wird. „Ich halte nichts davon, jetzt zweieinhalb oder drei Monate bis zum Saisonstart durchzutrainieren. Da würde einiges verpuffen. Spieler brauchen Herausforderungen, der sie sich innerhalb einer festgelegten Zeitspanne stellen müssen“, betont Bienemann. Der TuS-Coach wird deshalb sechs Wochen vor Saisonstart in die heiße Phase der Vorbereitung gehen. Trainingsbeginn wäre dann am 25. Juli, sofern die Saison denn am 12./13. September beginnt.

Die Voraussetzungen für die Genehmigung von Testspielen:

  • Nicht mehr als 30 Personen üben nicht kontaktfrei Sport aus (Trainer und Betreuer zählen nicht dazu).
  • Erfüllung aller Hygienevorschriften und Beachtung der Infektionsschutzstandards laut Corona-Schutzverordnung.
  • Hygienekonzepte sind den lokalen (Gesundheits-) Behörden vorzulegen und mit diesen abzustimmen.
  • Komplette Datenerfassung der Sportlerinnen und Sportler zwecks Rückverfolgbarkeit.
  • Zuschauer sind bis zu einer Personenzahl von maximal 100 unter Wahrung der Abstandsregeln zugelassen. Auch hier müssen Personendaten zwecks Rückverfolgung erfasst werden.
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