Lüdinghausen
Minden räumt alles ab

Donnerstag, 29.12.2011, 08:12 Uhr

Senden. Die C-Junioren des ASV Senden schafften den Sprung ins Finale, die B-Junioren mussten sich ganz hinten anstellen. Die A-Jugendlichen landeten auf Rang sechs. So lautete die Bilanz des Gastgebers beim Klaus-Pintaske-Cup in Zahlen ausgedrückt. Dass trotzdem alle drei Trainer der Sendener Jugendmannschaften mit einem guten Gefühl nach Hause fuhren, hatte einen Grund: Das Handball-Jugendturnier des ASV, das wieder von den Alten Herren ausgerichtet wurde und am Samstag zum vierten Mal stattfand, dient in erster Linie als Vorbereitung auf die Saison. Und in einem solch erlesenen Feld in den drei ältesten Jugendklassen stimmt eine hintere Platzierung keinen Trainer richtig traurig.

Bei den A- und B-Junioren starteten jeweils acht Teams, bei den C-Junioren sechs. Gespielt wurde in allen drei Hallen. Eine Partie dauerte 28 Minuten. Die Nachwuchsteams des Bundesligisten GWD Minden sahnten kräftig ab: Sie gewannen sowohl bei den A- als auch bei den B- und C-Junioren. Der Deutsche A-Jugendmeister Solingen landete auf Platz drei.

Den Sendener A-Junioren fehlte nach der Vorrunde ein einziges Törchen, um ins Spiel um Platz drei einzuziehen. Nach einer 8:13-Niederlage zum Auftakt gegen den TV Emsdetten trennte sich das Team von Trainer Rainer Franetzki 18:18 von TUSEM Essen . Gegen den VfL Gladbeck gewann die Truppe 16:15. Sie hatte damit wie Essen 3:3 Punkte, aber das schlechtere Torverhältnis. Im Spiel um Platz fünf mussten sich die A-Junioren mit 10:17 geschlagen geben.

„Nachdem wir anfangs gut mitgehalten hatten, fehlte am Ende offenbar die Kraft“, sagte Franetzki. Er war unterm Strich mit dem Auftritt seiner Oberliga-Mannschaft zufrieden. „Wir haben gegen Regionalligisten mitgehalten und einen sogar geschlagen“, bilanzierte er. „Aber die Mannschaft steht noch nicht.“ Vor allem Rückraumspieler Lukas Fröhlich, im Spielaufbau und als Torschütze für den ASV Gold wert, fehlte an allen Ecken und Enden. Dafür hinterließ im Rückraum Marius Erpenbeck, Neuzugang vom TV Friesen Telgte, bei Franetzki einen guten Eindruck.

Auch die B-Junioren verpassten nur wegen des schlechteren Torverhältnisses eine bessere Platzierung in der Vorrunde. Das Team von Coach Thomas Hammerschmidt ging zunächst mit 7:15 gegen den TV Emsdetten unter, verlor dann 14:16 gegen TUSEM Essen und gewann 16:13 gegen den VfL Gladbeck. Die Sendener waren mit Essen und Gladback punktgleich, belegten aber den letzten Platz. Im Spiel um Platz sieben hatten sie beim 9:17 gegen den Ohligser TV aus Solingen keine Chance.

„Da war der Dampf raus“, sagte Hammerschmidt. Der ASV-Coach resümierte: „In unserer Gruppe war Emsdetten sehr stark, die anderen drei Mannschaften haben auf einem Niveau gespielt.“ Den Auftakt gegen Emsdetten habe sein Team verschlafen. „Die anderen Partien waren in Ordnung. Da haben wir das gespielt, was wir können“, erklärte Hammerschmidt. Und er ist jetzt wieder etwas schlauer: „Wir wissen, wo es noch hapert.“

Am besten der drei heimischen Mannschaften schnitt die C-Jugend ab. Sie feierte in der Vorrunde einen 26:20-Sieg gegen den TV Emsdetten und einen 25:20-Erfolg gegen TUSEM Essen. Im Finale verlor das Team von Trainer Alexander Seitz mit 15:21 gegen Minden . Bis zum 13:14 konnten die Sendener mithalten, dann spielte der GWD-Nachwuchs seine Klasse aus. „Minden war besser, aber sechs Tore Unterschied sind etwas viel. Unsere Leistung war sehr gut“, sagte Seitz. „In den ersten beiden Partien haben wir nach vorne sehr konsequent gespielt und viele Tempogegenstöße verwertet“, meinte der Coach.

Sehr zufrieden war auch Abteilungsleiter Jochen Jungblut. „Organisatorisch ist alles gut gelaufen, und wir haben guten Sport gesehen“, bilanzierte er. Weil die Alten Herren in diesem Jahr nicht komplett waren, fand das Turnier nur an einem Tag statt. Bei zwei Tagen wäre, erläuterte Jungblut, der organisatorische Aufwand zu hoch gewesen. Im kommenden Jahr soll der Wettbewerb wieder angeboten werden – und wenn möglich über zwei Tage.

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