Lüdinghausen
Nicht gerade vom Glück verwöhnt

Samstag, 26.04.2008, 11:04 Uhr

-mb- Lüdinghausen. Keine guten Erinnerungen haben Maik Domscheit und Kristoffer Loch , Gespannfahrer des Auto- und Motorsportclubs ( AMSC ) Lüdinghausen, an die 67. Auflage des Westfalenringrennens im vergangenen Jahr. Da durften sie mit einer Ausnahmegenehmigung im Feld der internationalen Gespannklasse ihr Können unter Beweis stellen und zeigten im Pflichttraining eine ansprechende Leistung. Als es dann aber beim ersten Start ernst wurde, kam für das Duo bereits in der ersten Kurve des ersten Laufes das Aus. Sturz, Knochenbrüche, Ende der Saison, die gerade erst begonnen hatte. „Es war ein Materialschaden. Wir wären auf jeder anderen Bahn auch gestürzt“, sagt Domscheit im Rückblick auf dieses Missgeschick.

Zum Saisonfinale in Mühldorf ging der Seppenrader mit seinem Olfener Beifahrer noch einmal an den Start. Der fünfte Platz in einem starken Feld gab Hoffnung für die neue Saison, in der das Team wieder mit einer B-Lizenz fährt.

Doch die lief bisher alles andere als glücklich. „Wir konnten aufgrund der Witterung bisher kaum trainieren. Das Training in Mulmshorn kam uns teuer zu stehen, denn auf der schlammigen Bahn gaben Motor und Getriebe ihren Geist auf“, sagt Domscheit, der seine Ziele aber nicht aus den Augen verloren hat. Bei den drei Wertungsläufen zur Norddeutschen Bahnmeisterschaft sollen so viele Punkte wie möglich geholt werden, denn die beiden erstplatzierten Gespanne qualifizieren sich für die Deutsche Meisterschaft der I-Lizenz Ende der Saison im bayerischen Mühldorf. „Und diese Bahn liegt uns. Am Material liegt es nicht, wenn wir unsere Zielvorstellungen verfehlen. Da gibt es keine Ausreden. Wir haben einen neuen Motor, getunt von Europameister William Matthijssen, der zusammen mit seiner Schwester Nathalie am Himmelfahrtstag in Lüdinghausen seinen Titel verteidigen möchte“, lobt Domscheit sein Maschinenmaterial.

Nach dem Start am 1. Mai auf der Hausbahn in Lüdinghausen sind ein Start in Mulmshorn (31. Mai) und Harsewinkel (8. Juni) fest terminiert. Rund 15 bis 20 Rennen will das Gespann in dieser Saison fahren. „Veranstaltungen im Norden gibt es nur wenige. Und immer in den Süden zu fahren ist für die B-Lizenz einfach zu teuer, da es hier kein Geld zu verdienen gibt“, erklärt Domscheit.

Beim 68. Westfalenringrennen am 1. Mai wird das Gespann des AMSC wieder eine Ausnahmelizenz erhalten. Dann dürfen sich Domscheit/Loch mit starker internationaler Konkurrenz auseinandersetzen. Wenn nicht an diesem Wochenende etwas dazwischen kommt, denn am Sonntag steht als Vorbereitung und Standortbestimmung ein Renntag in Dingolfing auf dem Plan.

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