Sportfreunde Lotte kündigen für Sonntag eine Entscheidung in der Trainerfrage an
Wie Worte des Abschieds

Lotte -

Es war eine höchst emotionale Pressekonferenz nach dem Spiel der Sportfreunde Lotte gegen RW Essen. Die Worte, die Lottes Trainerin Imke Wübbenhorst mit tränenerstickter Stimme wählte, klangen nach Abschied.

Samstag, 12.12.2020, 19:14 Uhr aktualisiert: 12.12.2020, 19:52 Uhr
Sportfreunde Lotte kündigen für Sonntag eine Entscheidung in der Trainerfrage an: Wie Worte des Abschieds
Foto: Frank Diederich

Es waren berührende Momente, die sich nach der 0:2 (0:2)-Niederlage der Sportfreunde Lotte gegen Rot-Weiss Essen in der Pressekonferenz am Samstag nach dem Punktspiel der Regionalliga West ereigneten.

Es dauerte einige Augenblicke, ehe SF-Trainerin Imke Wübbenhorst überhaupt ein Wort herausbrachte. „Die Mannschaft hat 90 Minuten alles reingeschmissen. Sie hat gekämpft, sich gegen den Tabellenführer Torchancen erspielt, und sie hätte eigentlich mehr verdient gehabt“, lautete ihre Spielanalyse.

Ihre Sätze, die sie dann mit tränenerstickter Stimme sagte, klangen wie Worte des Abschieds. „So wie es in dem Ultimatum dargestellt wurde, dass ich keine Zukunft im Verein habe, so wünsche ich das doch wenigstens den Jungs.“ Womit sich die Trainerin auf eine Stellungnahme der Vereinsspitze auf der vereinsinternen Homepage bezog. Dort hatte Vorsitzender Sven Westerhus am Freitagabend vergangener Woche unmittelbar vor dem Spiel beim SV Straelen mindestens fünf Punkte aus den letzten drei Saisonspielen der Hinrunde gefordert und zugleich mit personellen Konsequenzen gedroht.

Die Bedingungen dieses Ultimatums lassen sich nach dem 0:2 gegen RWE nicht mehr erfüllen. Welche Konsequenzen diese Niederlage für die Trainerin haben werde, dazu äußerte sich Wester­hus unmittelbar nach dem Spiel nicht. „Wir werden uns am Sonntag zusammensetzen und die sportliche Situation analysieren“, sagte er. Gleichwohl sah sich Westerhus in seiner grundsätzlichen Einschätzung bestätigt. Auf die Frage, ob die Mannschaft konkurrenzfähig sei, antwortete er: „Das hat man heute doch gesehen. Wenn wir diese Leistung in den Spielen gegen Homberg, Bergisch Gladbach, Ahlen oder Bonn gebracht hätten, dann wären wir da, wo wir hinwollen – im Mittelfeld.“ Das klingt nicht danach, als würden die Sportfreunde weiter auf Imke Wübbenhorst setzen.

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