Lüdinghausen
Der verflixte Zahnriemen

Mittwoch, 08.07.2009, 07:07 Uhr

Lüdinghausen - Sie gewannen den ersten Lauf. Sie wurden im zweiten und im vierten Durchgang Zweiter. Im Finale fuhren sie auf dem dritten Platz. Eigentlich alles paletti. Wenn da nicht der dritte Lauf gewesen wäre, in dem an der Maschine von Maik Domscheit und Kristoffer Loch der Zahnriemen riss. Da lagen sie an zweiter Stelle, fielen aus und blieben ohne Punkte.

Dieses Malheur kostete dem Team des AMSC Lüdinghausen beim Deutschen Bahnpokal der Gespanne in Mulms­horn einen Treppchenplatz. Im Endklassement landeten Domscheit und Loch auf dem undankbaren vierten Platz - nur einen Zähler hinter dem Drittplatzierten. „Das war schon sehr ärgerlich. Uns haben am Ende nur die Punkte aus dem Lauf gefehlt, in dem wir einen Nuller gemacht haben“, sagte Domscheit nach dem Rennen am Sonntag.

Außer dem Ausfall gab es aber nicht viel zu meckern an dem Auftritt des AMSC-Gespanns. Beim Pflichttraining am Morgen fuhren Domscheit/Loch unter neun Gespannen die schnellste Zeit. Und sie ließen alle drei Gespanne, die bei der Siegerehrung vorne standen, wenigstens einmal hinter sich. „Von der Geschwindigkeit her waren wir voll dabei, vom Fahrerischen her war das kein Thema“, meinte Domscheit. Bei den Prädikatsläufen werden die Punkte mit ins Finale genommen. „Da ist ein Ausfall fast nicht mehr zu kompensieren, wenn man aufs Treppchen will“, weiß Domscheit.

Am nächsten Wochenende bestreitet das AMSC-Gespann kein Rennen, dann ist es im hessischen Angenrod im Einsatz. „Da wollen wir uns revanchieren“, gibt sich Domscheit wieder kämpferisch.

In Mulmshorn standen die Gespanne im Mittelpunkt. Die Internationalen Solisten fuhren beim Grasbahnrennen auf dem Wümmering im Rahmenprogramm. Auch deshalb fehlten einige der ganz Großen aus der Szene. Christian Hülshorst vom AMSC ging an den Start und landete in der Endabrechnung auf dem fünften Platz, einen Punkt hinter Daniel Rath.

Jeder Fahrer absolvierte nur drei Läufe. Im ersten fuhr „Hülse“ auf Platz drei, den zweiten gewann er. Dabei überholte er in einer Kurve den späteren Gesamtsieger Matthias „Matten“ Kröger. Im dritten Durchgang kam der Lüdinghauser nach dem Start aber nicht in die erhoffte Spur und wurde Vierter. „Die ersten beiden Läufe waren okay, der Start im dritten Lauf war nicht zufriedenstellend“, bilanzierte Hülshorst. Am nächsten Wochenende startet er in Heringen.

Bei den B-Lizenz-Solofahrern musste sich AMSC-Kollege Jens Benneker ebenfalls mit dem vierten Rang begnügen. In spannenden Läufen belegte er die Plätze drei, vier und drei, ehe der Lüdinghauser im Finale Fünfter wurde. Damit verpasste auch Benneker einen Platz auf dem Podest.

Jens Klein feierte in dieser Klasse nach fast einem Jahr Pause sein Comeback. Er kam als Reservefahrer zum Einsatz, blieb aber ohne Punkte. Ein, zwei Rennen mit Tageslizenz wolle er in diesem Jahr noch fahren, heißt es beim AMSC.

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