Regionalliga West: Sportfreunde Lotte beim SC Wiedenbrück
„Die Karten werden neu gemischt“

Lotte -

Mit der Freistellung der bisherigen Trainerin Imke Wübbenhorst und der Einsetzung von Andy Steinmann als neuen Chefcoach endeten turbulente Tage bei den Sportfreunden Lotte. Die Frage, die sich nun stellt, lautet: Wird sich der Effekt dieser Maßnahme schon am Samstag auswirken? Die Antwort auf diese Frage gibt es ab 14 Uhr beim Gastspiel in Wiedenbrück.

Freitag, 18.12.2020, 15:06 Uhr
Luca Menke (li.) hofft mit den Sportfreunden auf ein Ende der Negativserie auf fremden Plätzen. Heute gastieren die Lotteraner beim SC Wiedenbrück.
Luca Menke (li.) hofft mit den Sportfreunden auf ein Ende der Negativserie auf fremden Plätzen. Heute gastieren die Lotteraner beim SC Wiedenbrück. Foto: Frank Diederich

Stressige Tage liegen hinter den Sportfreunden Lotte. Vermag der heimische Fußball-Regionalligist die Turbulenzen nach dem Trainerwechsel von Imke Wübbenhorst zu Andy Steinmann in positive Energie umzusetzen? Das ist die spannende Frage, auf es im Spiel der Sportfreunde beim SC Wiedenbrück am Samstag eine Antwort geben wird.

Für Steinmann, der nach der Trennung von Wübbenhorst die Regie am Trainerpult übernommen hat, ist es in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung. Im letzten Spiel des Jahres gilt es, den Abstand zum rettenden Ufer in der Regionalliga West nicht größer werden zu lassen. Fünf Punkte trennen die Sportfreunde nunmehr schon vom ersten Nichtabstiegsplatz. Das ist eine Menge Holz. Und die latente Auswärtsschwäche spricht nicht gerade dafür, dass Lotte in der Tabelle Boden wettmachen könnte.

Doch was gewesen ist, will Steinmann ausblenden. Sein Augenmerk richtet sich auf das Hier und Jetzt. „Die Karten werden neu gemischt. Man hat gemerkt, dass jeder Einzelne ein bisschen mehr Gas gegeben hat als sonst“, erläutert Steinmann.

Nicht nur er setzt darauf, dass das Spielglück, das den Sportfreunden zuletzt so oft gefehlt hat, zurückkehrt, nachdem der Reset-Knopf gedrückt wurde. Die Blau-Weißen wollen Siegermentalität entwickeln. Vor allem auf fremden Plätzen. In den neun bislang absolvierten Auswärtsspielen gab es neun Niederlagen – eine Negativserie, die wie ein Rucksack auf den Kickern zu lasten scheint. Steinmann weiß, dass seine vornehmliche Aufgabe darin besteht, den Spielern zu helfen, diese Bürde abzulegen – am besten mit einem Sieg schon heute in Wiedenbrück.

„Zunächst einmal wollen wir versuchen, an die Leistung, die wir gegen RW Essen gezeigt haben, anzuknüpfen“, lautet Steinmanns Auftrag an seine Spieler. Gegen den Spitzenreiter waren die Sportfreunde griffig, mutig und haben auch im Spiel nach vorne Akzente gesetzt. So ähnlich dürfte sich der 35-Jährige das auch am Samstag vorstellen. „Der SC Wiedenbrück“, sagt Steinmann, „ist sicherlich ein starker Aufsteiger. Aber wir werden uns nicht so sehr nach dem Gegner ausrichten, sondern wollen versuchen, unsere Stärken einzubringen.“

Mit welchen taktischen Mitteln das geschehen soll, darüber hüllt sich der neue Coach in Schweigen. Offenbar kann er sich vorstellen, vom bisherigen 4:4:2-System abzuweichen.

Abzuwarten bleibt, ob es personelle Veränderungen geben wird. Wie schon gegen RW Essen fehlt Hüseyin Bulut auch in Wiedenbrück wegen eines grippalen Infekts. Der Mittelfeldakteur war unter der Woche wieder ins Training eingestiegen, doch nach wenigen Einheiten musste er passen. Im Angriff könnte Exauce Andzouana wieder eine Option sein.

 

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