Lüdinghausen
Rekordversuch fiel ins Wasser

Freitag, 12.06.2009, 19:06 Uhr

Herbern - Der angestrebte Teilnehmer-Rekord fiel bei der 10. Radtouristikfahrt des SV Herbern sprichwörtlich ins Wasser. Mit dem Regen ist an Fronleichnam auch die Teilnehmerzahl den Bach runtergegangen.

Obwohl beim diesjährigen Radmarathon eine weitere Strecke angeboten wurde, fanden sich lediglich 252 Radler zur Jubiläumsausgabe an der Sportanlage des SV Herbern an der Werner Straße ein. Damit bleibt die Teilnehmerzahl weit hinter den Erwartungen des Velo-Teams zurück. 2008 hatten noch 1221 Sportler - allerdings unter optimalen Wetterbedingungen - teilgenommen.

„Das ist natürlich enttäuschend“, stellte Organisator Matthias Struhkamp ernüchtert fest, blickte zugleich aber schon noch vorne: „Im nächsten Jahr wollen wir den Rekord erst recht!“

Um 7 Uhr eröffnete der erstmals ausgetragene Radmarathon die Veranstaltung. 59 Radfahrer gingen auf der 204-Kilometer-Schleife an den Start. „Wir hatten eigentlich für 150 Leute Warmverpflegung eingeplant“, verdeutlicht Struhkamp den Unterschied zwischen Plan und Realität.

Auch auf den anderen Touren, die über 24, 42, 74, 111 und 150 Kilometer führten, machte das Wetter den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Wo in den Vorjahren noch häufig große Gruppen die Waldwege befuhren, kamen in diesem Jahr ab und an einige „Einzelkämpfer“ vorbei. Auch am Sportplatz bot sich ein vollkommen anderes Bild als im Vorjahr: Statt draußen oder im Zelt die Sonne zu genießen, flüchteten Sportler, Freunde und Helfer aus der Kälte ins warme Vereinsheim.

Fast 100 Helfer aus allen Abteilungen des SV Herbern sorgten trotz des schlechten Wetters für einen reibungslosen Ablauf der Radtouristsikfahrt. Die Sportler wurden mit Tee, Obst und Müsliriegeln, auf der Marathondistanz sogar mit einer warmen Mahlzeit verpflegt. Die Strecken wurden sorgfältig ausgeschildert und präpariert. „Organisatorisch gab es keine Probleme, und auch das DRK musste nicht eingreifen, weil es keine Verletzungen gab“, war Struhkamp in diesem Punkt zufrieden.

Doch noch etwas zu feiern gab es ab 15 Uhr bei der Siegerehrung, bei der Urkunden und Pokale überreicht wurden. Ältesten Teilnehmer war Günter Schott, der sich mit 82 Lenzen auf die Strecke begab. Damit trennen Schott 74 Jahre von der jüngsten Teilnehmerin Caja Homann.

Mit 18 Startern stellte die E-Jugend des SV Herbern die größte Gruppe bei den Hobbyfahrern der heimischen Radtouristikfahrt. Fortuna Walstedde ging mit sechs Radlern an den Start, das Team „Release“ mit vier.

Bei den Mitgliedern des BDR mobilisierte das Radteam Hamm mit elf Radfahrern die meisten Starter. Aus Werl-Wickede und Capelle gingen jeweils sechs Teilnehmer an den Start.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/461250?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F715759%2F715780%2F
Warnstreik wirkt sich auf Flugbetrieb in NRW aus
Ein Passagier blickt im Flughafen in Düsseldorf auf eine Anzeigetafel.
Nachrichten-Ticker