Lüdinghausen
Zurwonne kommt zurück

Samstag, 05.06.2010, 13:06 Uhr

Lüdinghausen - Das Gastspiel von Josche Zurwonne in der Bundeshauptstadt ist nach einem Jahr beendet. Der Lüdinghauser Badmintoncrack und Nationalspieler kehrt zur neuen Saison von der SG EBT Berlin zu seinem Heimatverein SC Union 08 zurück. „Ich komme gerne zurück“, sagt Zurwonne. Und Unions Teammanger Michael Schnaase ergänzt: „Unserer Mannschaft tut es natürlich gut, wenn wieder ein Eigengewächs mehr dabei ist.“

Dabei kamen Union 08 die Veränderungen in der Bundesliga zugute. Denn künftig wird kein zweites Herrendoppel mehr gespielt, für das Josche Zurwonne in Berlin gesetzt war. Da das Team in der Hauptstadt aber auch in der nächsten Spielzeit mit viel Geld und ausländischen Stars den Angriff auf die Deutsche Meisterschaft plant, war schon frühzeitig klar, dass Zurwonne dort nur noch gelegentlich in der ersten Mannschaft in der Bundesliga hätte spielen können.

Das war ihm als Nationalspieler mit internationalen Ambitionen zu wenig. „Ich hatte wirklich ein schönes Jahr in Berlin und habe dort viel gelernt“, berichtet der 21-Jährige, der in der Sportförderkompanie der Bundeswehr am Badminton-Bundesstützpunkt Saarbrücken trainiert. „Aber es war im letzten Jahr schon ein komisches Gefühl, gegen den Verein zu spielen, in dem ich immer gespielt habe“, sagt er weiter. Insofern sei er auch froh, dass er jetzt wieder zu seinen Wurzeln zurückkehre.

Der Doppel- und Mixedspezialist soll vorwiegend im ersten Doppel an der Seite von Jan-Sören Schulz zum Einsatz kommen. Mit ihm trainiert er in Saarbrücken und an seiner Seite hat Zurwonne bereits einige internationale Turniere absolviert. „Das harmoniert gut“, meint er. Und durch den Weggang von Hendrik Westermeyer (zum BC Hohenlimburg) ist auch der Platz im Mixed an der Seite von Laura Ufermann frei geworden. Den will Schnaase aber niemandem versprechen: „Jeder kann sich durch gute Leistungen empfehlen“, sagt der Teammanger, der Zurwonne keinen Freibrief ausstellt.

Wichtig sei, dass durch den Rückkehrer das Team erheblich flexibler aufgestellt werden könne und somit für den Gegner schwerer auszurechnen sei.

Dass sein Sohn Josche jetzt wieder für Union 08 spielt, freut auch Vater Bernd Zurwonne. „Letztlich war das immer seine eigene Entscheidung“, sagt der Lüdinghauser. Aber natürlich sei es schön, wenn Josche durch die Heimspiele wieder öfter zu Hause sei und für den Verein spiele, in dem sich die ganze Familie wohl fühle.

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