Lüdinghausen
Drei Sieger und zwei Pechvögel

Sonntag, 05.09.2010, 21:09 Uhr

Herbern - „Besser hätte es nicht klappen können.“ Rundum zufrieden blickte Gisela Willmer, Pressesprecherin des MSC Herbern, auf das sportliche Abschneiden „ihrer“ Fahrer am ersten Tag des traditionellen Autocross-Rennens in der Bauerschaft Arup zurück.

Kein Wunder: Drei Fahrer des gastgebenden MSC standen am Samstag ganz oben auf dem Treppchen. Zunächst siegte Matthias Hölscher im DRCV-Langstreckenrennen. Dann passierte im Großen Preis von Herbern bei den Serienfahrzeugen Kevin Klein als Erster die Zielflagge. Und schließlich hatte Sebastian Willmer bei den Tourenwagen die Nase vorn.

Und doch hatte Pressesprecherin Gisela Willmer noch untertrieben. Denn es hätte durchaus noch besser klappen können. Viel hätte nicht gefehlt, und die MSCler hätten noch über einen vierten Sieger aus ihren Reihen jubeln können, und das auch noch in der Königsdisziplin am Samstag, dem Großen Preis der Spezialcrosser.

Dort hatte Lokalmatador Karsten Wesp lange die Nase vorn, lieferte sich mit Frank Genkel und Ruud Wiefferink einen für ihn vielversprechenden Kampf um Platz eins. Doch dann passierte es: Dem Herberner brach das linke Vorderrad, die Achse bohrte sich bei Tempo 120 in den Lehmboden. Wesp überschlug sich drei Mal, blieb aber unverletzt. „Mein erster Gedanke war: Hoffentlich fährt keiner in mich rein.“ Die nachfolgenden Fahrer hatten glücklicherweise aufgepasst. Dennoch war das Rennen für Wesp gelaufen. „Natürlich ist die Enttäuschung groß“, so der Herberner, der bereits 2009 die Ehrenfahrt des Siegers ins Festzelt verpasst hatte.

In diesem Jahr fuhr schließlich Bernd Stubbe vom Meppener ACC als Erster über die Ziellinie. Markus Rausch vom MSC Herbern wurde Fünfter.

Eine Nahtstelle nach einem Unfall in einem der Vorderläufe sei wahrscheinlich der Grund für den Unfall gewesen, so Wesps Vermutung. Noch am Samstag schraubte er mit seinen Mechanikern den Spezialcrosser wieder in einen renntauglichen Zustand, sodass er schon am Sonntag wieder an den Meisterschaftsläufen teilnehmen konnte.

Wesps Vereinskollege Matthias Hölscher stand am Samstag gleich zwei Mal auf dem Treppchen. Vor dem DRCV-Langstreckenrennen hatte Hölscher darauf gehofft, nach den 65 Runden unter den ersten Zehn zu sein. Doch dann sah er sogar als Erster die Zielflagge. „Auf der Langstrecke heißt es einfach durchhalten“, so Hölscher nach dem Rennen.

Auch beim Großen Preis der Tourenwagen lag Hölscher vorn, musste dann aber mit seinem Frontantrieb dem Vereinskollegen Sebastian Willmer den Vortritt lassen und landete am Ende auf Platz drei. „Das Auto lief gut, und ein bisschen Glück war auch dabei“, kommentierte Sieger Willmer.

Er war der dritte Herberner, der im Laufe dieses umkämpften Rennens an der Spitze lag. Lange Zeit hatte Daniel Eidecker in seinem Volkswagen-Käfer souverän und mit besten Aussichten auf den Sieg vorne gelegen. Doch dann fiel dem MSC-Fahrer der Zündkerzen-Stecker herunter, und er musste sich vorzeitig aus dem Rennen verabschieden. „Das ist schon ärgerlich“, so Eidecker.

Sein Vereinskollege Daniel Klick hatte zuvor bei den Serienfahrzeugen etwas mehr Glück gehabt. Der MSC-Fahrer sah zwar die Zielflagge, verpasste aber als Vierter knapp die Treppchenplätze, für die sich Kevin Klein als Erster qualifiziert hatte.

» Ein ausführlicher Bericht über die Fortsetzung des Autocross-Rennens am gestrigen Sonntag folgt in der morgigen Ausgabe.

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