„Für mich ist das ein Drittliga-Spiel“
Stefan Krämer zeigt sich beeindruckt

Bielefeld / Lotte -

Dem Abgrund nahe war Arminia Bielefeld noch im September diesen Jahres. 2009 noch in der ersten Bundesliga vertreten, folgten zwei Abstiege und als Tabellenschlusslicht der 3. Liga ein weiterer Absturz. Zudem drückten horrende finanzielle Probleme aufs Gemüt. Nicht wenige sahen den Club langsam aber sicher von der Bildfläche verschwinden. Dann übernahm mit Stefan Krämer ein Mann den Trainerposten für den glücklosen Markus von Ahlen, der das gewisse etwas hat. Er packte die Spieler richtig an, verschaffte ihr das passende taktische Korsett und pflanzte den Spielern damit auch das Siegergen ein. Aus der vermeintlichen „Looser-Truppe“ ist längst eine Mannschaft geworden, die gehobenen Ansprüchen in der 3. Liga entspricht. „Die Mannschaft ist gegenüber den ersten Saisonspielen nicht wiederzuerkennen“, meint auch Lottes Trainer Maik Walpurgis.

Dienstag, 29.11.2011, 20:11 Uhr

Unter Stefan Krämer legte Arminia eine kleine Serie mit vier Spielen ohne Niederlage hin. Darauf hatten die Arminia-Fans viele Jahre warten müssen. Prompt reagiert der Anhang, die Zuschauerzahlen stiegen kräftig an. Heute wird im kleinen Rußheide-Stadion des Nachbarn VfB/Fichte Bielefeld mit 3000 Besuchern gerechnet.

Der 44-jährige Krämer weiß um den Höhenflug seiner Mannschaft, warnt aber davor, die Sportfreunde zu unterschätzen. Auch er ließ Lotte mehrfach beobachten, zuletzt am Freitagabend in Leverkusen . Am meisten beeindruckten ihn die Innenverteidiger Andre Wiwerink und David Czyszczon. „Ich ziehe den Hut vor den Sportfreunden. Für mich ist die morgige Partie ein Drittligaspiel“, meint der Fußballlehrer. „Lotte arbeitet unter Profibedingungen. Es gibt in dieser Begegnung daher keinen Favoriten. Das wird ein Spiel auf absoluter Augenhöhe. Lotte ist souveräner Tabellenführer der Regionalliga West, spielt sehr selbstbewusst und hat eine erfahrene, eingespielte Mannschaft. Die Chancen stehen 50 zu 50.“

Zwar sieht es Krämer ähnlich wie sein Pendant Maik Walpurgis und räumt der Meisterschaft Vorrang ein. Aber er verhehlt auch nicht, in die nächste Runde einziehen zu wollen: „Ich liebe die Pokalatmosphäre, so ein Entscheidungsspiel treibt mich nur zusätzlich an.“

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