Defensivstarke Sportfreunde spielen 0:0 gegen Schalke U 23
Geistesblitz beim Joggen

Lotte -

Imke Wübbenhorst, Trainerin der Sportfreunde Lotte, hatte beim Joggen einen Geistesblitz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Defensiv starke Gastgeber sicherten sich einen Punkt gegen Schalkes U23.

Sonntag, 25.10.2020, 14:34 Uhr
Der Schalker Daniel Kyerewaa nimmt es hier gleich mit vier Lotter Spielern auf (von links): Bennet van den Berg, Drilon Demaj, Dino Bajric und Jakob Duhme.
Der Schalker Daniel Kyerewaa nimmt es hier gleich mit vier Lotter Spielern auf (von links): Bennet van den Berg, Drilon Demaj, Dino Bajric und Jakob Duhme. Foto: Frank Diederich

Beim Joggen am Samstagmorgen kam ihr die Erleuchtung. Hatte Imke Wübbenhorst bis dahin noch mit einer 4:4:2-Ausrichtung und hohem Pressing gegen die U23 des FC Schalke 04 geplant, disponierte sie um. Mit einer Fünferkette sollten die Sportfreunde Lotte die Partie angehen, um gegen das schnelle Umschaltspiel der Schalker gewappnet zu sein. Problematisch war nur, das hatte die Mannschaft noch nie gespielt. Als sie dann jedoch die Absage des erkrankten Linksverteidigers Nino Lacagina erreichte, stand für sie fest: „So machen wir es.“

Mit diesem Geistesblitz lag Imke Wübbenhorst letztlich richtig. Die Sportfreunde fuhren beim 0:0 einen wichtigen Punkt ein, waren sogar nach dran am Sieg.

Zufrieden war die Trainerin, dass ihr Plan aufgegangen ist. „Wir wollten eher defensiv in der ersten und offensiver zweiten Halbzeit auftreten. Das haben wir umgesetzt. Schade, dass es trotz der Chancen zum Schluss nicht zum Sieg gereicht hat. Aber Kompliment an die ganze Mannschaft. Wir haben zu Null gespielt. Das war wichtig.“

Für die Zuschauer waren die ersten 45 Minuten bei nasskaltem Wetter indes wenig ansehnlich. Von einem Pfostentreffer des Schalkers Daniel Kyerewaa (13.) abgesehen,tat sich nicht viel. Von Lotte ging nach vorne gar nichts. Akzente setzten auch die Schalker kaum. Sie kombinierten sich zwar schnell nach vorne, ließen es beim finalen Pass aber an Präzision fehlen.

Erheblich gradliniger trumpften die nun deutlich offensiver agierenden Hausherren im zweiten Durchgang auf. Direkt nach Wiederanpfiff ließ Leon Demaj den ersten gefährlichen Schuss der Lotter aufs Schalker Tor los. Fortan waren die Sportfreunde besser drin im Spiel. Nach den Einwechslungen von Emre Aydinel und Hüseyin Bulut brannte es dann auch mehrfach im Schalker Strafraum. Letzterer hatte in der 82. Minute die Riesenmöglichkeit zur Führung. Von Dino Bajric wunderbar freigespielt, lief er allein aufs Schalker Tor zu, umkurvte Keeper Michael Zadach, wurde dann aber doch noch von Weschenfelder-Scien gestoppt. In der 89. Minute hatte Lotte gar eine doppelte Riesenmöglichkeit. Nach einem Freistoß von Leon Demaj vergaben Aydinel und Duhme aus kurzer Distanz. In der 90. Minute traf Aydinel nur das Außennetz.

Youngster Duhme hätte zum Matchwinner werden können. Er stand erstmals in der Startelf und wusste voll zu überzeugen in der Fünferkette neben den zurückbeorderten Drilon Demaj. „Jakob hat es richtig gut gemacht. Das freut mich für ihn“, gab es ein Sonderlob von Trainerin Imke Wübbenhorst. Auch Duhme selbst war mit sich zufrieden. „Ich freue mich über das Vertrauen der Trainerin. Über die einfachen Sachen habe ich schnell Sicherheit gefunden - auch mit dem ständigen Austausch mit Drilon neben mir. Wenn ich die Chance am Ende noch nutze, wäre es ein Traumdebüt gewesen. Aber auch so war alles gut.“ Schließlich bilanzierte der Neuzugang der VfL-Osnabrück-A-Junioren: „Für die bislang schwächste Defensive der Liga ist ein 0:0 nicht das schlechteste.“

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