Regionalliga West
SF Lotte: Den Spielfluss des FC unterbinden

Lotte -

Der Sieg der Sportfreunde Lotte zuletzt in Homberg war wichtig. Nun gilt es, gegen die U 23 nachzulegen. Allerdings tun sich einige Fragezeichen im SFL-Kader auf.

Freitag, 31.01.2020, 17:48 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 17:52 Uhr
Julius Reimerink will nach dem Sieg in Homberg mit den Sportfreunden gegen die U 23 des 1. FC Köln nachlegen.
Julius Reimerink will nach dem Sieg in Homberg mit den Sportfreunden gegen die U 23 des 1. FC Köln nachlegen. Foto: Manfred Mrugalla

Keine Frage – mit dem 3:0-Sieg beim VfB Homberg taten die Sportfreunde Lotte einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum primären Ziel, das in erster Linie auf den Klassenerhalt in der Regionalliga West ausgerichtet ist. Am Sonntag haben die Sportfreunde die Chance, im Spiel gegen die U 23 des 1. FC Köln im Stadion am Lotter Kreuz den nächsten folgen zu lassen. Das wird jedoch ein hartes Stück Arbeit, wie Ismail Atalan zu verstehen gibt: „Die Kölner gehören für mich zu den drei spielstärksten Mannschaften der Regionalliga.“

Lottes Trainer spricht damit Tugenden an, die viele Nachwuchsmannschaften aus dem Profi-Bereich auszeichnen. Beim 1. FC Köln investiert man einiges, damit dieser Prozess des Zusammenwachsens gefördert wird. So bezog das Team von Trainer Mark Zimmermann in der Winterpause ein Trainingsquartier in La Manga, um sich bei 15 Grad unter der Sonne Spaniens auf die restlichen Spiele der Rückrunde der Fußball-Regionalliga vorzubereiten.

Zudem erhielten die Kölner Jungprofis Verstärkung, denn in der Winterpause verpflichtete der FC Max Klump von der U 23 des VfL Wolfsburg. Der 19-fache deutsche U-19-Nationalspieler soll beim Kölner Nachwuchsteam auf der linken Außenbahn zum Einsatz kommen. Sein Debüt wird er am Sonntag beim Gastspiel in Lotte feiern.

Allein aufgrund dieser Entwicklung dient das Hinspiel, das die Sportfreunde zu Beginn der Saison mit 3:1 im Franz-Kremer-Stadion gewonnen hatten, kaum als Maßstab für den Vergleich am Sonntag. „Ich erwarte eine Kölner Mannschaft, die uns alles abverlangen wird“, sagt Atalan.

Wie schon in Homberg müssen die Sportfreunde auch im ersten Heimspiel des neuen Jahres ihre Formation umstellen. „Derzeit steht uns kein gelernter Innenverteidiger mehr zur Verfügung“, zeigt der Coach auf, wo die Sportfreunde derzeit am meisten der Schuh drückt. Da in Homberg Besfort Kolgeci und Tim Wedel jeweils ihre fünfte Gelbe Karte gesehen hatten, weshalb beide Akteure für das Spiel am Sonntag gesperrt sind, und Rekonvaleszent Jeron Al-Hazaimeh noch nicht zur Verfügung steht, werden Alternativen für die Innenverteidigung rar. „Wir müssen experimentieren, vielleicht probieren wir es hinten mit einer Dreierkette“, gibt Atalan einen Einblick in seine Gedankenspiele.

Als mögliche Optionen kündigt er Timo Brauer, Alexander Langlitz und Dennis Engel an. Immerhin steht Youngster Tim Möller nach auskurierter Kniekehlenreizung wieder zur Verfügung. Zudem wird Mika Becker aus Lottes U 19 als vierter Spieler auf der Bank Platz nehmen.

Dort wird auch Torhüter Jonas Brammen, der in der vergangenen Woche verpflichtet wurde, verweilen. Gesetzt sei bei ihm kein Spieler, erklärte Atalan, aber im Vorfeld der Partie legte er sich fest, dass Jhonny Peitzmeier das Tor hüten werde. Somit bleibt abzuwarten, wie sich der Kampf um die Nummer eins entwickelt.

 

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