DFB-Urteil nach Rassismus-Vorwürfen: Sperre auch für Karikari
DFB-Urteil nach Rassismus-Vorwürfen / Sperre auch für Karikari

Lotte -

Martin Hess von SF Lotte und Jeremy Opoku Karikari (Eintracht Trier) sind vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Zuge der Rassismus-Affäre jeweils mit Sperren von drei Meisterschaftsspielen belegt worden. Christian Schlösser wurde freigesprochen.

Montag, 23.01.2012, 20:01 Uhr

DFB-Urteil nach Rassismus-Vorwürfen: Sperre auch für Karikari : DFB-Urteil nach Rassismus-Vorwürfen / Sperre auch für Karikari
Jeremy Opoku Kariakri (hinten) und Martin Hess sind während des Regionalliga-Spitzenspiels mehrfach anein­andergeraten. Gestern wurden beide vom DFB-Sportgericht für drei Spiele gesperrt. Foto: Manfred Mrugalla

„Wir können damit leben, und werden das Urteil voll und ganz akzeptieren.“ Endgültig einen Schlussstrich ziehen wollen Fußballobmann Manfred Wilke und die Sportfreunde Lotte unter die Rassismus-Affäre. Nach der Anhörung des DFB-Kontrollausschusses am 13. Januar hat das DFB-Sportgericht am Montag ein Urteil gefällt. Demnach werden Martin Hess von SF Lotte und Jeremy Opoku Kariakri von Eintracht Trier für jeweils drei Meisterschaftsspiele gesperrt.

Wie mehrfach berichtet sollen Martin Hess und Christian Schlösser von den Sportfreunden im Regionalliga-Spitzenspiel am 10. Dezember 2011 gegen Eintracht Trier (2:3) zwei gegnerische farbige Spieler rassistisch beleidigt haben. Darüber hinaus soll der Trierer Karikari 45 Minuten nach Spielende Hess ins Gesicht geschlagen haben.

Nach der Anklageerhebung des DFB-Kontrollausschusses hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes ( DFB ) im Einzelrichter-Verfahren nun folgende Entscheidung getroffen: Martin Hess wegen unsportlichen Verhaltens und Karikari wegen einer Tätlichkeit gegen den Gegner nach einer vorangegangenen sportwidrigen Handlung werden jeweils mit Sperren von drei Meisterschaftsspielen der Regionalliga belegt. Christian Schlösser wird von allen Vorwürfen frei gesprochen.

Der DFB-Kontrollausschuss hatte Ermittlungen eingeleitet, nachdem die Vorfälle dem DFB von den Vereinen angezeigt worden waren. Schiedsrichter Michael Weiner hatte die Vorkommnisse nicht wahrgenommen.

„Wir sind glücklich, dass die Angelegenheit endlich ausgestanden ist. Für uns ist das Thema damit erledigt und wir werden auch keine weiteren Kommentare dazu abgeben“, war Manfred Wilke deutlich anzumerken, dass er froh ist, diese Affäre endlich abhaken zu können. Froh vor allem deshalb, dass die Vorwürfe der rassistischen Beleidigungen aus der Welt geräumt worden sind. Da auch Eintracht Trier der Entscheidung bereits zugestimmt hat, ist das Urteil rechtskräftig.

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