Lüdinghausen
Michael Schnaase ist wütend

Dienstag, 05.01.2010, 06:01 Uhr

Lüdinghausen - Michael Schnaase ist eigentlich kaum aus der Ruhe zu bringen. Der Teammanager des Badminton-Erstligisten SC Union 08 Lüdinghausen schäumte aber am Sonntagabend vor Wut, als er das Ergebnis der Bundesliga-Begegnung zwischen dem FC Langenfeld und EBT Berlin erfuhr. Wie berichtet, gewann Langenfeld gegen den Meisterschaftskandidaten mit 6:2. Der direkte Konkurrent Lüdinghausens um den Einzug in die Play-Offs zog damit in der Tabelle an Union vorbei.

Was Schnaase daran ärgerte, war die Tatsache, dass die Berliner in Langenfeld mit einer B-Mannschaft angetreten sind. Gleich fünf Männer aus dem Bundesligateam fehlten bei den Hauptstädtern, sodass Ex-Unionist Josche Zurwonne, eigentlich ein Doppelspezialist, sogar das erste Einzel spielen musste. Dazu fehlte der SG EBT mit Nicole Grether noch eine starke Dame.

„Das hat mit fairem Wettbewerb nichts zu tun“, bedauert Schnaase. Und: „Das ist einfach unmöglich von Berlin, praktisch fast auf die gesamte erste Mannschaft zu verzichten.“ Da die Berliner sämtliche Spieler für ihre Begegnungen aus aller Herren Länder einfliegen, sie aber schon gesichert in der Spitzengruppe der Bundesliga stehen, haben sie, so argwöhnen die Unionisten, an diesem ungünstig gelegenen Einzelspieltag aus Kostengründen auf den Einsatz ihrer Besten verzichtet - zum Nachteil von Union 08. „Wir sind darüber sehr enttäuscht“, drückt Schnaase die Stimmungslage in Lüdinghausen aus.

Grundsätzlich stellt er an den Deutschen Badminton-Verband die Frage, ob der derzeitige Spielmodus der Bundesliga überhaupt fair sei. Denn so könnten Mannschaften, die sicher die Play-Offs erreichen, in den für sie unwichtigeren Spielen auf die teuren Stars verzichten. „So ist das Ganze doch ein Witz“, meint er.

Aus dem Ein-Punkte-Vorsprung des SC Union gegenüber Langenfeld ist jetzt ein Ein-Punkte-Rückstand geworden. Daher stehen die Lüdinghauser im direkten Duell mit Langenfeld am 13. Februar wohl unter dem Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, um den ersehnten Sprung in die Play-Offs zu schaffen.

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