Mehr Spitzenspiel geht nicht
Regionalliga-Hit SF Lotte gegen Eintracht Trier / Sportfreunde zuversichtlich

Lotte -

Mehr Spitzenspiel geht nicht. Der Erste trifft auf den Zweiten. Beide haben sich in der Liga bereits abgesetzt. Und wahrscheinlich machen diese beiden den Titel unter sich aus. Ein Duell der Regionalliga-Giganten steht bevor, wenn die Sportfreunde Lotte am heutigen Samstag auf Eintracht Trier treffen. Anstoß ist um 14 Uhr in der connect-M-Arena. Der Zuschauer-Zuspruch dürfte groß werden. Allein aus Trier werden einige hundert Fans erwartet.

Donnerstag, 08.12.2011, 17:12 Uhr

Die Hausherren sind in der komfortablen Situation, weniger Druck ausgesetzt zu sein als die Gäste. Mit sechs Punkten Vorsprung führt Lotte die Tabelle an. Bei einem Sieg wären es neun. „So weit ist es aber noch nicht“, hält SFL-Trainer Maik Walpurgis den Ball flach. Er könnte mit einer Punkteteilung leben, sagt aber auch, „dass wir die Perspektive haben, uns abzusetzen. Und die wollen wir nutzen.“ Triers Trainer Roland Seitz hält dagegen: „Wir fahren nach Lotte um zu gewinnen. Wir werden sicher nicht auf Gedeih und Verderb stürmen, aber wir wollen die drei Punkte.“

Für Lotte spricht die Bilanz. In bisher sechs Aufeinandertreffen gewannen die Sportfreunde bei einem Remis satte fünf Mal. Gegenüber dem letzten Punktspiel in Leverkusen wird Maik Walpurgis die Startformation nicht verändern. Bei der Werkself hat bereits Martin Hess für Marcus Fischer begonnen. Hess bildet auch heute die einzige Sturmspitze. Das verlorene Verbandspokalspiel bei Arminia Bielefeld soll zudem noch unterstützend wirken. „Für die Mannschaft und für mich war das keine Niederlage. Nach 120 Minuten stand es Unentschieden. Wir haben gezeigt, dass wir mit einem so starken Gegner wie die Arminia mithalten können. Auch gegen Trier wird es ein Spiel auf hohem Niveau geben. Wir sind gewappnet“, strotzt Walpurgis vor Selbstvertrauen.

Eintracht Trier möchte nichts dem Zufall überlassen und ist gestern bereits gen Norden gereist. Allerdings wird die Mannschaft zum Spiel heute dennoch ein gutes Stück fahren müssen. Da in der Nähe kein Hotel zu buchen war, hat sich der SV Eintracht eine Unterkunft in Billerbeck gesucht.

Im Kader der mit ehemaligen Erst- und Zweitliga-Spielern gespickten Moselstädter steckt so viel Qualität und Erfahrung, dass es verwundert, dass nicht Trier die Liga so beherrscht wie Lotte. „Wir hatten zu Beginn Probleme“, erläutert Trainer Roland Seitz. „Ende vergangener Saison haben uns vier wichtige Spieler verlassen. Neue sind hinzu gekommen. Es hat eine gewisse Zeitg gedauert, bis sich alle an einander gewöhnt haben.“

Kapitän Torge Hollmann wird verletzungsbedingt fehlen. Dafür ist der Bundesliga-erfahrene Thomas Drescher auf der linken Verteidigerposition gesetzt. Im Zentrum verteidigt mit Oliver Stang ein alter Bekannter. Der trug im vergangenen Jahr noch das Trikot des VfL Osnabrück in der zweiten Bundesliga. Er kündigt den Sportfreunden einen heißen Kampf an: „Wir liegen derzeit sechs Punkte hinter Lotte. Wir wollen, dass es am Samstagabend nur noch drei sind.“ Auch Andre Poggenborg zeigt sich zuversichtlich. Der Keeper der von 2007 bis 2010 in Lotte zwischen den Pfosten stand, ist seit eineinhalb Jahren die Nummer eins in Trier. Er kennt die Qualitäten der Sportfreunde, hat mit vielen noch zusammen gespielt, und ist überzeugt, „dass die zu knacken sind.“

Zu knacken hatten einige Lotter Spieler und das Trainer-Team schon gestern eine harte Nuss. Sie legten beim Kartenvorverkauf zum heutigen Spiel eine Sonderschicht ein und versorgten die Fans mit selbst gebackenen Waffeln. Aber die Sportfreunde machten eine gute Figur wie hoffentlich auch im heutigen Spitzenspiel.

SF Lotte: Maczkowiak - Grieneisen, Wiwerink, Czyszczon, Hohnstdt - Zinke Gorschlüter - Liesenfeld, Gataric, Lorenz - Hess.

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