Nach dem Derby SW Lienen gegen Preußen Lengerich
„2:2 wird beiden Teams gerecht“

Lienen/Lengerich -

Nach dem 2:2-Remis im A-Liga-Derby zwischen SW Lienen und Preußen Lengerich am Freitagabend war ein Trainer ziemlich zufrieden, der andere weniger. Dafür gibt es Gründe.

Sonntag, 27.09.2020, 20:30 Uhr
Lieferten sich packende Zweikämpfe: Lienens Eimo Smidt (li.) und Preußens Mahmut Akbas.
Lieferten sich packende Zweikämpfe: Lienens Eimo Smidt (li.) und Preußens Mahmut Akbas. Foto: Jörg Wahlbrink

Es war eine umkämpfte Partie, die mit einem 2:2 (1:1)-Remis (die WN berichteten am Samstag) endete. Mit der Punkteteilung im A-Liga-Derby zwischen SW Lienen und Preußen Lengerich konnten nach dem Abpfiff am Freitagabend beide Trainer leben; auch wenn der eine etwas zufriedener war als der andere.

„Wir wollten nicht ins offene Messer laufen, das ist uns recht gut gelungen“, sagte SWL-Coach Maik Horstkotte nach dem Spiel. Dass seine Mannschaft auch im zweiten Jahr ihrer A-Liga-Zugehörigkeit konkurrenzfähig im Kreisliga-Oberhaus ist, stellten die Schwarz-Weißen in der Schlussphase unter Beweis. Als beim Stand von 1:2 Unheil drohte, stemmten sie sich gegen die drohende Niederlage und kamen durch einen von Louis Hawerkamp in der 87. Minute verwandelten Foulelfmeter noch zum Ausgleich. Zuvor war der in der 63. Minute eingewechselte Maximilian Warkentin gefoult worden. „Lengerich hatte zwar mehr Ballbesitz, aber ich denke, dass das Ergebnis beiden Mannschaften gerecht wird“, lautete Horstkottes Resümee.

Dieser Einschätzung vermochte sich Lengerichs Coach Pascal Heemann anzuschließen; wenn auch eher zähneknirschend. „Wenn wir nicht in der Lage sind, unsere Chance zu verwerten, dann wäre ein Sieg auch nicht verdient gewesen“, räumte er ein und zeigte auf, wo er und sein Trainer-Kollege Sascha Höwing die Hebel ansetzen werden. „Das 2:2 ist unter dem Strich zu wenig“, verkündete der Coach mit Blick auf die ehrgeizigen Saisonziele, die die Preußen verfolgen.

Die Schwarz-Weißen gingen in der 17. Minute in Führung, als Max Rosenbusch nach einer Freistoßflanke von Hawerkamp mit dem Kopf zur Stelle war. Nur zwei Minuten später versenkte Ole Schürbrock einen Foulelfmeter zum 1:1-Ausgleich, nachdem Martin Fleige gefoult worden war. Das 2:1 für die Preußen erzielte Niklas Haverkamp nach einem Eckstoß. „Danach“, so Heemann, „hätten wir den Sack eigentlich zumachen müssen. Aber wir haben es nicht geschafft, in die letzte Zone vor dem gegnerischen Tor einzudringen“, fügte er angesichts einiger guter Möglichkeiten und augenscheinlicher Feldvorteile hinzu. Wobei er sich und Höwing ausdrücklich in die Pflicht nahm: „Unsere Aufgabe besteht nun darin, einen Plan zu entwickeln, damit wir wieder in die Erfolgsspur kommen“, sagte Heemann.

Horstkotte und seine beiden Co-Trainer Sebastian Ruwisch und Dennis Buddenkotte sind derweil froh, nach den heftigen Auftaktniederlagen gegen die U 23 der Sportfreunde Lotte (1:6) und der Ibbenbürener SV (1:5) den Turnaround geschafft zu haben. „Ich denke, jetzt sind wir in der Liga angekommen“, so Horstkotte. Das ist auch gut so, denn in den anstehenden Spielen kommt ein richtiges Brett auf die Schwarz-Weißen zu: Zunächst geht es zum SC Halen, dann gastiert der SV Büren in Lienen – beides Teams, die ganz oben mitmischen wollen.

Erfreulich war, dass viele Zuschauer am Platz zugegen waren und dass die Hygienemaßnahmen offenbar gut umgesetzt werden konnten.

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