Regionalliga West: Sportfreunde Lotte gegen Bergisch Gladbach 09 in der Pflicht
„Zeigen, dass wir es können“

Lotte -

Keine Saisonunterbrechung in der Regionalliga West – für die Sportfreunde Lotte geht die Serie 2020/21 mit einem Heimspiel gegen den SV Bergisch Gladbach am Mittwoch weiter. Der heimische Vertreter könnte mit einem Sieg einen Schritt aus der Abstiegszone bewerkstelligen.

Dienstag, 03.11.2020, 16:14 Uhr
Für die Lotteraner Leon Demaj (li.), Luca Menke (Nr. 5) und Filip Lisnic wird es heute Abend darauf ankommen, die Reihen geschlossen und die Konzentration über 90 Minuten hochzuhalten.
Für die Lotteraner Leon Demaj (li.), Luca Menke (Nr. 5) und Filip Lisnic wird es heute Abend darauf ankommen, die Reihen geschlossen und die Konzentration über 90 Minuten hochzuhalten. Foto: Frank Diederich

Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) hat in Absprache mit der Landesregierung festgelegt, dass der Ball weiter rollt in der Regionalliga West. Das für den Spielbetrieb in der vierten Liga verantwortliche Gremium hat damit Fakten geschaffen. Für die Sportfreunde Lotte hält die Fortsetzung der Punktspielrunde am Mittwoch ein wegweisendes Match parat. In der Partie gegen den SV Bergisch Gladbach 09 heißt es für beide Teams: Verlieren verboten.

Imke Wübbenhorsts Worten ist zu entnehmen, dass sie auch mit einer Spielunterbrechung hätte leben können. „Weil wir Zeit bekommen hätten, um unsere Neuzugänge Emre Aydinel, Hüseyin Bulut und Massih Wassey zu integrieren“, sagt die Trainerin der Sportfreunde Lotte. Aber sie betont zugleich, dass sie die Herausforderung annimmt. „Unsere nächsten drei Gegner heißen Bergisch Gladbach, Straelen und Homberg – in diesen Spielen wollen wir zeigen, dass wir es können.“

Nimmt man noch die dann folgenden Begegnungen beim Wuppertaler SV und gegen Alemannia Aachen hinzu, dann wird deutlich, dass die Sportfreunde Lotte im Monat November vor den Wochen der Wahrheit stehen. Es sind allesamt Begegnungen gegen Mannschaften, die tabellarisch der Kragenweite des heimischen Regionalligisten entsprechen. Umso wichtiger wäre es, in diesen Partien zu punkten und sich günstigstenfalls ein gutes Stück von der Abstiegszone zu entfernen. Den Anfang wollen die Sportfreunde am Mittwochabend gegen den SV Bergisch Gladbach 09 machen.

Gegen die „Nullneuner“ befindet sich die Fußball-Lehrerin erstmals in der komfortablen Situation, personell aus dem Vollen schöpfen zu können, sodass sie bei der Nominierung der Startformation die Qual der Wahl hat. Dimitrios Ioannidis kehrt nach überstandener Quarantäne ebenso in den Kader zurück wie Sertan Yegenoglu, der seine Spielsperre abgesessen hat. Auch Justin Plautz und Nino Lacagnina sind beschwerdefrei, und sogar Conrad Azong drängt nur zwei Monate nach seinem im Spiel gegen den Bonner SC erlittenen Jochbein-, Nasenbein- und Oberkieferbruch wieder in die Mannschaft zurück.

Welche Formation Wübbenhorst aufbieten wird, blieb am Dienstag noch ihr Geheimnis. „Wir werden aber sicherlich keinen Hurra-Fußball spielen“, erläutert die 31-Jährige angesichts der Konterstärke des Gegners.

Den SV Bergisch Gladbach hat Wübbenhorst im Laufe dieser Saison drei Mal unter die Lupe genommen. Eine „zweikampfstarke Mannschaft, die richtigen Männerfußball anbietet,“ lautet die Quintessenz dessen, was sie bei der Videoanalyse gesehen hat. „Die spielen das, was sie können – einfachen, schnörkellosen Fußball“, sagt sie. „Das machen sie aber weitgehend fehlerfrei.“

Den Sportfreunden ist das zuletzt bei der 2:4-Niederlage in Rödinghausen nicht gelungen. Klar, dass die Blau-Weißen an dieser Stelle den Hebel ansetzen wollen, um den dritten Saisonsieg einzufahren. „Wenn du auswärts zwei Tore schießt, dann muss das auch mal reichen“, verkündet Wübbenhorst. So lautet ihr Auftrag für Mittwochabend denn auch, die Fehlerquote zu minimieren und die Konzentration über 90 Minuten hochzuhalten, zumal in den Reihen der Bergisch Gladbacher mit Serat Koruk Zübey ein Angreifer steht, der bereits vier Treffer in der laufenden Saison erzielt hat.

 

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